Bei einer Hubschrauberbergung
09 November 2006

Rasanter Anstieg bei Bergtoten

Rasanter Anstieg der Bergtoten im Jahr 2005, Herz-Kreislaufproblem als Haupttodesursache…

Deutlich mehr Bergtote

In der neuen Statistik die vom Kuratorium für alpine Sicherheit veröffentlicht wurde geht hervor, dass im Jahr 2005 genau 416 Menschen in den Bergen den Tod fanden (2004 waren es noch 356).

Herz-Kreislaufversagen ist immer noch die Haupttodesursache, was die Statistiker auf unzureichende Vorbereitung bzw. Training zurückführen. So findet man die meisten Toten auch nicht in extremen Nordwänden sondern auf simplen Wanderrouten, dort hat der nicht trainierte Wanderer seinem Körper zu viel zugemutet.

Mehr Alpin- als Verkehrstote

Tirol führt mit 130 Alpintoten die Bundesländerliste an. Es gab dort dreimal so viel Alpintote wie Verkehrstote. In Salzburg sind die Todesfälle um ein Viertel höher als im Jahr zuvor (54 Tote waren es 2004, 68 im Jahr 2005).

Alpinboom für die hohen Zahlen verantwortlich

Der derzeit herrschende Alpinboom und die damit verbundene hohe Zahl an Alpinsportlern (dazu zählen auch die Wanderer) ist für diesen Anstieg verantwortlich. Auch die Zahl an Bergungen hat sich drastisch erhöht, dies wird sich langfristig wieder auf den Zusatzversicherungspreis (im Mitgliedspreis der alpinen Vereine inkludiert) auswirken.

Die Bergrettung überlegt derzeit, wie man durch mehr Information im Vorfeld den Wanderer und Tourengeher besser auf die zu erwartenden Probleme am Berg (Gewitter etc.) vorbereiten kann, auch dürfte es vermehrt zu sprachbedingten Kommunikationsproblemen mit ausländischen Alpingästen kommen. Hier will die Bergrettung umfangreicher mit den Beherbergungsbetrieben (Hütten) zusammenarbeiten um präventiv mehr zu tun..

Webtipp:

Kuratorium für alpine Sicherheit

Bei einer Hubschrauberbergung


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