Lisi Steurer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
29 Mai 2015

Hakuna Matata (400 m, 8a) - Taè Südwand

Lisi Steurer und Hannes Pfeifhofer eröffnen in der Taè Südwand eine Neutour - dazu ein Bericht von Lisi Steurer...

Lisi Steurer und Hannes Pfeifhofer eröffnen in der Taè Südwand eine Neutour - dazu ein Bericht von Lisi Steurer:

Bei einer Führungstour mit Gästen durchs Fanes Tal ist mir der Taè erstmals so richtig ins Auge gestochen. Abweisend und mächtig thront er oberhalb von Cortina und bei näheren Recherchen hat sich herausgestellt, dass es dort oben noch Potential für Touren gab. Massimo da Pozzo, bekannt für seine zahlreichen Erstbegehungen in der Gegend hatte dort bereits 1988(!) zwei Routen eröffnet. Dennoch gab es im rechten Wandteil noch Neuland und genau dort zog es uns auch hin.

Der Tae wurde als Nunatakker von den eiszeitlichen Eisströmen zugeschliffen“ R. Goedeke

Schon nach der ersten Erkundungstour war klar, dass dieses Vorhaben einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Goedeke beschreibt den Taè als „eiszeitlichen Nunatakker“, womit er auch recht haben sollte. Die Wand ist glatt, steil und an einigen Stellen fehlen schlichtweg die Griffe.

Übersicht Hakuna Matata (Foto: Peter Manhartsberger)
Lisi Steurer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Da geht's rauf. (Foto: Peter Manhartsberger)
Bei der Erstbegehung von Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Bei der Erstbegehung von Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Hannes Pfeifhofer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Hannes Pfeifhofer und Lisi Steurer. (Foto: Peter Manhartsberger)
Hannes Pfeifhofer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Hakuna Matata (Foto: Peter Manhartsberger)
Hannes Pfeifhofer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Lisi Steurer in Hakuna Matata. (Foto: Peter Manhartsberger)
Topo Hakuna Matata (Foto: Peter Manhartsberger)

Facts

Die Route wurde mit Normalhaken, Spit und Friends in 7 Tagen von unten eröffnet.

Insgesamt folgt die Hakuna Matata einer „logischen“ Linie durch den zentralen Wandteil des Taè und beinhaltet einige Quergänge, die aufgrund der Grifflosigkeit des Nunatakkers entstanden sind. Die Stände sind bequem auf Bändern und dazwischen muss in technisch anspuchsvoller Kletterei bis 8a (Bewertungsvorschlag) geklettert werden. Die Route kann zusätzlich zu den vorhandenen Sicherungen mit Friends abgesichert werden und erfordert den obligatorischen Grad 7b. Ein Highlight neben der ersten und der Schlüsselseillänge ist die Ausstiegsplatte à la Verdon. Es wird über die Route abgeseilt, wobei im unteren Wandteil eine Abseilpiste als Begradigung eingerichtet wurde (siehe Topo!)

Wir behaupten in aller Bescheidenheit, dass die Felsqualität zum Besten gehört, was es in den Dolomiten zu finden gibt. Hannes Pfeifhofer konnte die Route Ende Juni an einem Tag frei klettern. Ich konnte die Route 2 Wochen später dank der Sicherungsunterstützung von Franz Boschetti ebenfalls an einem Tag befreien. Wir schlagen die Bewertung bis 8a lt. Topo vor und freuen uns auf eine Bestätigung/Widerrufung der WiederholerInnen.

Viel Spaß mitHakuna Matata

Mit freundlicher Unterstützung von: Arcteryx, Austrialpin, Sport Holzer Innichen, Alpinschule Sexten Dreizinnen, Osttirol Werbung  

Webtipp: Lisi Steurer



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