"helden am berg"

23.08.2013 - 13:30

"helden am berg"

artikel über höchstleistungen am berg in diversen medien können mich nicht mehr beeindrucken. nach jahrelangem "konsum" merkt man,die rekorde wiederholen (steigern) sich, die namen sind austauschbar.

was mich heuer wirklich nachhaltig beeindruckt hat, waren zwei begegnungen mit kindern im gebirge.

beim grieser gletschermarsch - gries-winnebachseehütte-bachfallferner-gaislehnscharte(versichert) -steiles schneefeld ins sulztal - gries = 1.475hm im auf-u.abstieg - waren einige kinder unter 10jahren! dabei. die 6jährige anna ist an der hand von papa mit uns ins ziel gekommen. und nächstes jahr geht sie wieder mit :-)

hochjochhospiz - ein gespräch einem 11jährigen. die mutter verbringt seit jahren auf wunsch ihrer söhne die ferien in den bergen. erstmals hatten sie eine größere hochtour vor sich. auf meine frage "was sagen denn deine freunde, wenn du ihnen von den bergtouren erzählst?" war die antwort: "das erzähl ich gar keinem, die würden es nicht verstehen." dieser bub, der sich nicht vor anderen profilieren muß, der aus liebe zu den bergen und an den gemeisterten anforderungen wächst, hat etwas in sich das man "bergdenken" nennt. die familie kommt aus deutschland und hat die berge nicht täglich im blickfeld. gruß steinfloh

23.08.2013 - 19:00

AW: "helden am berg"

Fast 1.500 Hm mit 6 Jahren.... na ich weiss nicht.

Meine Vorstellung von kindergerechter Bewegung ist das nicht.

26.08.2013 - 07:56

AW: "helden am berg"

Na, die Kleine wird ja wahrscheinlich auch den einen oder anderen Hm in der Bucklkraxn getragen worden sein.

Und selbst wenn nicht, immer noch besser, als wenn sie mit 8, 9 Jahren dann immer noch umfällt, wenn sie in einem Wald einen leichten Hang hinaufgehen muss... das hab ich mal bei ein paar Kids in Linz miterlebt!  Die hatten echt Probleme beim Gehen, wegen all der Blätter, Wurzeln und Unebenheiten!

Eine ganz andere, nicht-kindgerechte Bewegung, über die keiner nachdenkt und die jeder akzeptiert ist das streicheln dieser besch*** Smartphones... aber das ist eine andere Geschichte...

26.08.2013 - 10:00

AW: "helden am berg"

wir hier in tirol leben in und mit den bergen. anna hat die tour selbständig bewältigt und es war eine absolut tolle leistung! buckelkraxen war gar keine dabei. nach der winnebachseehütte kommt die erste anstrengende steigung. da hat eine andere 6jährige das tempo vorgelegt - überholen wäre nicht sinnvoll gewesen. 

vor jahren, kletterhalle imst. ich wollte in eine route einsteigen, als ein "drei-käse-hoch" sich vordrängte. auf meinen prodest hin meinte er "kommst eh net aufi" und stieg in die nebenroute ein - schwierigkeitsgrad 8+/-9 meine erstes zusammentreffen mit  "dem ausnahmetalent der nation".

wir alle kennen die biografie der "huber buam" (u.a.) -  redet ihr da auch davon, dass sie sich einst nicht "kindgerecht" bewegt haben? 

wenn kinder - von sich aus - eine außerordentliche leistung erbringen, ist das weniger anerkennungswert als die "unserer helden". gruß steinfloh

25.09.2013 - 20:35

AW: "helden am berg"

So lange die Kinder das wirklich von sich aus machen, finde ich das auf jeden Fall okay - und wir wissen ja alle, dass Kinder noch viel unbedarfter sind und viel weniger Angst mit sich tragen bei solchen Dingen - ob das immer gut ist, sei dahingestellt. 

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