Höhenkrankheit - offene Fragen

12.09.2017 - 16:26

Höhenkrankheit - offene Fragen

Hallo,

ich habe mich in der letzten Zeit mit der Höhenkrankheit beschäftigt, aber ein paar Punkte sind mir noch nicht ganz klar, vielleicht könnt ihr mir helfen.

1. Es werden ja anscheinend nicht alle Menschen Höhenkrank, habe mal nach Prozentzahlen gegoogelt, da waren es eher weniger als 50%. Allerdings denke ich eher, dass es bei manchen nur später eintritt. Kann mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der ohne Akklimatisierung auf z.B. 6000m wandern kann ohne Höhenkrank zu werden.

2. Mal angenommen man würde sich eine Sauerstoffmaske aufsetzen oder steckt sich diese Sauerstoff-Kanülen, die man aus dem Krankenhaus kennt, in die Nase, würde man dann auch an der Höhenkrankheit leiden?

3. Wie schnell verliert man die Anpassung? Also, wenn man sich auf 6000m akklimatisiert hat, dann ins Tal steigt. Wie lange kann man Pause mache, bis die Akklimatisierung weg ist und man sich wieder langsam an die 6000m heran robben muss.

Bei 2 und 3 geht es mir rein um die medizinische Aussage, nicht um eine Diskussion über Sinn und Unsinn.

Schon mal vielen Dank.

Grüße

13.09.2017 - 15:44

AW: Höhenkrankheit - offene Fragen

das hab ich gefunden: unter Punkt 4.3 wird deine 3. Frage halbwegs beantwortet, denk ich. Wichtig ist vlt. noch , dass eine komplette Akklimatisierung im Vorfeld nur bis 5300m möglich ist. Darüber kann sich der Organismus nur kurzzeitig anpassen und der Körper baut über ca 5300m mit zunehmendem Höhe und dauerhafter Aufenthaltsdauer immer mehr ab bis zum Tod.

zu.1. Symptome einer Höhenkrankheit können ab ca. 2500m auftreten.  Grundsätzlich kann man sagen , umso schneller eine Höhe erreicht wird , umso höher diese liegt und umso schlechter die vorangegangene Akklimatisation an niedrigere Höhen war, desto wahrscheinlicher wird eine Höhenkrankheit sein. Nach Recherche betrifft 50 - 85 % der Bergsteiger in einer Höhe zwischen 4500-5500m ohne vorherige Akklimatisation schon die Höhenkrankheit. Die Schwere der Symptome steigt dabei grundsätzlich mit zunehmender Höhe, bis zB. ein Weitergehen unmöglich wird.

zu 2. mit einer Sauerstoffmaske würde sich das Risiko für eine Höhenkrankheit erheblich minimieren, aber wehe man ist in großer Höhe und das System fällt aus....dann ist man quasi nicht akklimatisiert auf dieser Höhe und es kommt umso härter.  Ich hoffe das stimmt so und konnte dir deine Fragen halbwegs beantworten damit ;)

14.09.2017 - 09:38

AW: Höhenkrankheit - offene Fragen

Hallo,

erstmal danke für die Rückmeldung.

Wenn ich auf den Link klicke, bekomme ich "not found". Kannst du noch mal schauen, ob der Link bei dir funktioniert?

zu 1. Das würde aber trotzdem noch bedeuten, das 15% aller Menschen auf einen 5500 hohen Berg steigen können und überhaupt nichts merken. Oder deute ich deine Antwort falsch?

Denke halt, dass es auch schwierig ist, dass wissenschaftlich zu erheben, weil, wie viele Leute sind so bescheuert und rennen ohne Akklimatisierung auf 5500 Meter?

zu 2. Wenn man sich auf Sauerstoff verlässt, sollte man sicher auch ein zweites System dabei haben, damit man da abgesichert ist.

Grüße

14.09.2017 - 10:36

AW: Höhenkrankheit - offene Fragen

Hallo,

ich glaube, ich habe das PDF gefunden: Antwort 7-12 Tage.

14.09.2017 - 12:38

AW: Höhenkrankheit - offene Fragen

Sorry, stimmt der Link funktioniert nicht, bekomm ich leider auch nicht hin grad. Aber du hast vermutlich das Richtige gefunden. Über google findet man das eig. ganz gut.

Genau bei guter Akklimatisation soll es ca 1-2 Wochen anhalten bei schlechter auch nur max. 3 Tage steht da. Eventuell  gibt es ja hier im Forum noch Bergsteiger , welche da genauere Erfahrungen schon selbst gemacht haben.

Die 15 % die keine Höhenkrankheit bekommen würde ich jetzt vlt nicht direkt auf die 5500m beziehen, es ist ja die Spanne zwischen 4500 und 5500m gemeint. Ich kann mir schon vorstellen ,dass 15 % nicht gleich eine ausgeprägte Höhenkrankheit haben, aber zumindest teilweise schon leichte Symptome zeigen wie leichter Kopfschmerz, flaues Magengefühl, erhöhter Puls etc.  Das Problem ist denke ich , dass der Übergang zur Höhenkrankheit fließend stattfindet von leichten Symptomen über eine akute Bergkrankheit(AMS) bis hin zum Höhenhirnödem (HACE) und Höhenlungenödem(HAPE). Deshalb kann man das gerade im Anfangsstadium vlt. nicht ganz so pauschal sagen, wer wirkklich schon Höhenkrank ist. Deswegen ist eine wissenschaftliche Erhebung wie du richtig sagst, da wohl auch schwierig und wenn auch nur unter Laborbedingungen durchführbar.

Es gibt ein sog. Akklimatisationsprotokoll wo verschiedene Punkte während dem Höhenaufenthalt vergeben werden können für Ruhe HF, Schlaf, Schlafhöhendifferenz, Befinden, Appetit und Urin und man anhand der Punkte den Akklimatisationsstand oder die Wahrscheinlichkeit einer Höhenkrankheit selber nachweisen kann. https://www.alpenverein.de/dav-services/panorama-magazin/akklimatisationsprotokoll-hoehenbergsteigen_aid_10978.html  

ich persönlich würde mich nicht ausschließlich auf Sauerstoff verlassen. Lieber auf eine gute körperliche Fitness und ausreichende Akklimatisation und wenn Sauerstoff dann zb. nur für den Notfall einer Höhenkrankheit mitnehmen. Dann ist man denk ich sogar sicherer unterwegs und hat leichteres Gepäck.  Zumindest 7000er sollten ohne O2 noch für die meisten  trainierten Bergsteiger machbar sein denk ich ;)

Viele Grüße

20.12.2018 - 13:50

AW: Höhenkrankheit - offene Fragen

"1. Es werden ja anscheinend nicht alle Menschen Höhenkrank, habe mal nach Prozentzahlen gegoogelt, da waren es eher weniger als 50%. Allerdings denke ich eher, dass es bei manchen nur später eintritt. Kann mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt, der ohne Akklimatisierung auf z.B. 6000m wandern kann ohne Höhenkrank zu werden.

2. Mal angenommen man würde sich eine Sauerstoffmaske aufsetzen oder steckt sich diese Sauerstoff-Kanülen, die man aus dem Krankenhaus kennt, in die Nase, würde man dann auch an der Höhenkrankheit leiden?

3. Wie schnell verliert man die Anpassung? Also, wenn man sich auf 6000m akklimatisiert hat, dann ins Tal steigt. Wie lange kann man Pause mache, bis die Akklimatisierung weg ist und man sich wieder langsam an die 6000m heran robben muss.

Bei 2 und 3 geht es mir rein um die medizinische Aussage, nicht um eine Diskussion über Sinn und Unsinn. Besonders geht es um potenzmittel für männer rezeptfrei kaufen in Deutschland."

Hier stellen Sie eine sehr klare Frage, und die Antworten sind alle etwas vage:(

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.

Nach oben