Tiefblick von ca. 5000 m (c) Red Fox Elbrus Race
04 Februar 2018

Finish auf 5.642 m, dem höchsten Berg Europas!

Das 10. Red Fox Elbrus Race ist auch für ambitionierte Bergsteiger und Skitourengeher eine interessante Möglichkeit, das Dach Europas zu besteigen.

Das 10. Red Fox Elbrus Race ist auch für ambitionierte Bergsteiger und Skitourengeher eine interessante Möglichkeit, das Dach Europas zu besteigen.

Vom 1.-8. Mai 2018 steht der kleine Ort Azau wieder ganz im Zeichen der Skitouren und Bergläufe. Außerdem hat sich der Veranstalter Red Fox für das zehnte Jubiläum etwas ganz Besonderes einfallen lassen - das Ski Monsters Team Expedition Race über 49 km und 5.491 Hm. Ein Rennen für Ausnahmeathleten, bei dem auch die Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger am Start sein wird (mehr).

Die Höhe und das Wetter machen die Rennen zu einem einzigartigen Erlebnis, bei dem Wille, Durchhaltevermögen und Leidenschaft sowie am Ende grenzenlose Emotionen im Vordergrund stehen.

Eine Chance!

Die Rennen sind aber auch eine perfekte Gelegenheit den Elbrus zu besteigen. Wenn du ein sportlicher Skibergsteiger oder Trail Runner mit Bergerfahrung bist, kannst du im Rahmen der Rennen auf dem Gipfel finishen. Am 7. Mai. finden der SkyMarathon® - Mt Elbrus (2.350 - 5.642 m, 11,8 km) –, quasi vom Hotel bei der Talstation zum Gipfel, oder, wie von den meisten Teilnehmern gewählt, das Skyrace® (3.750 - 5.642 m, 6,7 km), von den sogenannten Barrels hinauf zum höchsten Punkt Europas statt.

Von den schnellen Namen darf man sich dabei nicht abschrecken lassen, denn beim Rennen ab den Barrels (3.750m) geht es für die meisten Teilnehmer normal-alpinistisch zu und man reiht sich in einer immer mehr in die Länge ziehenden Schlange dem Gipfel entgegen ein. Gestartet wird um 7:00 Uhr und wer bis 12:00 nicht den Sattel auf 5.300 m erreicht hat, muss umkehren. Vom Sattel bleiben für die letzten 342 Hm noch zwei Stunden. Auf 4.800 m, 5.300 m (großes Zelt inkl. Arzt) und dem Gipfel kontrollieren und versorgen Streckenposten die Athleten.

Langer Abstieg

Vom Gipfel geht es dann wieder 1.892 Hm hinunter zu den Barrels, wo man, um in die Wertung zu kommen, bis 16:00 angekommen sein muss. Von dort weiter mit der Gondel.

Die SkyMarathon® Teilnehmer laufen um 6:30 los und stoßen nach und nach zu den oben gestarteten Läufern. Für sie gelten trotz der zusätzlichen 1.400 Hm die gleichen Richtzeiten.

Alle Zeiten und Rennen hängen natürlich vom Wetter ab, denn die Sicherheit ist oberste Prämisse.

Der High Speed Run, hier auf ca. 5000 m.
Tiefblick von ca. 5000 m (c) Red Fox Elbrus Race
Blick von der Hütte auf 3900 m auf die Barrels (c) Red Fox Elbrus Race
Ausblick von den Barrels Richtung Ushba (c) Andreas Jentzsch
Strecke SkyMarathon und High Speed Run (c) Red Fox Elbrus Race
Briefing für den High Speed Run bei den Barrels (c) Andreas Jentzsch
Ausrüstungscheck vor dem Start (c) Andreas Jentzsch
Start High Speed Run (c) Red Fox Elbrus Race
Beim Ratrak auf ca. 5000 m (c) Andreas Jentzsch
Checkpoint im Sattel auf 5300 m (c) Andreas Jentzsch
Andreas Jentzsch beim Finish auf 5.642 m (c) Red Fox Elbrus Race
Karl Egloff beim Finish in 3:24:14 - 45 Minuten später war er (zu Fuß!) wieder 3300 Hm tiefer in Azau!!! (c) Red Fox Elbrus Race
Siegerehrung in Azau (c) Andreas Jentzsch
Der kleine Talort Azau (c) Andreas Jentzsch
На здоровье! (c) Andreas Jentzsch
Warten in Azau (c) Andreas Jentzsch

Wie gehe ich das am besten an?

Erste Station ist Michael Raab, der Ansprechpartner für die bis dato 12 gemeldeten Österreichischen, Deutschen und Schweizer Athleten ist. Er kennt die Details, stand bereits zweimal auf dem Gipfel, in seiner Altersklasse auf dem Podium und organisiert die Reise ab dem Airport in Mineralnyje Wody.

Flug, Visum (in Ö am besten bei www.vhs-austria.com) und das für das Rennen erforderliche ärztliche Attest (Hausarzt) organisiert man selbst.

Vor Ort sollte man sofort mit der Akklimatisation (mit oder ohne Tourenskier) entlang der Piste beginnen – das Skigebiet reicht bis 3.800 m – und tageweise immer höher aufsteigen bis auf 4.500 m zwischen die sogenannten Pastukhov Rocks – also auch bei Schlechtwetter relativ orientierungsoptimal und dort kann man dem Monsters Team Race zusehen. Weiter oben ist die Orientierung bei schlechtem Wetter schwierig, doch mit Beginn der Rennwoche ist der gesamte Aufstieg mit den berühmten roten Flaggen bestens markiert. Deshalb sind in der ersten Maiwoche auch extrem viele Leute am Berg.

Am 5. Mai steigt dann der Vertical Kilometer® von 2.450 - 3.450 m, das höchste Rennen dieser Art weltweit - Teil der Russian Skyrunning Meisterschaft sowie Skyrunner® World Series. Wer zwei Tage später das Gipfelrennen machen will, muss hier unter 2 Std. bleiben. Wer sich das nicht zutraut, sollte besser eine Skitourenwoche in den Voralpen buchen, m.a.W. 1.000 Hm in zwei Stunden sollte man für den Elbrus auch zu Hause ganz locker schaffen!

Diese Rennen finden ohne Skier statt. Entweder hat man dafür warme Laufschuhe mit Spikes oder wirklich leichte Bergschuhe für das Gipfelrennen, wo man mit Temperaturen bis -25°, oder im Extremfall gar -30°, rechnen muss.

Wetter

Das Wetter ist am Elbrus selten wirklich stabil. Das heißt, akklimatisieren und ab dem dritten Tag bei gutem Wetter den Gipfel ins Auge fassen.

Wichtig: Am Berg und im Skigebiet ist man immer eigenverantwortlich unterwegs. Bei den Rennen gibt es aber natürlich Rennleitung und Posten, die gegebenenfalls Erste Hilfe leisten und notfalls das Rennen abbrechen.

Interessiert?

Dann auf www.laufcoaches.com/red-fox-elbrus-race gehen, wo es die restlichen Infos und den Preis gibt. Michel schreibt allen, die sich über bergsteigen.com anmelden, das Startgeld für das Vertical (40,- Euro) gut. Wichtig: Beim Gutschein-Code „bergsteigen.com“ eingeben!

Ich habe letztes Jahr selber auf diese Weise binnen sieben Tagen 2x den Elbrus bestiegen und es war mega!

Noch Fragen?

Michael Raab: [email protected]

Andreas Jentzsch: [email protected]

Viel Erfolg!

Text: Andreas Jentzsch

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