08 Juni 2008

Helmut Linzbichler als ältester Europäer am Everest.

Helmut Linzbichler (67) steht als ältester nicht Asiate auf dem Gipfel des Everest

Mit mit dem Niederösterreicher Helmut Linzbichler (67) ist es Laserer-Alpin gelungen, den ältesten "nicht Asiaten" auf den Gipfel und sicher wieder nach Hause zu bringen.

Global warming

Am Everest machte sich heuer die 'global warming' extrem bemerkbar. So hat ein Felssturz ducrh das Lhotse Coloir einem Spanier das Bein zertrümmert und der Grat auf den Südgipfel mittlerweile fast ein Felsgrat. Auf dem Weg zum Hillarystep ist anstatt des üblichen Schneewegerls eine ungute Blockkletterei zu bewältigen. Last but noch least sind knapp unter dem Gipfel des Everest Felsblöcke ausgeapert.

Anfangsschwierigkeiten

Trotz der vielen Anfangsschwierigkeiten der heurigen Expedition, zuerst meiner Krankheit, dann Schlechtwetter, dann das Verbot durch die Chinesen, exekutiert von der nepalesischen Armee, war uns der höchste Berg der Welt gnädig. Wir hatten ein hervorragendes Team, die beste Begleit-Sherpa Mannschaft die man sich wünschen kann, und schließlich das nötige Quentchen Wetterglück verbunden mit einem super timing. So war es uns vergönnt diesen wunderbaren Gipfel erneut erfolgreich (ohne irgendwelche Unfälle) zu besteigen.

Traumhaft schöner Gipfeltag

Genau zum Sonnenaufgang stehen wir am höchsten Punkt der Erde. Es weht ein böiger, unguter Wind und es ist natürlich bitter kalt. Es ist jedoch traumhaft schön und praktisch keine Wolke trübt unsere Fernsicht. Weit unter uns sind die vielen Wolken des bereits beginnenden Monsuns zu sehen, aber die großen Berge wie der Makalu oder der Kantsch ragen weit über das Nebelmeer heraus.

Abstieg

Der Abstieg gestaltet sich dann - wie üblich auf hohen Bergen – verblüffend viel einfacher und kraftsparender als erwartet. Bald sind wir am Südgipfel, bei herrlichem Sonnenschein, jedoch bitterer Kälte. Rasch kommen wir tiefer und fotografieren noch einige Bergsteiger im Aufstieg, bevor wir am Balkon noch eine große Pause einlegen. Hier werden die Sauerstoffflaschen gewechselt und dann geht es noch die unangenehme Triangle Wall entlang der Fixseile hinunter in unser Camp 4 am Südcol.

Walter Laserer

Er hat bereits drei Everest Expeditionen geleitet und stand 2006 mit zwei Gästen auf dem Gipfel. Er ist der erste Österreicher, der alle seven summits bestiegen hat. Als weltweit einziger geprüfter Bergführer führte er auf diese höchsten Gipfel der Kontinente Gäste. Seit über 20 Jahren Profibergführer rund 55 Expeditionen weltweit

Alpinistische highlights: Mt.Everest (8.850m) Mt. McKinley (6.190m), 1. europ. Winterbesteigung Carstenzpyramide (5.030m) IV+ / Neuguinea (3 Expeditionen) Aconcagua (6.995m) / Argentinien (4 Expeditionen) Mount Vinson (4.897m) / Antarktis (3 Expeditionen) Elbrus (5.642m) / Kaukasus Kilimandscharo / Tanzania Eiger N - Wand, Winterbegehung Eiger Westwand Schibefahrung Aiguille du Midi NW Wand: Schibefahrung Alpamayo (5.990m) / Peru Cimborazo (6.310m) / Ecuador Lobuche East (6.260m) / Nepal Artesonraju (6.190m) / Peru Cerro Torre (3.100m) VII, Patagonien Astroman (VIII A3)/ Yosemite USA Nose, Salathe, Westface / El Cap / Yosemite Jrishanca, 6190m: Erste Begehung "fly away", erste Befliegung mit Gleitschirm Husacaran, 6790m: Gleitschirm Höhenweltrekord 1987 Großglockner: erste Begehung Eisnase und Smaragdpfeiler

Webipp

Mount Everest 2008

www.laserer-alpin.at

Literaturtipps:

Der Gipfel des Verbrechens

DVD: Everest – Spiel mit dem Tod

Basecamp
Vor dem Start Richtung Gipfel
Aufstiegsroute zum Everest
Die Alpinschule Laserer Alpin
Helmut Linzbichler mit seiner Krone am Gipfel
Walter Laserer auf 8848 m im Eurofieber
Schagwörter:


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