ohne kommentar

12.12.2013 - 18:00

ohne kommentar

Tiroler Tageszeitung 12.12.2013 (Reinhard Fellner)

Innsbruck – Als Fixstarter für den Obersten Gerichtshof gilt schon jetzt die gestern am Innsbrucker Landesgericht verhandelte Klage eines Heereshochalpinisten gegen einen international bekannten Tiroler Kletterer. Dieser soll dem „Oberstarzt“ für eine schwere Verletzung mit rund 34.000 Euro haften, nachdem der Extremkletterer beim Setzen einer Absicherung Fels losgebrochen hatte.

Juli 2013: Der geklagte Tiroler versucht sich mit einem weiteren Extremkletterer und Bergführer an einer noch nicht bestiegenen Wand im Wilden-Kaiser-Gebirge oberhalb des bekannt steinschlaggefährdeten Eggersteiges.

Zur selben Zeit findet eine Gebirgsausbildung des österreichischen Bundesheeres statt. Der Arzt und ein Oberst sehen am Steig zwei Rucksäcke liegen und denken sich noch nichts weiter dabei. Sekunden später prasselt ein Steinhagel auf sie herab, der den Oberst an der Hand trifft und dem Arzt die rechte hintere Ferse abtrennt.

Sekunden zuvor hatte sich an der darüberliegenden Felswand ein Todeskampf abgespielt. War dem Tiroler doch trotz aller Erfahrung und Kontrollen eine Felsschuppe beim Setzen einer Absicherung losgebrochen. Nur eine Latsche verhinderte für den rückwärts Fallenden noch den totalen Absturz.

Trotzdem machte der Verletzte gestern vor Richterin Claudia Zimmermann-Ganahl zwei Versäumnisse geltend: So hätte man bei einer Erstbesteigung zumindest auf den Rucksäcken am Steig davor per Zettel warnen und einen Warnruf abgeben müssen. Der Top-Kletterer zur TT: „Im hochalpinen Gelände gibt es keine Vorschriften. Hier gilt Eigenverantwortlichkeit. Das wäre das Ende des heutigen Kletterns!“ Jetzt folgt ein Augenschein am Eggersteig.

12.12.2013 - 19:19

AW: ohne kommentar

Zu diskutieren wird sein, dass die Erstbegehung oberhalb eines stark frequentierten und sehr bekannten Wanderweges gemacht wurde und damit zu rechen war, dass dort im Sommer um 16.00 Uhr jemand gehen wird. Klettern und vor allem Bohren in unbekanntem Gelände verursacht in der Regel immer etwas Steinschlag.

Dass man bei Erstbegehungen, bei denen Steine runter fallen können, zumindest einen Hinweis (kleine Tafel) oder sogar eine Person unten aufstellt ist durchaus üblich.

Anderseits dürfte das alpine Mehrseillängenkraxeln quasi unter das frei Wegerecht fallen. Wenn auf einem Weg versehentlich ein Stein losgetreten wird, ist das halt mal so. Die Frage wird sein, ob man einen normalen Griff/Felsausbruch gleichsetzt mit maschinellen Bohrarbeiten am Fels.

Dem Verunfallten auf jeden Fall gute Besserung! Wird sicher spannend, wie diese Sache ausgeht.

08.03.2014 - 13:51

AW: ohne kommentar

Der Top-Kletterer zur TT: „Im hochalpinen Gelände gibt es keine

Vorschriften. Hier gilt Eigenverantwortlichkeit. Das wäre das Ende des

heutigen Kletterns!“

Die Aussage spricht doch eh für sich selbst.

Noch dümmer gehts wohl kaum.

Kann schon sein, dass der Herr "Topkletterer" schwer klettern kann, andere Fähigkeiten scheinen nur bedingt ausgeprägt zu sein.

Das Ende des heutigen Kletterns, was immer er damit auch meint, sind eher Typen die immer noch denken sie könnten ihre Egotrips ohne Rücksicht auf andere durchziehen.

09.03.2014 - 09:38

AW: ohne kommentar

Wie ist es ausgegangen?

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.

Nach oben