Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
14 Juni 2018

Katrin Lehmann klettert Kryptos (Fb 8c)

Als weltweit erst zweite Frau klettert Katrin (Kaddi) Lehmann ein Boulderproblem im Schwierigkeitsgrad 8c.

Als weltweit erst zweite Frau klettert Katrin (Kaddi) Lehmann ein Boulderproblem im Schwierigkeitsgrad 8c.

Nach einer einjährigen Projektierungs- und Trainingsphase gelang Kaddi der Boulder „Kryptos“ am Morchelstock im Schweizer Balsthal. Kryptos wurde 2009 von Franz Widmer erstbegangen und im selben Jahr von Black Diamond Athlet und Boulderlegende Fred Nicole wiederholt.

„Wenn es etwas gibt, was Du wirklich möchtest, dann hab keine Angst, tu es einfach.“ Diesen Satz sagt der Kletterer Daniel Jung in einem Video und Kaddi hat
ihn sich wirklich zu Herzen genommen.

Als sie im März 2017 Kryptos entdeckte, erschien ihr das Boulderproblem unlösbar, ging ihr aber von da an nicht mehr aus dem Kopf. „Als ich Kryptos zum ersten Mal versuchte, ging nicht viel: Ich konnte ein paar Positionen halten aber die meisten Züge fühlten sich unmöglich an.“ Dieser erste Eindruck schreckte Kaddi aber nicht: „Ende 2017 hatte ich die Idee, dieses Problem als das ultimative Ziel zu sehen, mit allen anderen Klettereien als kleine Schritte in Richtung dieses Ziels. Und ich dachte: Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie.“

Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)
Katrin Lehmann klettert Kryptos (8c). (Foto: Michael Steimle)

Im April 2018 hatte sich durch Training, Engagement und Motivation eine ziemlich harte Routine entwickelt, die in konzentrierter Arbeit an all den kleinen Griffen und der dafür nötigen, absoluten Körperspannung bestand. „Ich wusste, dass ich im Mai nicht viel Zeit haben würde. Da es schon so warm war, fuhr ich abends nach der Arbeit los und kam erst gegen Mitternacht an. Dann schlief ich, stand gegen 6 Uhr früh auf, machte mir einen Kaffee und etwas Frühstück, fuhr mit dem Rad zum Boulder, versuchte dort ein paar Züge, fuhr mit dem Rad zurück zum Auto und dann direkt zur Arbeit. Es war hart für mich, so früh aufzustehen und dann gleich so hart zu trainieren. Wer mich kennt weiß, dass ich keine Morgenperson bin. Aber all die Anstrengungen waren es wert. Ich dachte mir, dass auch wenn es am Ende nicht mit einer Durchsteigung klappen würde, ich zumindest eine gute Zeit draußen verbracht hätte. Aber dann ist mir am 14. Mai der Durchstieg gelungen.”

Webtipp: Black Diamond



Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.