Ralf GantzhornRalf Gantzhorn
01 Juni 2005

Monte Sarmiento - kein Glück im dritten Anlauf

Der Bergsteiger und Fotograf Ralf Gantzhorn kehrte Ende Mai von einer Expedition zum Monte Sarmiento, dem höchsten Berg Feuerlands, zurück.

Kein Glück im dritten Anlauf

Zwar misst der Monte Sarmiento gerade mal 2400 Meter, seine exponierte Lage in den „Wütenden 50er Breitengraden“ macht eine Besteigung jedoch extrem schwierig. Gantzhorn scheiterte bereits zum dritten Mal – und denkt bereits an den nächsten Versuch.

Monte Sarmiento steht hinter dem Fitz Roy

Ganz unten, am sturmumtosten Zipfel von Südamerika, noch hinter dem Fitz Roy und den Torres del Paine, steht ein Berg. Stets von Wolken in ein dunkles Geheimnis gehüllt, ist er nur selten zu sehen. Doch denjenigen, den er sich zeigt, die können nie wieder von ihm los lassen, die kommen stets zurück. So ergeht es auch Ralf Gantzhorn, der, unterstützt von den Outdoor-Firmen Vaude (Hauptsponsor), Primus, Gregory und Trekking-Mahlzeiten, jetzt zum dritten Mal eine Expedition zum Monte Sarmiento in Feuerland organisierte – und zum dritten Mal scheiterte…

In sieben Wochen nur einmal gutes Wetter

Begleitet wurde er dieses Mal von einem Filmteam aus Hamburg und zwei der momentan bekanntesten chilenischen Bergsteiger-/innen, Patricia Soto und Rodrigo Fica. Den Berg scheint diese Liebeserklärung der besonderen Art ziemlich kalt zu lassen: In sieben Wochen vor Ort zeigte sich der Gipfel an genau einem Tag. Natürlich war genau dieser Tag der letzte, den die Expedition am Berg zur Verfügung hatte. Die Ausrüstung war schon wieder unten am Meer, an eine Besteigung glaubte ohnehin niemand mehr.

Insgesamt neun Mal pendelte das Team vom Meer hinauf zum Basislager, immer auf einen Gipfelversuch hoffend – nur um sich anschließend wieder im Sturm hinunterzukämpfen. Ralf Gantzhorn befindet sich damit in prominenter Gesellschaft. Der Monte Sarmiento wurde erst ein einziges Mal bestiegen: Angeblich erreichten Carlo Mauri und Clemente Maffei 1956 den höchsten Punkt, es existieren keine Gipfelfotos. Das macht knapp 50 Jahre mit gescheiterten Expeditionen. Die vorletzte traf Gantzhorn noch bei seiner Anreise in Puntas Arenas, ein spanisches Team um Carlos Tamayo. Diese Gruppe hatte noch mehr Pech und sah in vier Wochen Feuerland den Berg nicht ein einziges Mal! Anders als das spanische Team ließ Gantzhorn aber die gesamte Ausrüstung für den vierten Versuch in Chile. „Jetzt erst recht, schließlich kenne ich da unten ja langsam jeden Stein“, so sein Kommentar.

Mehr Information gibt es auf der Website www.ralf-gantzhorn.de – besuchenswert alleine schon wegen der großartigen Fotos! Der Sendetermin für den Film steht noch nicht fest.

Webtipp:www.ralf-gantzhorn.de

Ralf Gantzhorn
Ein formschöner Berg - der Monte Sarmiento


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