30 September 2013

Platz 2 in Russland für Schubert und Röck

Österreichs Kletter-Asse überzeugten am Sonntag Abend beim Vorstieg-Weltcup im russischen Perm. Inkl. Lead Finals Video...

Russland, genauer gesagt die 1.150 km ostnordöstlich gelegene Millionenstadt Perm war am vergangenen Wochenende Austragungsort des vierten Vorstieg-Weltcups der IFSC Weltcupserie 2013, der aus Österreichischer Sicht besonders erfreulich verlief. 

Erstmals seit 2 Jahren wieder 3 Österreicher unter den Top15

Erstmals seit dem Weltcup im September 2011 im belgischen Puurs konnten sich wieder drei Österreicher gleichzeitig unter den Top15 eines Vorstieg-Weltcups platzieren. Dem 21-jährigen Vorarlberger Lukas Köb (OeAV Dornbirn) gelang mit Platz 15 in Perm sein bisher bestes Ergebnis in einem Weltcup. Aufsteigende Form bewies auch Mario Lechner (OeAV Innsbruck), dem mit Platz 11 sein bisher bestes Saisonergebnis und damit der Sprung auf Platz 13 im Gesamtweltcup gelang.

Jakob Schubert (OeAV Innsbruck), zuletzt Sieger des Vorstieg-Weltcup in Puurs, zeigte auch in Perm wieder groß auf. Mit Topbegehungen in der Vorrunde sowie im Halbfinale schaffte Schubert souverän den Einzug in das Finale. Im Finale kam es dann wieder zu einem spannenden Duell zwischen den beiden Dauerrivalen Schubert und Puigblanque (ESP) um den Tagessieg. Mit einer Höhe von 45 konnte sich der Spanier ganz knapp vor Schubert (43+) durchsetzen. Platz drei ging an den Koreaner Hyunbin MIN.

„Da wir Finalisten in den Vorrunden alle die gleiche Wertung erzielten, war klar, dass bei ex aequo Platzierungen im Finale die Zeitregel zum Tragen kommt. Deshalb hab ich von Beginn an ziemlich auf´s Tempo gedrückt. Vielleicht eine Spur zuviel, aber mit Platz zwei bin ich natürlich voll zufrieden!“ war Schubert mit Platzierung und Leistung gleichermaßen zufrieden.

Unter Berücksichtigung des Streichresultats liegt Schubert im Gesamtweltcup nach vier von acht Bewerben mit 260 Punkten ex aequo mit dem Japaner Sachi AMMA auf Platz zwei, lediglich fünf Punkte hinter dem Führenden Puigblanque (ESP).

Jungstars Röck und Posch überzeugen bei den Damen

Auch trotz des Karriereendes von Angela Eiter und der Wettkampf-Auszeit von Johanna Ernst stellt der Österreichische Wettkletterverband immer noch eines der stärksten Damenteams im Kletterweltcup. Im russischen Perm waren es die beiden 19-jährigen Jungstars Magdalena Röck und Katharina Posch, die den Sprung in das Finale der besten acht Damen schafften. Katharina Posch, die sich heuer bereits über 2 x Silber bei den Juniorenwelt- und Junioreneuropameisterschaften freuen durfte, stellte mit Platz 7 in Perm ihr bisher bestes Saisonergebnis im Vorstieg-Weltcup ein und verbesserte sich dadurch auch im Gesamtweltcup auf den starken siebten Platz.

Noch besser lief es für die amtierende Juniorenwelt- und Junioreneuropameisterin Magdalena Röck. Röck - die heuer in allen vier bisherigen Weltcups im Finale stand - gelang es in Perm erstmals ihre starken Leistungen aus den Vorrunden auch im Finale umzusetzen.

Hinter Saison-Dominatorin Kim Jain (KOR), die als einzige die Finalroute top  kletterte, sicherte sich Röck mit einer Höhe von 32+ und Platz 2 ihr bisher bestes Ergebnis in einem Weltcupbewerb. Platz drei ging an die Japanerin ODA, die die selbe Höhe wie Röck erreichte, aber deutlich langsamer war. Im Gesamtweltcup gelang Röck dadurch der Sprung auf Platz 5. Lediglich 11 Punkte trennen Röck derzeit von der Drittplatzierten im Gesamtweltcup, der Japanerin Momoka ODA.

„Magdalena war heuer in allen bisherigen Weltcups nach dem Halbfinale in aussichtsreicher Position und im Finale hat´s dann nie ganz geklappt. Jetzt ist der Knoten endlich geplatzt und Magdalena wurde für ihre Geduld belohnt!“ freute sich ÖWK-Teamcoach Heiko Wilhelm mit Röck.

Barbara Bacher (OeAV Innerötztal) festigte mit Platz 13 in Perm ihren Top-10 Platz im Vorstieg-Gesamtweltcup.

Beim Speed-Weltcup der Damen in Perm waren Österreichs Athletinnen von den Spitzenzeiten auf der 15-Meter Standardroute weit entfernt. Stefanie Pichler (10.53 sec) und Nina Lach (11.89 sec) blieben deutlich über ihren persönlichen Bestzeiten und mussten sich mit den Plätzen 12 (Pichler)  bzw. 22 (Lach) zufrieden geben. 

Nächste Weltcupstationen – Korea und China

Bereits am 11./12. Oktober steht im koreanischen Mokpo der nächste Weltcup auf dem Programm, bevor am 19./20. Oktober der Weltcupzirkus im chinesische Wujiang Halt macht.
 



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