Höhenkrankheit

20.09.2014 - 23:17

Höhenkrankheit

Hallo :-)

Ich bin neu hier und hätte da mal eine,vielleicht komische, Frage...

Ich bin vor ca. 2 Monaten auf die Zugspitze gewandert. Vorher war ich noch nie in so einer Höhe unterwegs, da ich vom Flachland komme. Das maximalste was ich vorher gewandert bin, waren ca. 1200 Höhenmeter.

Ich habe auf der Wanderung in einer Höhe von ca 2000Hm übernachtet, und über Nacht fing es an mir ziemlich schlecht zu gehen. Auf dem weiteren Weg zum Gipfel, am nächsten Tag, ging es mir nicht schlechter, aber auch nicht besser.

Ich bin zum Gipfel hoch, aber auch am selben Tag vom Gipfel wieder mit der Seilbahn runter nach Garmisch gefahren. Unten angekommen waren alle Symptome wieder schlagartig weg. Ich gehe also davon aus, daß ich die Höhe einfach nicht vertragen habe.

Ich habe dann im Internet zum Thema Höhenkrankheit ein bisschen recherchiert und herausgefunden, daß eine Höhenkrankheit erst nach ca. 6-12 Stunden einsetzt in der man sich in der Höhe befindet...das würde erklären warum es bei mir erst über Nacht kam, und am nächsten Tag der Wanderung, auf ca. 3000Hm, nicht schlimmer wurde, weil ich ja am selben Tag wieder runtergefahren bin...

Jetzt habe ich aber folgende Frage bzw. Problem...

Ich wollte nächstes Jahr nach Australien fliegen, um meine Schwester dort besuchen, die dort lebt. Bisher war mein längster Flug 5 Stunden nach Ägypten.

Was ich auch dahingehend im Internet lesen konnte war, daß man sich in einem Flugzeug auf einer künstlich heruntergesetzten Höhe von ca. 2200Hm befindet...Der Flug nach Australien ginge aber ca 2x12 Stunden...

Ich weiß, jetzt nach der Zugspitzwanderung, daß 2000Hm bei mir ausreichen um, nach gewisser Zeit, Höhenkrankheit bei mir auszulösen.

Ich bin, wie gesagt, bisher nie länger als 5 Stunden geflogen...jetzt habe ich wirklich Angst vor längeren Flugreisen.

Kann mir Jemand Rat geben? Ist es im Flugzeug wirklich dasselbe, als wenn ich auf einer Berghütte in der tatsächlichen Höhe übernachte? Oder wirken im Flugzeug noch andere Dinge, die einem die Höhe "erträglicher" machen?

Ich konnte bisher nichts darüber im Internet finden, über Fliegen und Höhenkrankheit...aber alleine ein Flug z.B. in die USA oder Südafrika oder Südamerika oder in asiatische Länder, da fliegt man ja auch um die 12 Stunden... und es fliegen viele Leute in solche Urlaubsländer...eigentlich müßten manche Leute da ja auch Höhenkrank geworden sein, oder??? Aber darüber ist nichts zu lesen...

Ist es im Flugzeug vielleicht doch was anderes?

Über jeglichen Rat oder Tip würde ich mich freuen, weil ich mich im Moment (nach der Zugspitzerfahrung) echt nicht mehr traue in ein Flugzeug zu steigen, und schon gar nicht bis nach Australien :-(

Lieben Gruß,

Jess

21.09.2014 - 11:14

AW: Höhenkrankheit

Hello :)

Also Symptome der Höhenkrankheit treten erst ab ca. 2500 Metern Seehöhe auf!

Ich vermute in deinem Fall andere Ursachenwie  zu viel Sonne, zu wenig getrunken, Stress bzw. Aufregung, Überanstrengung, nicht 100%ig gesund, 1-2 Bierchen zu viel ;)... sind alles Faktoren die dir eine schlechte Nacht bereiten können. Was waren deine Symptome? Beschreib mal kurz.

Dass Höhenkrankheit erst nach 6-12 Stunden auftritt ist hätte ich so noch nie gehört! Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass vom ersten Stechen im Kopf bis zum Zeitpunkt an dem man auf allen Vieren am Boden herumkrabbelt und alles vollkotzt nicht mehr als 30 Minuten vergehen müssen… Außerdem ist es so dass sich der Körper mit zunehmender Zeit an die gegebenen Verhältnisse anpasst! Es müsste also besser werden.

Ich würde dir Vorschlagen dass du dich einfach nochmal in eine ähnliche Höhe wie auf der Zugspitze begibst und schaust wie es dir geht! Und dabei die oben genannten Punkte beherzt.

Bezüglich Atmosphäre im Flugzeug hast du Recht. Mein Höhenmesser hat Werte ungleich der Abflughöhe angezeigt (ich weiß aber leider nicht mehr wie groß der Unterschied war). Jedoch bin ich mir sehr sicher dass der Wert unter 2500 Metern Seehöhe war! Stell dir mal vor wie vielen Leuten es im Flugzeug schlecht gehen würde wenn der Sauerstoffpartialdruck so niedrig wäre das man Höhenkrank werden könnte (und sollte es zu dem Fall kommt gibt es Sauerstoffmasken!). Dass könnte sich wohl kaum eine Fluggesellschaft erlaube.

Und zwecks „Oder wirken im Flugzeug noch andere Dinge, die einem die Höhe "erträglicher" machen?“ Die Antwort heißt ja! Auf so langen Flügen gibt es meistens gratis Bier und Wein ;D (Naja dass solltest du besser nicht ganz ernst nehmen ;))

Also bezüglich Höhenkrankheit im Flieger mache ich mir definitiv keine Sorgen (andere Probleme können natürlich schon auftreten).

Hoffe ich hab dir geholfen!

lg

21.09.2014 - 22:11

AW: Höhenkrankheit

Hallo jhonny69

Erstmal vielen lieben Dank für Deine Antwort.

Das läßt mich ja noch hoffen, daß ich doch wieder in ein Flugzeug steigen kann, auch für längere Flugreisen :-)

Zu den Symptomen, die ich hatte: Also als wir abends auf der Hütte ankamen hatte ich schon immer mal wieder so ein komisches Kopfpieksen und absolut überhaupt keinen Appettit (was für mich recht ungewöhnlich ist). Ich habe mich dann gezwungen trotzdem was zu essen, damit ich für den nächsten Wandertag bei Kräften bleibe ;-)

Ich bin dann recht schnell eingeschlafen, aber nach ca. 3 Stunden aufgewacht, weil ich ziemliches Herzrasen hatte (ein Puls von ca. 140, aus dem Schlaf heraus). Mein Herz hat nicht nur schnell geschlagen, sondern auch sehr kräftig, ich habe den Herzschlag im ganzen Körper spüren können. Außerdem habe ich schlechter Luft bekommen und so ein komischen trockenen Husten gehabt. Außerdem Schmerzen in der Brust.Mir war schwindelig und übel, so ähnlich wie wenn man zuviel getrunken hat, die Augen zu macht und sich dann alles dreht. Außerdem hatte ich so ein komisches zittern am ganzen Körper, wie wenn einem richtig doll kalt ist oder man Schüttelfrost hat, meine Zähne haben richtig geklappert, aber mir war nicht kalt.

So ging es die ganze restliche Nacht. Am nächsten morgen haben wir lange überlegt, ob ich in dem Zustand überhaupt weiterwandern sollte, aber es war unmöglich anders dort wegzukommen, außer mit einem Hubschrauber, der aber sehr teuer gewesen wäre. Deshalb sind wir weitergewandert zumindest bis Sonn- Alpin, und von dort haben wir die Seilbahn dann zum Gipfel hoch genommen. Wie gesagt, die Symptome sind dann nicht mehr schlimmer geworden, aber halt auch nicht besser.

Runter sind wir dann am selben Tag mit der Seilbahn gefahren, und von Meter zu Meter, den es nach unten ging, ging es mir besser...unten wieder angekommen waren alle Symptome wieder schlagartig weg.

Ich bin dann trotzdem noch ins Krankenhaus gefahren, weil ich ein bisschen bedenken hatte, daß es was mit dem Herzen sein könnte. Aber Herz und Lunge war alles in Ordnung. Die Blutwerte waren auch alle in Ordnung, außer der TSH-Wert, der war mit 4,8 weit zu hoch, während die anderen Schilddrüsenwerte (T3 und T4) aber in Ordnung waren. Mir wurde dann gesagt, daß ich warscheinlich die Höhe einfach nicht vertragen habe und daß ich meine Schilddrüsenwerte in 4 Wochen nochmal überprüfen soll. Das habe ich auch getan, aber jetzt zuhause war der TSH-Wert auch wieder in Ordnung.

Da bin ich ja echt erleichtert, daß es im Flugzeug dann doch etwas anderes ist :-) Bisher hatte ich beim Fliegen auch nie Probleme, aber wie gesagt, so lange bin ich ja auch noch nicht geflogen und nachdem ich häufiger gelesen habe, daß Höhenkrankheit erst nach ein paar Stunden einsetzt, hatte ich nun wirklich Bedenken.

Du hast mir also schonmal sehr geholfen :-)

Lieben Gruß,

Jess

22.09.2014 - 08:25

AW: Höhenkrankheit

Hi,

Naja das klingt schon nach Symptomen der akuten Höhenkrankheit... (ich bin aber kein Mediziner!!) Vor allem da sie mit dem Abstieg verschwanden.

Ich habe jetz in einem Wikipedia Artikel gelesen dass der Kabinendruck in Passagierflugzeugen ca so wie auf 2500 Metern Seehöhe ist. Und eben erst ab der Höhe können AMS Probleme aufkommen (da hat sich vielleicht wer was gedacht ;)) -> de.wikipedia.org/wiki/Druckabfall_im_Flugzeug

Kannst dich ja für den Flug akklimatisieren :D

lg

23.09.2014 - 00:07

AW: Höhenkrankheit

Hallo jhonny :-)

Ja, bin mir auch sicher, daß es mit der Höhe zu tun hatte. Das meinten die Ärzte im Krankenhaus ja auch. Ich bin halt echt totaler Flachlandtiroler (komme aus Hannover). Bin aber in den letzten 2 Jahren viel und gerne gewandert, aber halt nur bis ca. 1200Hm.

Und mir wurde halt im Krankenhaus gesagt, daß Höhenkrankheit normalerweise erst bei ca. 2500 Metern auftritt, wie Du schon genau richtig geschrieben hast... ABER wenn ich die Höhe so absolut gar nicht gewohnt bin, kann es auch schon bei 2000 Hm, oder sogar noch niedriger auftreten.

Ja, genau sowas habe ich auch gelesen, daß man innerhalb eines Passagierflugzeuges eine "gefühlte" Höhe von ca. 2200-2300 Hm hat, deshalb ja meine Bedenken, wenn ich länger als 5 Stunden fliegen sollte.

Daß Symtome der Höhenkrankheit erst nach 6-12 Stunden auftreten habe ich auch des öfteren im Internet gelesen...ich habe allerdings auch gelesen, wie Du schon ganz richtig geschrieben hast, daß manche Leute, die die Höhe nicht gewohnt sind, und trotzdem zu schnell zu hoch aufsteigen (z.B. mit der Seilbahn) oben ankommen und SOFORT zusammenklappen, wie Du das schon so ganz gut ausgedrückt hast: Auf allen Vieren krabbeln und alles vollreihern ;-)...das ist mir, Gott sei Dank, erspart geblieben, da wir hochgewandert sind...ich möchte gar nicht wissen wie es mir ergangen wäre, wenn ich von ganz unten mit der Seilbahn hochgefahren wäre :-(...Die letzten 300Hm von Sonn-Alpin zur Zugspitze rauf, mit der Seilbahn, haben dann auf jeden Fall absolut keinen Unterschied mehr bei mir gemacht...

Hätte es mir nicht eigentlich bei der Höhenkrankheit in der weiteren Höhe noch schlechter gehen müssen? Ich mein, ich bin an dem Tag noch weitere 600Hm hochgegangen und weitere ca. 300Hm gefahren, das macht ca. 900 weitere Höhenmeter, da hätte es mir mit der Höhenkrankheit ja eigentlich schlechter gehen müssen, oder? Desweiteren zählt zu einem der Hauptsymptome bei Höhenkrankheit auch Kopfschmerzen...hatte ich gar keine...gut, ich bin auch kein Mensch, der schnell zu Kopfschmerzen neigt...ich hatte ein bisschen pieksen im Kopf, aber nicht schlimm und immer nur kurz mal zwischendurch...aber nichts schlimmes, zumindest nicht im Vergleich zu den restlichen Symptomen, die über Nacht kamen, die waren echt heftig :-(...wünsch ich meinem schlimmsten Feind nicht... 

Ich find es echt schade, weil mir das Wandern echt gut gefallen hat, und konditionell bin ich relativ fit, durch Joggen und Squash etc...und es war bei weitem nicht so, daß ich jetzt total kaputt oder erschöpft gewesen wäre, der Weg, zumindest über das Reintal, ist nicht sehr schwer, wenn man nicht grad total "Couch-potatoe" ist ;-)...mein Körper hat nur irgentwie gestreikt.

Ich habe mich über diverse Sportmediziner in meiner Umgebung informiert und dort auch angerufen, aber keiner davon kennt sich mit "Höhenproblemen" aus, die meisten hier machen nur Ernährungssachen usw.... im Süddeutschem Raum allerdings gibt es einige Ärzte, die sich damit auskennen, aber 800km für ein Arzttermin zu fahren, und auch wieder 800km zurück, ist dann doch ein bisschen weit ;-)

Sogar der Arzt bei dem ich hier in Hannover dann wegen der Schilddrüse war, der ist Nuklearmediziner, aber auch Sportmediziner, aber auch der konnte mir nichts über Seehöhe in Kombination mit Schilddrüse sagen, außer daß man mit einer Unterfunktion der Schilddrüse halt beim Bergwandern schneller erschöpft ist...aber ich war nicht erschöpft, ich war körperlich "lahmgelegt", aufgrund der Symptome...und eine Schilddrüsenunterfunktion kommt bei mir halt auch nicht in Betracht, da die T3 und T4 Werte in Ordnung waren, und der TSH-Wert auch wieder, zurück im Flachland, normal waren.

Ich weiß, Du bist kein Mediziner und selbst wenn Du einer wärst, würde es mir auch nicht helfen wenn Du irgentwelche Ferndiagnosen, aufgrund eines Postings hier, erstellen würdest, könntest Du auch gar nicht, selbst wenn Du Mediziner wärst.

Aber Du bist doch bestimmt Bergwanderer, und bist garantiert schon auf mehr Höhe wie die Zugspitze unterwegs gewesen....Hattest Du nie Probleme mit der Höhe? Oder hast Leute erlebt, die damit Probleme hatten? Falls doch, wie hat sich das bei Dir oder den anderen geäußert? Tatsächlich so ähnlich wie bei mir?

Über jeglichen Erfahrungsbericht würde ich mich freuen :-)

Lieben Gruß,

Jess

24.09.2014 - 17:35

AW: Höhenkrankheit

Hi Jess :)

Also ich sag nur nochmal: Ums Flugzeug mach ich mir keine Sorgen! Vergiss nicht dass du beim Bergsteigen eine ganz andere Belastung hast! Im Flieger sitzt du ja nur faul herum ;) Das is sicher auch ein wichtiger Faktor!

Mein erster Kontakt mit Höhenkrankheitssymptomen war am Eiger (3970m). Früh aufstehn, mit der Jungfrauenbahn zur Station Eigergletscher und über die Westflanke zum Gipfel. Ca 50-100 Meter unterm Gipfel hab ich das erste Mal ein bisserl Kopfweh gspürt… Hab mir aber keine Gedanken gmacht und bin weiter zum Gipfel. Schnell Fotos und… da hab ich mir dann schon mal gedacht dass nicht alles ganz ok ist. Aber was solls… runter müssen wir ja sowieso :) Also auf Richtung Eigerjöcher. Und obwohl wir dann schon im Abstieg waren hat es mich komplett umghaut.

  • Kopfweh
  • Übelkeit (in Kombination mit dem Kopfweh teilweise so böse dass ich wirklich auf allen Vieren am Grat herumgetorkelt bin)
  • Kraftlosigkeit (hab mich nicht mehr selber abgeseilt -> wurde nur mehr abgelassen)
  • Erbrechen
  • leichter Schwindel (also angeseilt im leichten Gelände)
  • und das beste zum Schluss: Magenprobleme (sehr spaßig auf einem schmalen Grat :D )

So ca in der Reihenfolge hat sich das zugetragen. Schlimmer als der schlimmste Vollrausch den ich jemals ghabt hab :D

Handyempfang war gut aber aus… also zu Fuß weiter bis wir doch noch telefonieren haben können. Bis dann der Hubschrauber da war ist es mir schon merkbar besser gegangen (sind doch ca 350 hm niedriger) aber da meine gesunden Kollegen noch ca 5 Std bis zur Mönchsjochhütte gebraucht haben war die Hubschrauber Entscheidung sehr gut! Im Tal ging es mir sofort besser. Ich war nur müde… klar nach gut 1600 hm im Aufstieg.

Fazit von mir und dem Arzt in Interlaken:

  • Überanstrengung: nicht nur weil die Tour lang ist sondern weil ich am Vortag halt auch 10 Std im Auto gesessen bin.
  • Nicht 100%ig gesund
  • Viel Sonne
  • Zu wenig gegessen (1 Brot und 2 Müsliriegel… eigentlich komplett idiotisch ;) )
  • Nicht akklimatisiert: also von zu Hause auf 500Hm auf knapp 4000 in 24 Std.
  • VIEL zu wenig getrunken: und das ist glaub ich mein Hauptproblem gewesen.

Es haben also einige Faktoren mir das Leben schwer gmacht.

Ich weiß aber auch von anderen Bergen mit ca der Höhe dass ich keine Probleme gehabt habe (z.B. Groß Glockner, eine Hand voll hohe 3000er und niedrige 4000er im Iran,…). Tja… andere Umstände machen viel aus.

Ich habe somit die volle Palette an Symptomen der akuten Höhenkrankheit ausgefasst :D Nachmachen ist nicht sehr empfehlenswert!

lg

23.09.2014 - 11:18

AW: Höhenkrankheit

Wenns mir auf da Hütten weiter oben in da Nacht plötzlich schlecht geht, hods meist andere, eindeutige Ursachen .... und am anderen Tag unten is a wieder alles weg .... ;.)

24.09.2014 - 17:37

AW: Höhenkrankheit

Jaja die sehr weit verbreitete Hüttenkrankheit!

Hat schon die besten Bergsteiger in die Knie zwungen :D

25.09.2014 - 23:19

AW: Höhenkrankheit

Hallo nochmal :-)

Das hört sich ja echt fies an, sooooo schlecht ging es mir, Gott sei Dank, nicht...ich hatte halt nur Bedenken, daß es ja auch das Herz sein könnte, weil ich dieses Herzrasen hatte und Schmerzen in der linken Brusthälfte, außerdem schlechter Luft bekommen habe....Obwohl schwindelig und übel war mir schon ganz schön, aber übergeben mußte ich mich, Gott sei Dank, nicht...Kopfschmerzen hatte ich gar keine (nur dieses Kopfpieksen ab und zu), und kraftlos habe ich mich auch nicht gefühlt, also zumindest nicht mehr als für die Umstände angebracht gewesen wäre, wenn man zum ersten mal in so einer Höhe wandert.

Weißt Du zufällig noch was Dich der Rettungshubschraubereinsatz gekostet hat? Die auf der Hütte meinten nur, daß es seeehr teuer wird, konnten mir aber nicht genau sagen wieviel, was dann einer der Hauptgründe für mich war zu Fuß weiter zu Sonn-Alpin aufzusteigen.

Desweiteren habe ich auch gelesen, daß man, wenn man die Höhenkrankheit einmal hatte, demnächst schneller dazu neigt es wieder zu bekommen. Kannst Du das nach Deiner Erfahrung bestätigen? Oder hat es Dich die nächsten male in gleicher Höhe nicht mehr getroffen? Sodaß es wirklich ausschließlich an dem Tag an Deinen genannten "ungünstigen" Faktoren lag?

Also, die oben genannte "Hüttenkrankheit" war es bei mir definitiv nicht ;-) :-D...wie schon oben geschrieben mußte ich mich zwingen auf der Hütte überhaupt was zu essen, weil ich absolut keinen Appetit hatte. Außerdem muß ich zu meiner Schande gestehen, daß ich Raucherin bin, aber dort oben mochte ich nichteinmal mehr rauchen. Aber vielleicht sollte ich es beim nächsten mal mit ein, oder zwei, oder auch drei Hüttenschnäpsen probieren, vielleicht geht es mir dann besser ;-) :-D

Was das Fliegen angeht, habe ich mir überlegt, einen Stop-over auf dem Hin-und Rückflug einzuplanen, sollte es mir dann doch schlecht gehen, dann wenigstens nicht 24 Stunden in einem Stück...und/oder ich verschiebe die Reise nach Australien um ein Jahr, und probiere es nächstes Jahr erst nochmal im Gebirge, um zu sehen, ob es mir dann wieder so ergeht wie auf der Zugspitze.

Ich hatte da an eine Tour in den Dolomiten gedacht. Hat vielleicht Jemand eine gute Idee für eine Tour dort? Es gibt dort ja Unmengen an Wandertouren und Hütten...Es sollte eine einfache Tour sein, ohne Klettersteig, und maximal bis 3000 Metern Höhe.

Lieben Gruß,

Jess

26.09.2014 - 19:18

AW: Höhenkrankheit

HI,

Der Hubschrauber Einsatz am Eiger hat ca 2500€ gekostet. Dabei war der Hubschrauber warscheinlich keine 30 Minuten in der Luft. Am Großglockner waren die Einsatzkosten jenseits der 10000€! (Ja... mein Jahr 2013 war nicht sonderlich spaßig)

Um die Bezahlung hat sich aber die Versicherung die bei der Alpenvereinsmitgliedschaft dabei ist gekümmert. Die sind super unkompliziert und unbürokratisch. Du bekommst die Rechnung und schickst sie inklusive kurzem Unfallsbericht direkt weiter an die Versicherungsanstallt. Die schauen dann ob noch andere Versicherungen greifen (von VISA, private verischerungen,...) und das wars.

Solltest du öfter in den Bergen unterwegs sein leg ich dir sehr nahe beim Alpenverein einzutreten. So ein Unfall/Krankheitsfall kann dich zum Privatkonkurs bringen... Ich vermute mal dass der DAV da sehr ähnlich ist wie der ÖAV bzw die REGA in der Schweiz. Geld darf nie eine Rolle spielen wenn es um deine Sicherheit geht. Aus finanzieller Sicht auf einen Bergrettungseinsatz zum verzichten is net gscheit.

Nach den Problemen am Eiger hab ich einen Tag im Tal verbracht und bin dann aber gleich wieder auf ca 2800Hm aufgestiegen. Schön langsam und mit mehr trinken/essen. Habe überhaupt keine Probleme gehabt.

Ein weiteres mal habe ich Ansätze der akuten Höhenkrankheit am Damavand (5671Hm) gehabt. Da habe ich allerdings relativ früh reagiert und bin noch zurück zur Hütte abgestiegen bevors zu spät war. Dort war der ganze Blödsinn wieder zurückzuführen auf:

  • nicht gesund (Halsweh beim Aufstehn)
  • schlecht akklimatisiert (waren zuvor nur auf gut 4000Hm unterwegs. Camp 2 am Damavand liegt auf 4200Hm und somit waren wir für die Gipfeletappe nicht gut gerüstet)
  • wieder zu wenig getrunken (da muss ich echt aufpassen! aber es war so kalt dass Durst nie wirklich ein Thema war. Und wenn man e schon so angestrengt ist dann hat ma einfach keine Lust den Rucksack runterzunehmen zum Trinken)
  • zusätzlich ist es da oben seeehr schwefelig. Das macht Übelkeit gleich mal noch gemeiner ;)

lg

26.09.2014 - 22:40

AW: Höhenkrankheit

Jessany, ganz einfach:

Sch...ß jetzt nicht unnötig rum. Hör komplett zum Rauchen auf, geh regelmäßig bzw. regelmäßig oft in die Berge, taste Dich höhenmäßig immer weiter nach oben und denk ned zuviel nach, wenns mal schlecht geht. Da dann eben vielleicht wirklich ein bis zwei Schnaps!

Berg Heil!

29.09.2014 - 16:25

AW: Höhenkrankheit

Lange Rede kurzer Sinn... ich schließ mich dem Wuidereran!

*good*

lg

30.09.2014 - 22:28

AW: Höhenkrankheit

Hey :-)

Danke Euch für die Antworten...der Tip von Dir, jhonny, mit dem Eintreten in einen Alpenverein ist auf jeden Fall schonmal eine gute Idee.

Daß mit dem regelmäßig in die Berge gehen ist bei mir leider nicht möglich, da ich aus Norddeutschland komme und dann mal eben 800 km fahren müßte, wenn ich höher wandern will als 1200 Meter...aber ich werde es nächstes Jahr nochmal in den Dolomiten versuchen und gucken, wie es mir dort dann geht...

Trotzdem euch beiden erstmal vielen lieben Dank für die Antworten :-)

Lieben Gruß,

Jess

14.07.2015 - 17:16

AW: Höhenkrankheit

Jap ich kann mich meinen vorschreibern nur anschließen, man sollte die Naturgewalten nicht unterschätzen. So eine Sonne kann ganz schön heftig sein. Da ist viel trinken absolut wichitg. Aber auch gutes training ist entscheidend, um eine Gipfelbesteigung gut zu überstehen.

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