Janja Garnbret in Meiringen (c) IFSC
18 April 2021

Garnbret verteidigt Boulder-Titel, Ondra holt 20. Goldmedaille in Meiringen

Gewohnte SiegerInnen beim ersten Boulder Weltcup der Saison. Keine Österreicher unter den Top 10 und Alex Megos wird Achter.

 

Der lang erwartete erste IFSC-Weltcup der Saison 2021 ging in Meiringen in der Schweiz zu Ende. Bei den Damen verteidigte die Slowenin Janja Garnbret ihren Thron, bei den Herren siegte der Tscheche Adam Ondra. 

Pure Freude bei Ondras Sieg bei den Herren

Ondra (28) holte sich heute Abend im Finale der Herren seine 20. Weltcup-Goldmedaille, wobei seine Überwindung des vierten Boulders den Ausschlag zwischen dem ersten und zweiten Platz gab. Ondra, der amtierende Weltmeister im Lead, der bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio antreten wird, erzielte drei Tops und drei Zonen und explodierte nach dem letzten Boulder mit einem lauten Jubelschrei. 

"Es war ein unglaublicher Wettkampf, und obwohl es keine Zuschauer gab, haben die Wettkämpfer selbst so eine tolle Stimmung gemacht", sagte Ondra. "Ich bin auf dem letzten Bouder gestürzt, aber ich habe weiter gepusht und bin immer weiter gegangen, und plötzlich war ich am Top - eine Explosion der Gefühle."

Zweiter wurde der Japaner Yoshiyuki Ogata (23), der mit zwei Tops und vier Zonen das vierte Weltcup-Podium seiner bisherigen Karriere erreichte. Sein Landsmann Tomoaki Takata (26) komplettierte das Podium bei den Herren als Dritter mit einem Top und vier Zonen - für den letzten Boulder reichte die Zeit nicht mehr. 

Der Japaner Kokoro Fujii (28), der sich als Erster für das Halbfinale der Herren qualifiziert hatte, beendete den Wettbewerb als Vierter, während sein Teamkollege Sohta Amagasa (20) bei seinem IFSC-Weltcup-Debüt den sechsten Platz belegte. Der US-Amerikaner Nathaniel Coleman (24) erreichte den fünften Platz, nachdem er bis zum Schluss um eine Top-Platzierung im Männer-Vierer gekämpft hatte - als einziger Athlet neben Goldmedaillengewinner Ondra. Coleman ist auch ein Olympiateilnehmer für Tokio 2020. 

Janja Garnbret  in Meiringen (c) IFSC
Adam Ondra freut sich über seinen Sieg (c) IFSC
Janja Garnbret (c) IFSC
Die Sieger bei den Herren (c) IFSC

Garnbret verteidigt Boulder-Titel

Nachdem sie die gesamte Boulder-Saison 2019 dominiert hatte, kehrte Garnbret (22) auch 2021 mit einer starken Leistung zurück und feierte ihren siebten Boulder-Weltcup-Sieg in Folge. Die amtierende Boulder-, Lead- und Kombinations-Weltmeisterin flashte im Finale des Abends zwei Boulder und brauchte nur zwei Versuche für das Top bei den restlichen beiden Bouldern. Mit ihrem typischen Janja-Flick", bei dem sich Garnbret in eine skorpionähnliche Position begibt, während sie sich durch eine dynamische Bewegung schwingt, holte sich die Tokio 2020-Athletin ihre 27 Weltcup-Gold-Medialie. 

"Ich habe es wirklich genossen. Wir hatten bisher keine Wettkämpfe [im Jahr 2021], also ist es gut, zurück zu sein", kommentierte sie. "Ich habe letztes Jahr und dieses Jahr hart trainiert, also gehe ich zuversichtlich in die Saison, wobei das größte Ziel im August liegt. Zurück zum Training!" 

Mit gerade einmal 16 Jahren ist Oriane Bertone ein neuer Name, den man in der Sportkletter-Szene beobachten sollte. Bei ihrem Debüt im Senioren-Weltcup an diesem Wochenende kletterte Bertone mit zwei Tops und vier Zonen auf den zweiten Platz, wobei ihre französischen Teamkollegen den aufsteigenden Star lautstark unterstützten. Gleichauf mit Bertone und damit auf dem Bronzerang war Natalia Grossman (19) aus den USA. Da sie mehr Versuche als Bertone benötigte, beendete Grossman den Weltcup auf dem dritten Platz. 

Sportkletter-Veteranin und Tokio 2020-Olympionikin Akiyo Noguchi (31) aus Japan schaffte es im Finale nicht, eine Spitze zu erreichen und verpasste daher als Vierte das Podium. Garnbrets Landsfrauen Vita Lukan (20) - die bei den Olympischen Jugendspielen Buenos Aires 2018 eine Silbermedaille gewann - und Katja Debevec (25) belegten die Plätze fünf und sechs. 

Erfolglose ÖsterreicherInnen

Bei den Herren verpasst Olympiateilnehmer Jakob Schubert sogar das Semi Finale und landet an 23. Stelle, etwas besser ging es Nicolai Uznik, der als bester Österreicher Rang 14 erreichte.

Bei den Damen erreichten Franziska Sterrer und Jessi Pilz die Ränge 11 und 12.



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