Lead WC Charmonix 2012 © ÖWK - Wilhelm
15 Juli 2012

Lead-WC 2012: Durchwachsener Saisonauftakt für Österreich

Rang 11 für Jakob Schubert nach einem „Fehltritt“ im Halbfinale und Rang 5 für Magdalena Röck mit Platz 5...

In der ungewohnten Form des Zusehers verfolgte Jakob Schubert am Freitag in den späten Abendstunden das spannende Herrenfinale, das - vor beeindruckender Kulisse von mehr als 10.000 Zuschauern - der Japaner Sachi AMMA vor Weltmeister Ramón JULIAN PUIGBLANQUE und dem Kanadier Sean MCCOLL für sich entschied. Jakob Schubert stieg im Halbfinale auf dem sicheren Weg zum Finalticket versehentlich auf einen Haken. Schubert, der die Halbfinalroute neben dem Kanadier Sean MCCOLL als einziger Athlet toppte, wurde jedoch vom Routenrichter mit einer Höhe von 39 bewertet und verpasste aufgrund des Missgeschicks den Finaleinzug denkbar knapp um lediglich einen Zug (39+).

„Das ist natürlich mehr als ärgerlich. Aber was soll´s. Den Bewerb im wahrsten Sinne des Wortes „abhaken“, denn in einer Woche geht´s in Briancon schon wieder weiter. Da werden die Karten wieder neu gemischt!“ ärgerte sich Schubert kurz.

Einen guten Saisonauftakt erwischte der Innsbrucker Mario Lechner, der mit Platz 14 an die Vorjahresleistungen anknüpfen konnte

Magdalena Röck holt mit Platz 5 ihr zweitbestes Weltcupergebnis

Nachdem sich in der Qualifikation alle sechs Österreichischen Damen souverän für das Halbfinale qualifizieren konnten, gelang Freitag Nachmittag lediglich Magdalena Röck mit Halbfinalplatz 6 der Einzug in das Finale der besten acht Damen. Im abendlichen Finale konnte Magdalena Röck noch die nach dem Halbfinale vor ihr platzierte Russin Evgenia MALAMID überholen und sich den fünften Platz sichern. Der Sieg ging an die Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres – Mina MARKOVIC (SLO) – vor der Koreanerin Jain KIM und der Japanerin Momoka ODA.

Johanna Ernst (Platz 9) und Katharina Posch (Platz 11) scheiterten denkbar knapp am Finaleinzug. Solide Leistungen zeigten zum Saisonauftakt Christine Schranz (Platz 16), Barbara Bacher (Platz 18) und Christina Stütz (Platz 22).

„Von den Resultaten her verlief der Saisonauftakt eher durchwachsen. Was die gezeigten Kletterleistungen unserer Athleten betrifft, bin ich jedoch zufrieden. Jakob wäre ohne Fehltritt souverän im Finale gewesen und bei den Damen hat nicht viel gefehlt, dann wären statt einer Athletin drei im Finale mit dabei gewesen.“ analysierte Teamcoach Heiko Wilhelm unmittelbar nach dem Saisonauftakt.

Neuer Österreichischer Speed-Rekord durch Stefanie Pichler!

Russin Levochkina verbessert 15m Speed-Weltrekord um 51 Hundertstel auf 08,53 sec!

Die 20-jährige Oberösterreicherin Stefanie Pichler pulverisierte in der Qualifikationsrunde mit einer Zeit von 09,84 sec den – erst vor wenigen Tagen beim Europacup in Chamonix von Alexandra Elmer aufgestellten Österreichischen Speedrekord auf der 15 Meter Normspeedwand – gleich um 0,60 sec und sicherte sich somit auf Platz 11 den 1/8-Finaleinzug. Aber auch die erst 16-jährige Salzburgerin Alexandra Elmer lieferte ein starkes Weltcupdebüt ab und sicherte sich in 10,64 sec auf Platz 15 den 1/8-Finaleinzug.

In den KO-Duellen im 1/8-Finale war dann aber sowohl für Pichler als auch Elmer Endstation. Pichler sicherte sich den 12. Gesamtrang, Alexandra Elmer den 15. Platz. Die Steirerin Nina Lach schied bereits in der Qualifikation aus und belegte den 20. Platz bei ihrem Weltcupdebüt.

Der Sieg ging an die Russin Aleksandra Rudzinska vor der Polin Alina Gaydamakina und Natalia Titova (ebenfalls RUS). Yuliya Levochkina (RUS), die in der Qualifikation den Weltrekord gleich um 51 Hunderstel Sekunden auf 08,53 sec verbesserte, musste sich mit dem undankbaren vierten Gesamtrang begnügen.

„Unsere Speed-Damen haben die Erwartungen beim Weltcupdebüt mehr als erfüllt. Wie hoch die Dichte mittlerweile im Speedbereich ist, zeigt die Tatsache, dass die Zeit von Steffi (Anm. Pichler) vor 2 Jahren bei der Heim-EM in Imst souverän zum EM-Titel gereicht hätte. Unsere Mädels sind auf einem guten Weg in Richtung Weltspitze, der aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird“ zeigte sich Speed-Spartentrainer Mark Amann mit dem Saisonauftakt zufrieden.

Quelle: ÖWK

Lead WC Charmonix 2012 © ÖWK - Wilhelm
Lead WC Charmonix 2012 © ÖWK - Wilhelm
Lead WC Charmonix 2012 © ÖWK - Wilhelm
Lead WC Charmonix 2012 © ÖWK - Wilhelm


Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.