Dramatischer Rettungseinsatz am Hochkönig: Drei junge Deutsche stiegen trotz ungünstiger Wetterprognose in den Königsjodler-Klettersteig ein. Am Samstagabend geriet ein 20-Jähriger im Bereich des Notausstiegs auf rund 2.600 Metern in Bergnot. Er war erschöpft und unterkühlt und konnte nicht mehr weiter.
Seine beiden Begleiter ließen ihn zurück und stiegen weiter zum geschlossenen Matrashaus auf.
Weil Schneesturm und schlechte Sicht einen Hubschraubereinsatz verhinderten, stiegen elf Bergretter aus Mühlbach zu Fuß auf und erreichten den Mann kurz vor Mitternacht. Der anschließende Abstieg durch das steile Birgkar gestaltete sich wegen Neuschnee, Vereisung und Absturzgefahr äußerst schwierig. Erst am Sonntagmorgen erreichte die Gruppe die Erichhütte. Der Einsatz dauerte rund 14 Stunden und die Alpinpolizei ermittelt.
Birgkar: Der obere Teil des Birgkarsteigs wird seit 2025 nicht mehr gewartet. Teile des früheren Steigs sind nicht mehr zuverlässig gesichert und gehen in ungesichertes alpines Gelände über. Bei Schnee und Vereisung verschärft sich die ohnehin anspruchsvolle Situation erheblich. Die Tour erfordert eine sorgfältige Einschätzung der Verhältnisse und entsprechende alpine Erfahrung.



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