Kilian Fischhuber in "Sanjski par" 8c+/9a - alle Fotos: Staltner Gernot
19 April 2006

O wie Ostern O wie Osp

Kilian Fischhuber war mit einer starken Tiroler Gruppe in Osp, dort gelingt ihm die 8c+/9a Route "Sanjski par"

O wie Ostern O wie Osp

Dieses Wochenende haben die meisten von uns Eier gesucht oder versteckt, Braten gegessen und so manchen hat es auch in die Kirche verschlagen. Aber was war vor der Zeit des Feierns und Essens?

Also was ihr gemacht habt, dass weiß ich nicht aber wir, Gerda und Gernot, Katha und Jorg, Verena und Kilian waren in Osp und haben dort ordentlich abgezockt. Ich möchte jetzt nicht mit den Heldentaten in der oberen Schwierigkeitsskala beginnen, sondern mit den kleinen Erfolgen.

Verena, die seit gut 2 Jahren am Klettern ist, hat sich für diesen Trip zwei Dinge fest vorgenommen. Zum einen wollte sie an ihrer Diplomarbeit schreiben, was sie teilweise verwirklicht hat. Aber das wollte ich eigentlich gar nicht sagen, nein! Viel wichtiger war ihr zweites Ziel: Vorstiegklettern.

Und das hat sie auch geschafft! Nach 6a+ folgten 6b und gleich am Tag darauf kletterte sie 6c im Vorstieg. O.k., jetzt sagt ihr sicher, das macht ihr zum Aufwärmen, wenn überhaupt, aber für Verena war es ein großer Schritt und wir haben uns darüber genauso gefreut wie über die anderen Erfolge.

Gernot, brav am kämpfen, holte sich den verdienten Durchstieg in „Samsara“ 8a/+ während Gerda, die ja eh schon „fast alles“ in Osp geklettert ist, „Iglu“ 8a klettern konnte.

Katha, die heuer am Fels in einer super Form ist, kletterte die Routen „Corto“ 8a/+ und „Mrtvaski ples“ 8b, ohne wirklich Schwierigkeiten zu zeigen. Mit diesen Routen hat sie ihre Liste im 8. französischen Grad um ein Stück verlängert. Für weitere Durchstiege fehlte ihr dann die Zeit und so manche „Wunschroute“ war eben besetzt.

Nachdem Jorg im Februar seine erste 8c+ („Alien Carnage“ in Castillon) in nur 4 Versuchen klettern konnte, weilte die Freude über den neuen Grad nur kurz. Irgendwie möchte man halt doch ganz oben angelangen, vor allem wenn man das Zeug dazu hat wie Jorg. Ich konnte letztes Jahr im Mai meine erste 9a klettern und wollte noch eine draufsetzten.

„Sanjski par“

Unser gemeinsames Ziel für diesen Trip lautete also: 9a auschecken, 9a klettern… guter Plan, nicht?

Aber wie es halt so oft ist, je schlechter der Plan, desto besser die Ausführung. Mit „Sanjski par“ hatten wir bereits eine passende Route ausgewählt. Nach 2 Tagen hatten wir die Züge gut drauf und am dritten Tag sind wir beide die Route durchgestiegen. Nur einen Haken hat die Sache: Nach langen Überlegungen und einigen Dosen bivo gaben wir zu, dass der schnelle Durchstieg nicht wegen unseren unermesslichen Kräften erfolgte (;-) sondern, weil die Route leichter ist als 9a.

Auf einen genauen Grad konnten wir uns nicht einigen. Meiner Meinung nach ist die Route 8c+/9a oder sehr hart bewertet 8c+. Da die Diskussion über Schwierigkeitsgrade aber eh immer subjektiv ist, möchte ich meinen kurzen Bericht hier enden lassen.

Webtipps:

Katha - die Page von Katharina Saurwein

Gerda - die Page von Gerda Raffetseder

Jorg - die Page von Jorg Verhoeven

Kilian - die Page von Kilian Fischhuber

Infos zur Route "Sanjski par"

Der erste Teil der Route „Sanjski par“ wurde 1993 von Tadej Slabe 1994 durchstiegen und mit 8c bewertet. Zusammen mit der Erstbegehung der Route „Za staro kolo in manjhnega psa“ 8c+ im Jahr 1992 sorgte Tadej Slabe international für aufsehen. Die Route endete damals aber ca. in der Mitte der Höhle und die Verlängerung galt bis 2003 als Projekt. 2003 kletterte Uros Perko als erster die Verbindung und folgte dem Bewertungsvorschlag von Tadej mit 9a. Wiederholt wurde die Route von Tomas Mrazek.

Text: Kilian Fischhuber; Fotos: Staltner Gernot

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Kilian Fischhuber in "Sanjski par" 8c+/9a   - alle Fotos: Staltner Gernot
Jorg Verhoeven in "Sanjski par" 8c+/9a
Jorg Verhoeven in "Sanjski par" 8c+/9a
Kilian Fischhuber in "Sanjski par" 8c+/9a
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