Meinung zu LVS-Geräten

08.11.2016 - 07:37

Meinung zu LVS-Geräten

Allgemein: Bei einem Gerät das jemandem helfen soll einem Verschütteten das Leben zu retten, sollten nur technisch einwandfreie Geräte eingesetzt werden. Speziell beim Senden sollte kein LVS-Gerät zu Störung von den suchenden Geräten führen. Weil das könnte Leben kosten !

Technisch betrachtet wurde mein Vertrauen in die Qualität von BCA mit den ersten beiden Versionen vom Tracker (Tracker 1 und 2) stark erschüttert. Auch wie diese Geräte überhaupt die Norm-Prüfung bestanden haben, ist mir ein Rätsel. Technische Erklärung weiter unten.

Der Mythos dass Tracker 1 damals so schnell war, ist Technisch nicht wirklich nachvollziehbar.

OK, der Tracker 1 hatte nur 2 Antennen, wo dann die Signal-Auswertung deutlich weniger Berechnungen benötigt. Aber dies hat z.B. Pieps beim DSP mit einem schnelleren Prozessor locker ausgeglichen.

Die Berechnungen liegen sowieso nur im Milli-Sekunden Bereich. (den Zeitunterschied bei den Berechnungen merkt man also nicht wirklich)

Weil: Der kurze Sendeimpuls wird von den Sendenden-Geräten nur ca. jede Sekunde ausgestrahlt.

Diese Zeit der Sende-Pause kann ein noch so schneller Prozessor nicht ausgleichen ! (nur Sekundentakt)

Pieps DSP hatte schon in der ersten Version einen schnelleren Prozessor verbaut als der BCA Tracker 1.

Wichtiger ist dass die Hardware gut ist (Layout) so dass möglichst konstante Messergebnisse und Zahlen am Display erscheinen. (gute Signaltrennung der Software in Kombination mit Hardware)

Die Tracker 1 (und 2) haben beim Senden ihre massive Schwäche (machen es schwer Mehrfachverschüttungen zu lösen = können die Suchzeit auf dem gesamten Lawinenfeld massiv verlängern). Erklärung: Nachweislich senden Geräte aus mehreren Chargen auch in der Sende-Pause mit einem schwachen Sendepuls. Dies wurde auch von verschiedenen LVS Tests wie z.B. von DAV bestätigt.

(ein Tracker als Sender führte zu Mehrfachverschüttungsanzeige, Markierfunktion funktionierte nicht mehr)

Das technische Problem war: es wurden eben ab und zu oder auch bis jedes mal schwache Sendeimpulse während der Sende-Pause ausgestrahlt. So ist für das Suchende Gerät, die Signal-Trennung nicht mehr einfach möglich (differenzieren ob das Sendesignal zum Verschütteten 1 oder 2 gehört). Weil das schwache Stör- Sendesignal eben von der Signalstärke und dem Puls zu Pausenverhältnis nicht zu einem Gerät zuordenbar war. Darum wurden auch mehrere verschüttete angezeigt obwohl es genau 1 sendendes Gerät war. Die Markierfunktion war dann fürs suchende Gerät auch nur schwer möglich.

Meine logische Schlussfolgerung: Tracker 1 und 2 führen zu Störaussendung auf dem Lawinenfeld und sollten desshalb vom Markt !! Ich finde es eine Frechheit dass sowas überhaupt die Norm-Prüfung bestanden hat. (was mich bedenklich stimmt)

Quellen:

Messungen von den Sendesignalen habe ich selber durchgeführt (Technischer Entwickler)

Diese Messungen erklärten auch exakt das Verhalten das verschiedene Feld-Tests wie die von DAV, Bergsteigen,... zeigten. (Tracker als Sendegerät führte zu Mehrfach-Verschütteten-Anzeige, Markierfunktion erschwert,...)

Den Aktuellen Tracker 3 habe ich noch nicht gemessen. Mein Vertrauen in die Qualität dieser Firma ist allerdings erschüttert.

Meiner Meinung nach werden die besten Suchergebnisse erzielt wenn nur PIEPS DSP geräte oder aktuelle Mammut LVS-Geräte eingesetzt werden. (wenn auf einem Lawinenkegel nur diese Geräte Senden und empfangen)

Deshalb empfehle ich momentan (November 1016) nur PIEPS DSP oder Mammut LVS Geräte.

Quelle: GPSMaxl

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.

Nach oben