Jakob Schubert im Finale von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
21 August 2016

Lead Weltcup in Imst

Magdalena Röck feiert einen Heimsieg und Jakob Schubert meldet sich mit Platz 2 bei den Herren eindrucksvoll zurück!

25 Tage vor dem Beginn der Kletter-Weltmeisterschaften in Paris (14.-18.09.) präsentierten sich Österreichs Kletterasse beim Heimweltcup im Kletterzentrum Imst in Topform. Jakob Schubert ließ die Patzer bei den letzten beiden Weltcups eindrucksvoll hinter sich und kletterte vor zahlreichem Heimpublikum auf Platz Zwei hinter dem Slowenen Domen Skofic. Bei den Damen feierte Magdalena Röck einen umjubelten Heimsieg und beendete damit die Siegesserie die Slowenin Janja Garnbret, die in Imst über Platz 5 nicht hinauskam. Für Röck ist es der zweite Weltcupsieg der Karriere. Den ersten Weltcupsieg feierte sie vor 2 Jahren ebenfalls in Imst. 

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren war der Heim-Weltcup im Kletterzentrum Imst auch heuer wieder von starken Leistungen der Österreichischen AthletInnen geprägt.

Starke Mannschaftsleistung in der Qualifikation
Bei den Herren qualifizierten sich mit Jakob Schubert (ÖAV Innsbruck), Mario Lechner (ÖAV Innsbruck) und Max Rudigier (ÖAV Radstadt) drei KVÖ-Athleten souverän für das Halbfinale. Bei den Damen lösten mit Christine Schranz (ÖAV Landeck), Magdalena Röck (ÖAV Innsbruck), Katharina Posch (ÖAV Imst-Oberland) und Barbara Bacher (ÖAV Innerötztal) gleich vier KVÖ-Athletinnen ein Semifinalticket und das obwohl mit Jessica Pilz (ÖAV Haag) und Hannah Schubert (ÖAV Innsbruck) gleich zwei heimische Jungstars aufgrund von Knieverletzungen passen mussten.

Eine vielversprechende Talentprobe lieferte auch der erst 17-jährige Imster Mathias Posch ab, der bei seinem Weltcupdebüt auf Platz 27 den Halbfinaleinzug hauchdünn verpasste, sich aber gleich beim ersten Antreten über Weltcuppunkte freuen durfte.

Durchwachsenes Halbfinale aus rot-weiß-roter Sicht
Im Halbfinale lief es dann zwischenzeitlich nicht ganz nach Wunsch für das rotweiß-rote Team. Bei den Damen qualifizierte sich Magdalena Röck auf Zwischenrang 4 als einzige Österreicherin für das Finale. Christine Schranz verpasste auf Platz 9 lediglich um einen Zug das Finale der besten acht Damen.
Katharina Posch und Barbara Bacher beendeten den Heimweltcup in Imst auf den
Plätzen 21 (Posch) und 23 (Bacher). Bei den Herren war Jakob Schubert als einzigen Österreicher auf Zwischenrang 6 der Finaleinzug vorbehalten. Mario Lechner, der in der Qualifikation den starken zehnten Rang belegte, fiel im Halbfinale auf Platz 22 zurück. Max Rudigier verzeichnete mit Halbfinalplatz 16 einen deutlichen Aufwärtstrend nach dem es für den Salzburger in der bisherigen Saison noch nicht nach Wunsch lief.

Schubert und Röck zünden Feuerwerk im Finale
Nach kurzen aber heftigen Regenfällen am Samstagnachmittag in der Bezirkshauptstadt Imst meinte es der Wettergott rechtzeitig vor Beginn der Finaldurchgänge am Samstagabend sowohl mit den AthletInnen als auch mit dem Veranstalterverein ÖAV Imst-Oberland gut. Bei sehr guten äußeren Bedingungen zündeten Jakob Schubert und Magdalena Röck im Finale ein Feuerwerk ab und sorgten für das bisher beste KVÖ-Saisonergebnis. 

Jakob Schubert, der als dritter Athlet in die Finalroute einstieg, ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er beim Heimweltcup aufs Podium klettern will. Entschlossen und konsequent meisterte Schubert die Finalroute bis zu einer Höhe von 53+ und ließ mit der bisher besten Saisonleistung die beiden Ausrutscher bei den Weltcups in Villars (SUI) und Briancon (FRA) eindrucksvoll hinter sich. Lediglich der Slowenische Gesamtweltcupführende Domen Skofic konnte mit Schubert im Finale mithalten und dieselbe Höhe wie der Innsbrucker erreichen. Aufgrund der besseren Halbfinalplatzierung durfte sich Skofic über seinen bereits dritten Saisonsieg freuen vor Jakob Schubert und Gautier Supper (FRA).

„Ein Heimsieg wäre natürlich das I-Tüpfchen gewesen. Ich bin aber mit Platz 2 super zufrieden, da ich heute erstmals seit langem wieder so geklettert bin wie ich mir das vorstelle. Nach den beiden letzten Weltcups tut das richtig gut und kommt zum perfekten Zeitpunkt. Ich freue mich nun auf Arco und hoffe, dort an die heutige Leistung anknüpfen zu können!“ war Jakob Schubert nach seiner starken Leistung erleichtert und zufrieden zugleich.

Jakob Schubert im Finale von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Jakob Schubert im Finale von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Magdalena Röck im Finale von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Magdalena Röck im Finale von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Jakob Schubert bei der Siegerehrung von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Die Gewinner des Lead Weltcups von Imst (c) KVÖ/Wilhelm
Die Gewinnerinnen des Lead Weltcups von Imst (c) KVÖ/Wilhelm

Magdalena Röck beendet Siegesserie von Janja Garnbret
Nach einer schwierigen Saison 2015 ist Magdalena Röck endgültig wieder zurück in der absoluten Weltspitze angekommen. Nach den Plätzen 4, 5 und 3 in den ersten drei Weltcups gelang der 22-jährigen Landeckerin just dort ihr zweiter Weltcupsieg wo sie am 01. August 2014 ihren ersten Weltcupsieg feiern durfte. Im Kletterzentrum Imst. Röck, die nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jessica Pilz, die rot-weiß-roten Hoffnungen auf einen Podestplatz allein  schultern 
musste, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Von Runde zu Runde steigerte sich Röck und zündete im Finale ein regelrechtes Feuerwerk. Mit einer Höhe von 56+ legte sie dem Spitzentrio nach dem Halbfinale (Garnbret, Markovic, Verhoeven) auf der bis zu 14 Meter überhängenden und 21 Meter hohen Kletterwand in Imst einiges vor. Seriensiegerin Janja Garnbret (SLO), Dritte nach dem Halbfinale, erreichte im Finale lediglich eine Höhe von 50+ und musste sich somit in der laufenden Saison erstmals geschlagen geben. Die Halbfinalzweite Mina Markovic (ebenfalls SLO) kam Röck zwar deutlich näher als zuvor Garnbret, blieb aber mit einer Höhe von 56 ebenfalls hinter Röck zurück. Zuletzt scheiterte dann auch noch die Halbfinalführende Anak Verhoeven (BEL) an Röcks Vorlage und belegte mit einer Höhe von 54 Platz 4 hinter der Koreanerin Jain Kim.

„Hier in Imst zu gewinnen ist richtig cool. Mir liegt die Wand und ich habe gewusst,dass ich eine Chance habe. Das Selbstvertrauen stimmt und jetzt freue ich mich auf Arco!“ strahlte Magdalena Röck nach getaner Arbeit.

Im Gesamtweltcup liegen sowohl Jakob Schubert als auch Magdalena Röck nach 4 von 7 Bewerben jeweils auf Platz zwei. Bereits am kommenden Wochenende (26./27.08.) steigt im italienischen Klettermekka Arco der fünfte Lead Weltcup, der Letzte vor der WM in Paris Mitte September und zugleich die letzte Chance sich für die Weltmeisterschaften zu qualifzieren.

Finalergebnis – IFSC Lead Weltcup Imst (19./20.08.2016)

Damen

1 RÖCK Magdalena AUT 56+ 4
2 MARKOVIC Mina SLO 56 2
3 KIM Jain KOR 56 5
4 VERHOEVEN Anak BEL 54 1
5 GARNBRET Janja SLO 50+ 3
6 CHANOURDIE Julia FRA 45+ 7
7 KALAN Tjasa SLO 45+ 8
8 KOLLER Anne-Sophie SUI 39 6

Detailergebnis: 
www.ifsc-climbing.org/index.php/world-competition/calendar

Herren
1 SKOFIC Domen SLO 53+ 2
2 SCHUBERT Jakob AUT 53+ 6
3 SUPPER Gautier FRA 50 4
4 DESGRANGES Romain FRA 49+ 3
5 HALENKE Sebastian GER 49+ 5
6 GHISOLFI Stefano ITA 45+ 8
7 JULIAN
PUIGBLANQUE Ramón ESP 43+ 1
8 KIM Hanwool KOR 33 7

Detailergebnis: http://www.ifsc-climbing.org/index.php/world-competition/calendar#!comp=1646&cat=1&route=-1

Quelle: Austria Climbing

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