Klettern auf Kreta

27.02.2017 - 19:46

Klettern auf Kreta

Hallo!

Wir planen in diesem Jahr nach Kreta zum Klettern zu fahren.

In unsere engere Auswahl ist das Gebiet um Agiofarago sowie auch das von Albert Precht beschriebene und eingerichtete Gebiet um den Perivolakia-Canyon etc. gekommen.

Hier unsere Frage, ob jemand in letzter Zeit eines der beiden Gebiete aufgesucht hat und berichten kann, wie es dort zu Klettern ist? Fels? Absicherungen (plaisir oder alpin)?

Und weiß jemand vielleicht auch Unterkünfte zu empfehlen?

Danke!

LG, zaca

02.03.2017 - 15:40

AW: Klettern auf Kreta

hallo ,

 

war vor zwei oder drei jahren mit der familie auf kreta, klettern nur agiofarango. entweder etwas längerer anmarsch (vor allem mit kleinen kindern), oder du benutzt den zweiten parkplatz. dann ist du zufahrt allerdings anspruchsvoll. fahren auch normale pkws hinter, wri hatten einen kleinen geländewagen als leihauto und sind uns nicht "overequipped" vorgekommen.

lnadschaftlich sehr schon,. gibt von goedecke auch einige cleane msl, das was wir geklettert sind, war alles sportklettermäßig abgesichert. schwierigkeitsmäßig geht es so ab dem franz. 4/5 grad los, steilweise sehr lohnende touren, leider ist nach meiner erinnerung die auswahl für mehrere tage bis zum unteren franz. 6ten grad doch etwas überschaubar. deutlich reichhaltiger wäre die auswahl im franz. 7ten und 8ten grad, können wir leider nicht klettern.

übernachtung hatten wir pauschal in einem hotel in matala.

06.03.2017 - 17:55

AW: Klettern auf Kreta

Kreta ist landschaftlich sehr schön, ich war das letzte Mal als Kind dort und hoffe dass ich dort auch noch zum Klettern hinkomme! ;) Zaca berichte mal wenn du dort warst!

Gruß, Paula

06.03.2017 - 19:05

AW: Klettern auf Kreta

Lieber Opa,

danke für deine Beschreibungen von Agiofarango! Immerhin gibt es also zumindest einige kletterbare Routen in den unteren Schwierigkeitsbereichen, die gut abgesichert sind. Aber wir werden sehen. Kreta wird nicht Kalymnos sein ;-) 

Jeder Insel ihre Schönheit :-)

Liebe Paula,

versprochen, werde berichten, sobald wir wieder zurück sind (das wird so um Mitte Juni sein).

Liebe Grüße,

zaca

08.03.2017 - 12:13

AW: Klettern auf Kreta

dafür nicht. wie gesagt ein bisschen was zum leichtklettern gibt es schon, nach ein paar tagen wird es schon knapp. die seite kennst du wahrscheinlich:

 

www.climbincrete.com/en/Climbing/Agiofarago

lohnendsten sektoren zum genussklettern sind nach meiner erinnerung die sektoren 14 und 15. direkt gegenüber auf der anderen schluchtseite gibt es auch noch leichtere touren, ich schätze mal,  4-5 zusätzliche, die noch nicht im topo sind. sollte sektor 6 sein. ansonsten findet sich vereinzelt auch noch was, direkt am strand noch mehr. da kann es allerdings passieren, dass du sonnenabeter bitten musst, dein einstieg zu räumen. msl gäbe es auch, aber nichts gemacht, da kinder dabei. plaisirmäßig abgesichert erinnere ich mich an eine 6b msl, ansonsten, wie gesagt, von goedeke cleane sachen, ich glaube so zwischen 4 und 6. findest du topos aber nur in diesem goedeke auswahlführer (winterfluchten, glaube ich).

viel spass!

05.07.2017 - 11:50

AW: Klettern auf Kreta

Hallo!

Wir sind wieder gut zurückgekommen, von Kreta. Und nun wie versprochen einige Eindrücke:

Wir waren die ersten zwei Juni-Wochen da, Wetter war wunderschön (nur 1x Gewitter), oft jedoch zum Klettern zu warm (ein paar Wochen vorher wäre günstiger gewesen).

Unseren Stützpunkt hatten wir in Matala, das liegt mittig an der Südküste, und wir haben uns ein wenig die Klettergebiete Agio Farago (1/2 Autostunde entfernt), Kapetaniana (1 Autostunde entfernt) und Plakias (etwas weiter in der anderen Richtung) angesehen.

"Ein wenig" deshalb, weil es auch sonst viel zu sehen und erleben gab: Zwei schöne Strände bei Matala: Red Beach und Komo Beach, viele Ausflüge mit Auto und Boot sowie eine Wanderung auf den Berg Kofinas (das war der Tag mit dem Gewitter) und weil es relativ warm / heiß war und wir die oft nur kurze Schattenzeit der Routen nutzten.

Wir wollten Sportklettern und wählten Routen in den unteren Schwierigkeitsbereich. Wir waren überrascht, dass die Routen sehr gut abgesichert waren (Normhaken in meist sehr kurzen Abständen), nur einige von ihnen - in Kapetaniana - hatten an den Umlenkern Rost angesetzt.

Wir haben uns in Matala einen Leihwagen genommen (war dort am preisgünstigsten), einen Nissan Micra (1200ccm). 

Auf dem Weg nach "Agio Farago" ist ab dem Kloster "Moni Odigitrias" Schluss mit Asphaltstraßen, ab da ca. 4km bis zum 1. Parkplatz "Agio Farago" ging mit unserem Auto jedoch gut (allerdings sind nur Jeeps auf Schotterstraßen versichert), von hier geht man bis zum 2. Parkplatz ca. 30 Minuten zu Fuß.

In Kapetaniana sind die Schotterstraßen in besserem Zustand (schöne und gut mit Leitplanken gesicherte Asphaltstraße über zahlreiche sehr luftige Serpentinen bis Kapetaniana), die wir bis zum Parkplatz für den Sektor "Schafstall", bzw. "Minoische Bibliothek" recht problemlos befahren haben. 

In Kapetaniana (besonders "Schafstall") wie auch in der Schlucht "Agio Farago" gibt es mehr Routen (auch im unteren Schwierigkeitsbereich) als in den beiden Kletterführern beschrieben, allerdings ist ein 70m Seil von Vorteil.

Bei Plakias sind wir nur im Sektor "Dhamnony Bay Cliff" geklettert und haben die Hauptwand direkt am Strand nur von der Ferne gesehen. Der Sektor Dhamnony Bay Cliff hat viele leichte Routen in teilweise bombenfestem Fels, teils sehr schöne Routen, allerdings ist die Umgebung wenig berauschend, da direkt an einer Müllhalde für Bauschutt. Aber wenn man in der Nähe ist und gerne niedrige Schwierigkeitsgrade klettert, ist er sicher einen Besuch wert (auf Hauptstraße auf Abzweigung zum "Hotel Dhamnony Bay" achten).

Ansonsten ist Matala ein aufgewecktes Örtchen (der Strand direkt dort hat uns nicht so gefallen), mit viel Musik (auch schon vor dem jährlichen Musikfestival), viel Hippiefeeling (Joni Mitchell und Cat Stevens waren da), einem superguten und preislich fairem Restaurant "Sunset", zumindest 2 seriösen Autovermietungen "Cretan Travellers" und "Kri-Kri" sowie einem sich hinter Bergen von Postkartenständern versteckendem "Book Center", das wirklich einen Besuch wert ist (Kletterführer, Top-Wanderkarten und überhaupt viel Wissenswertes über Kreta und Matala - auch auf Deutsch)!

05.07.2017 - 17:45

AW: Klettern auf Kreta

schön ,wenn es euch gefallen hat! schafstall seid ihr auch gewesen? da haben wir seinerzeit auch mal eine tour geklettert, bis es uns rausgewittert hat. nomen est omen: war seinerzeit doch eine ziemlich grenzwertige häufung von schafskötteln vorhanden, vor allem mit kindern, dei am wandfuß spielen wollen. bolts inklusive umlenkungen haben teilweise einen wenig vertrauenerweckenden eindruck gemacht. schaut es da immer noch so aus?

 

Gruß

opa

07.07.2017 - 17:59

AW: Klettern auf Kreta

Hallo Opa,

Schafstall waren wir, da gibt es 3 Untersektoren, wir waren bei "Slalom" und "Sheeps's Cliff" ("Achilles" nicht). Ja, es sind schon einige Schafe auch im Fels über den Routen ab und zu herumgesprungen, an Schafskötteln kann ich mich jetzt nicht so erinnern, werden schon auch da gewesen sein. Mir sind nur die vielen Bienen aufgefallen die einen beachtlichen Lärm gemacht haben, war aber nicht so, dass die Bienenstöcke (die man dort oft sieht) in der Nähe gewesen wären.

Die Haken in "Slalom" waren tadellos und sehr neu, auch Routen, die als zum selber Absichern im Buch vorgestellt waren, sind komplett gut sportklettertechnisch abgesichert , es gibt dort auch völlig neue Routen, besonders leichte (UIAA ca. 4 und 5), schöne Platten mit Wasserrillen.

"Sheep's Cliff" hatte noch zum Teil dazwischen alte rostige Haken, auch die Umlenkung war zum Teil verrostet.

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