12 August 2013

Die jungen Wilden kommen.

Jakob Schubert klettert hauchdünn am Heimsieg vorbei - die neue Generation zeigte auf.

In den späten Samstag Abendstunden war im Kletterzentrum Imst alles angerichtet für ein Kletterfest der Extraklasse. Bei perfekten äußeren Bedingungen fanden sich zahlreiche Kletterfans ein um den finalen Showdown der besten Vorstiegskletterer der Welt live mitzuverfolgen.

Den Anfang machten um 19.30 Uhr die Herren. Innerhalb von nur 8 Minuten galt es dabei bis zu sechzig Züge entlang der 21,5 Meter hohen Wand zu absolvieren. Jakob Schubert, der sich als einziger Österreicher für das Finale qualifizierte, stieg als vierter Athlet in die Finalroute ein und setzte mit einer Höhe von 54+ ein Ausrufezeichen und übernahm damit souverän die Zwischenführung. Nach ihm scheiterten sowohl der Franzose Desgranges, der Koreaner Min als auch der spanische Topfavorit Puigblanque an Schuberts Vorgabe. Lediglich der Japaner Sachi AMA, Lead-Gesamtweltcupsieger des Vorjahres, kletterte gleich weit wie Schubert. Aufgrund der besseren Halbfinalplatzierung bedeutete dies den Sieg für den Japaner.

„Natürlich hadert man im ersten Moment, wenn man so knapp am Heimsieg vorbei klettert. Aber mit der Leistung bin ich absolut zufrieden! Ich kann wieder um den Sieg mitklettern und das ist das, was zählt!“ blickt Schubert dem weiteren Saisonverlauf optimistisch entgegen.

Emotionale Verabschiedung von Angela Eiter

Bevor die Damen Hand an die Finalroute beim Weltcup in Imst anlegten war es Zeit für die publikumswirksame Verabschiedung der erfolgreichsten Wettkampf-Kletterin der noch jungen Sportklettergeschichte.

ÖWK-Präsident Dr. Eugen Burtscher hob in seiner Laudatio für Angela Eiter nicht nur ihre Erfolge hervor, sondern insbesondere auch ihre Verdienste um die Entwicklung des Klettersports in Österreich sowie auf internationaler Ebene und ihre enorme Vorbildwirkung für die Jugend. Neben ÖWK-Präsident Dr. Burtscher ließen es sich auch der Imster Bürgermeister Stefan Weirather sowie ÖAV-Präsident Dr. Andreas Ermacora nicht nehmen Angela Eiter alles Gute für ihre zukünftigen Herausforderungen zu wünschen. Das Publikum bedankte sich bei einer sichtlich gerührten Angela Eiter mit Standing Ovations für ihre einzigartige Karriere.

Favoritensieg durch Mina Markovic

Bei den Damen setzte sich mit der Slowenin Mina Markovic die Topfavoritin hauchdünn vor Vorjahressiegerin Momoka ODA (JPN) durch. Beide erreichten die selbe Höhe, aber aufgrund der besseren Vorrundenplatzierung ging der Sieg an Markovic. Platz drei sicherte sich die Koreanerin Jain KIM. Magdalena Röck, die nach dem Halbfinale noch ex aequo mit Markovic in Führung lag, unterlief leider ein kleiner Fehler, der sie um den möglichen Podestplatz brachte. Jessica Pilz konnte sich im Finale noch um einen Platz steigern und erzielte mit Platz sieben ihr erstes Top-10 Resultat bei ihrem erst dritten Weltcupeinsatz.

Ergebnis Finale Herren   
1Amma Sachi1989JPN54+
2Schubert Jakob1990AUT54+
3Julian Puigblanque Ramón1981ESP52+
4Min Hyunbin1989KOR51+
5Midtboe Magnus1988NOR44+
6Ballet Thomas1989FRA41+
7Supper Gautier1990FRA40
8Desgranges Romain1982FRA35
     
     
Ergebnis Finale Damen   
1Markovic Mina1987SLO60+
2Oda Momoka1994JPN60+
3Kim Jain1988KOR57.5
4Janicot Hélène1993FRA56.5+
5Röck Magdalena1994AUT51+
6Malamid Evgenia1987RUS47+
7Pilz Jessica1996AUT43+
8Fakhritdinova Dinara1992RUS38

Webtipp: ÖWK

Jakob Schubert im Finale, Fotos: ÖWK – Holzknecht
Magdalena Röck auf dem Weg zu Rang 5
Das Podium bei den Damen
Das Podium mit Jakob Schubert bei den Herren.
Jessica Pilz erreichte Platz 7


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