Fellabnehmen mit Skiern an den Füßen - der Spitzenspanner macht das möglich...
08 Februar 2019

Skitouren-Steigfelle – der unterschätzte Erfolgsfaktor bei der Skitour

Skitouren-Steigfelle sind am Tourentag in 80% der Zeit der entscheidende Faktor. (Know How + Advertorial)

Bei einer Skitour verbringen wir in der Regel ¾ der Zeit mit dem Aufstieg zu unserem Gipfelziel und dabei ist das Steigfell der alles entscheidende Faktor. Beim Kauf der Tourenausrüstung wird dem Steigfell aber nur wenig Beachtung geschenkt. Es ist normalerweise beim Ski dabei oder man entscheidet sich oft für ein Billig-Modell, um den Gesamtpreis der Skitouren-Ausrüstung gering zu halten.

Doch gerade das Fell kann über Erfolg (man kommt zügig und gut voran) oder Misserfolg (ich muss mich plagen) entscheiden. Sicher, nur wenn man sich wirklich schinden muss, wird man besser – deshalb aber ein schlechtes Fell zu nehmen, das nicht gleitet und auf dem der Schnee kleben bleibt, ist nicht zielführend. Wenn das Fell perfekt ist, hat man den meisten Spaß auf der Skitour und es geht sich evtl. sogar der ein oder andere Zusatzgipfel aus.

Die Unterseite, welche beim Aufstieg auf dem Schnee haftet, besteht meist entweder aus der Naturfaser Mohair (die Haare der Angoraziege) oder aus Synthetik (Nylon) bzw. aus einem Mix der beiden Materialien. Climb and Glide – auf diesen Faktor fokussieren sich z.B. Steigfellhersteller wie Pomoca, bringt doch ein Steigfell mit hervorragenden Gleiteigenschaften eine Energieeinsparung von 20%.

Felle haben vor allem im Rennsport der Skibergsteiger eine hohe Bedeutung. Pomoca ist seit Jahren einer der erfolgreichsten Produzenten von Race-Fellen und baut die im Rennsport gewonnenen Erkenntnisse in seine Climb Steigfelle ein. Vor allem die Climb Pro Serie stellt einen perfekten Kompromiss zwischen Gleiten, Klettern und Gewicht dar (Climb Pro S-Glide Tipon: 213 kcal/h, 52g/cm2, 1350 g/m2).

Wir von www.bergsteigen.com sind sehr viel mit Dynafit Tourenskiern auf unseren anspruchsvollen Skitouren unterwegs. Anfangs wussten wir gar nicht, dass die Dynafit Steigfelle von Pomoca produziert werden. Die Dynafit Steigfelle (= Pomoca) sind perfekt, klettern und gleiten gut und sind vor allem eines: Langlebig und robust. Im Jahr 2017 haben wir dann an einer „Fell-Forschung-Test-Schulung“ teilgenommen, dabei wurde uns erst die oft unterschätzte Wichtigkeit der Steigfelle bewusst – siehe Artikel: Fell Test – Steigfell – Fellforschung – Pomoca

Fellabnehmen mit Skiern an den Füßen - der Spitzenspanner macht das möglich...
Die verschiedenen Pomoca Steigfelle in einem kleinen Testlabor.
Das Pomoco Climb Pro S-Glide (für Skier ohne Spitzenspann-Möglichkeit). Den Zuschneidfellen liegt ein spezieller Cutter bei.
Linkes Fell wird hinten gespannt (vorne starrer Bügel), blaues Fell wird mit Gummi an der Spitze gespannt (hinten starrer Bügel)
Unterschiedliche Befestigungen - das blaue Steigfell ist ein Dynafit (Pomoca) Steigfell.
Das unangefochtene "Hauptproblem" bei Steigfellen ist das Anstollen - Schnee klebt auf dem feuchten Fell.
Mit einem kleinen Stück Wachs kann man das Fell auf der Tour einreiben, es stollt dann einige Zeit nicht mehr an.
Ein Fell mit altem Kleber, dieser sollte ersetzt werden.
Das Pomoca Wachs Tape und das Wachsstück (mit kleinem Kratzer) für die Tour.
Pomoca Kleberolle zur Erneuerung der Kleberschicht auf dem Fell (wird aufgebügelt)
Beim Hintereinandergehen steigt man dem Vorderen ab und zu auf das Skiende, dabei kann sich ein Fell das hinten gespannt wird lösen.
Die Spitzenspanner von Dynafitfellen (Pomoca) werden vorne in einen Schlitz eingehängt.

Probleme mit Fellen auf der Tour – was ist zu tun?

Das wohl am häufigsten auftretende Problem ist das sog. Anstollen, dabei klebt der Schnee wie Blei auf dem Fell, ein Weiterkommen ist extrem mühsam. Die Fasern der Felle sind gegen Wasseraufnahme imprägniert, wenn man aber unten durch feuchten Schnee oder gar Wasser geht und oben kühlen Schnee erreicht, klebt dieser oft gewaltig an den - in der Regel schon etwas älteren –  Steigfellen.

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass man nie durch Wasser geht bzw. immer ein kleines Stück Wachs im Rucksack hat (Pomoca hat da ein kleines Set, sogar mit Mini-Eiskratzer, um vor dem Wachsen der Felle den Schnee zu entfernen). Was aber die wenigsten von uns Wissen, man kann die Steigfelle auch zu Hause wachsen. Wer es einfach haben will, greift zu einem sog. Wachstape, welches man auf das Fell legt und dann einbügelt. Dieser Vorgang dauert keine 2 Minuten und man hat sein Steigfell wieder fit gemacht.

Das Fell klebt nicht – eines der weiteren Probleme mit dem einige Skitourengeher zu kämpfen haben. In der Regel ist der Kleber alt und muss ergänzt oder gar erneuert werden. Für die Behebung von kleinen Problemen gibt es Sprühkleber oder Klebmasse aus der Dose, Pomoca bietet sogar ein kleines „On-Snow-Reperaturset“ an.

Wenn der Kleber mehr auf dem Ski als auf dem Fell klebt (meist bildet die Klebmasse dann kleine Kugeln), sollte man an eine komplette Neubeschichtung des Fellklebers denken (mit Kleber auf dem Belag fährt es sich auch nicht wirklich toll). Einige wenige Bergsportfachhändler bieten die Kleber-Neubeschichtung an. Pomoca bietet dazu auch ein extra Beschichtungsset für Endkunden an – eine Folie entfernt den alten Kleber vom Ski, mit einer zweiten trägt man dann den neue Kleber auf das Fell auf.

Befestigung der Felle auf dem Ski

Normalerweise werden die Felle vorne und hinten auf dem Ski fixiert – die meisten Hersteller haben eine Fixierung (Spannung) hinten. Auch hier hat Pomoca bei seinen Fellen einen anderen Weg gewählt, das Fell wird an der Spitze gespannt. Dazu hängt man einfach einen dehnbaren Gummiteil in die Kerbe an der Skispitze ein, am Skiende ist nur ein starrer Haken. Geht natürlich nur, wenn der Ski an der Spitze die entsprechende Öffnung hat - viele Skimodelle haben das. Es soll aber auch schon Leute gegeben haben, die sich den kleinen Schlitz selber in den Ski gefräst haben….

Die Vorteile der flexiblen Spitzenbefestigung des Fells liegen auf der Hand. Das Fell lässt sich einfacher vom Ski entfernen – Rennläufer machen das mit einem Ruck, ohne sich dabei die Skier auszuziehen. Vor allem aber ist es nicht möglich, dass die starren Endhaken von nachkommenden Skitourengeher gelockert oder sogar geöffnet werden. Man geht oft dicht hintereinander, der Hintere steigt dem Vorderen unabsichtlich auf das Skiende - ist die flexible Fellspannung hinten, wird diese gelöst.

Die Entwicklung bei den Fellen bleibt natürlich auch nicht stehen – aktuell drängen gerade Alternativen zum Fellkleber auf den Markt. Die Pomoca Klebefelle haben aber auch am Ende der Skitour einen – unserer Meinung nach recht großen – Vorteil. Man klebt sie einfach zusammen (Kleber auf Kleber) und stopft sie in den Rucksack. Das vor allem bei Wind lästige Herumwursteln mit diversen Folien, um die den Kleber ersetzende Haftschicht zu schützen, fällt weg.

Skitourenfelle gibt es viele, vermutlich aber stellt Pomoca nicht ohne Grund für an die 30 Skimarken (darunter auch Dynafit, K2, Dynastar, Rossingnol und Blizzard) deren Steigfelle her. Die Felle sind ja quasi die Reifen des Skitourengehers, die bei 80% der Zeit am Tourentag den entscheidenden Faktor ausmachen. Also schenkt den Steigfellen bei eurer Skitourenausrüstung doch etwas mehr Beachtung – bei der richtigen Auswahl kommt ihr schneller, entspannter und einfacher an euer Ziel.

Webtipp: Pomoca Steigfelle

Interview mit Josep Castellet - ehemaliger Skitouren-Rennlaufer und Pomoca General-Manager: mehr....


Video: Lustiger Clip - man sieht den Pomoca Steigfell-Cutter gut (man kann auf beiden Seiten des Steigfells schneiden, ohne das Fell zu verletzen!)




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