Alpinmesse Innsbruck 2019
04 November 2019

Recht auf Risiko – Recht auf Rettung - Alpinmesse Innsbruck

Diskussion auf hohem Niveau: Das Alpinforum der Alpinmesse Innsbruck 2019 diskutiert mit prominenter Besetzung zu dem Thema „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“.

Das Alpinforum, die Diskussions-Plattform des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, rückt am 9. November um 9.00 Uhr – und damit eine Stunde vor Öffnung der Messehallen – das Thema „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“ in den Fokus. Bei der Podiumsdiskussion im Forum 2 vertreten vier erfahrene und prominente Referenten, u.a. Extrembergsteiger Alexander Huber, ihre Meinung und klären über aktuelle Sachverhalte auf. Anschließend, von 13.00 bis 15.00 Uhr, folgt Block 2 des Alpinforums mit dem Thema: „Neues aus der Forschung - Für die Praxis“. Das Alpinforum steht jedes Jahr aufs Neue für einen Austausch auf Augenhöhe. Die Kommunikations-Plattform bringt zeitkritische, gesellschaftsrelevante alpine Themen auf den runden Tisch. Mit „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“, dem ersten Programmpunkt des Alpinforums 2019, startet die erlesene Experten-Runde meinungsstark in das alpine Wochenende in Innsbruck. Der Eintritt ist im Alpinmesse-Ticket enthalten. Alpines Führungspersonal ist ebenso willkommen wie Profi- und Amateur-Bergsportler.

Alpinmesse 2019: Die 15. Austragung der Alpinmesse Innsbruck startet am Samstagmorgen um 9.00 Uhr, eine Stunde vor Messebeginn, mit einem brisanten Thema, das Alpinsportler im gesamten Alpenraum in schneereichen Wintern, zuletzt im Januar 2019, beschäftigt: „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“. Vier kompetente wie erfahrene Referenten treffen auf Anton Mattle, Landtagsvizepräsident und LLStv. der Bergrettung Tirol, sowie Florian Phleps, Geschäftsführer der Tirol Werbung

Alpinmesse Innsbruck 2019
Ausgrabung von Verschütteten ©Bernd Wallner
Richtiges Sichern beim Klettern ©ÖAV_Schwaiger
Die Messestände der Aussteller sind in der Regel immer gut gefüllt und die Beratung ist sehr gut.
Zahlreiche Impulsvorträge - wie hier mit Michael Larcher (Lawinenkunde).

Die Referenten

Recht auf Bergrettung! Quo vadis? Der Jurist Klaus Burger zeigt auf, wie der Anspruch auf Bergrettung gesetzlich limitiert ist. Ein Beurteilungsmaßstab berücksichtigt Situation, Zeitdruck und die aktuell nicht abzuklärenden tatsächlichen Gegebenheiten. Klaus Burger (Jurist und Einsatzleiter der Bergrettung Bayern)

Recht auf Rettung oder Einsatzabbruch? Zu Beginn einer jeden Rettungsaktion steht die Frage: Kann der Einsatz unter den gegebenen Voraussetzungen durchgeführt werden oder lässt die Situation keine Rettungsmaßnahmen zu? Ein Einsatzleiter der Bergrettung stellt Situationen und Lösungsansätze vor. Andreas Eder (Einsatzleiter der Bergrettung Mayrhofen)

Risiken eingehen, um Sicherheit zu gewinnen. Aus Sicht des Breitensportlers. Über die Bergkuppe geschaut: Unfallrisiken begegnen uns in allen Lebensphasen und Lebensbereichen. Mario Amann erläutert, wie sich Risiken auf unser tägliches Leben auswirken und wie ein bewusstes Eingehen von Risiken für die Unfallprävention hilfreich ist. Mario Amann (Geschäftsführer Sicheres Vorarlberg)

Recht auf Risiko aus Sicht des Extremsportlers. Gibt es Momente der Angst, wenn der 50-jährige Berchtesgadener in eine riskante Route einsteigt? Wie stark ist der Erfolgsdruck seitens seiner Sponsoren? Welchen Einfluss hat seine Familie auf die Realisierung eines Projekts oder die Entscheidung dagegen? Alexander Huber erklärt, welche Faktoren er in seine Risikoanalyse miteinbezieht. Alexander Huber (Extrembergsteiger)

Weitere Informationen unter: www.alpinmesse.info/de/Programm-und-Referenten  www.alpinmesse.info/de/Programm-und-Referenten

Selbstverpflichtung und Risikobewusstsein für mehr Sicherheit

Eine Gesellschaft gewinnt, wenn ihre Mitglieder lernen, mit Risiken bewusst und eigenverantwortlich umzugehen. Der Bergsport bietet dafür ideale Voraussetzungen. Wer Bergsport betreibt, ist bereits im Eigeninteresse angehalten, sich sorgfältig vorzubereiten, sich angemessen auszurüsten und auf Tour verantwortungsvoll zu handeln. Diese Verpflichtung gilt erst recht, wenn die Sicherheit anderer von meinem Handeln betroffen ist“, sagt Michael Larcher, Leiter der Abteilung Bergsport des Österreichischen Alpenvereins.

Das Thema Risiko, verantwortungsvolles Risikobewusstsein und die Selbstverpflichtung für ein Höchstmaß an Sicherheit liegt Michael Larcher nahe. Er bekräftigt, dass Unfälle und Notlagen aber niemals ausgeschlossen werden können: „Erstens, weil nicht alles vorhersehbar und planbar ist, zweitens, weil alle (!) Menschen Fehler machen. Allen Aktiven muss auch bewusst sein, dass Rettung aus Bergnot durch extreme Wetter- und Geländebedingungen erschwert oder auch unmöglich sein kann.”

Forum 2 im 2. Stock - Samstag, 9.11.2019, 9.00 - 11.00 Uhr

Das Alpinforum diskutiert „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“. Fragen und individuelle Meinungen sind willkommen. Inhaber eines Alpinmesse-Tickets haben freien Zutritt zu dieser Podiumsdiskussion am ersten Messetag.

Alpinforum Block 2 – Samstag, 9.11.2019, 13.00 - 15.00 Uhr

„Neues aus der Forschung – Für die Praxis“ Nach der Podiumsdiskussion am Samstagmorgen zum Thema „Recht auf Risiko – Recht auf Rettung“ stellen alpine Experten unterschiedlicher Fachbereiche „Neues aus der Forschung – Für die Praxis“ vor. Von 13.00 bis 15.00 Uhr stehen diese Themen auf dem Programm:

Sicherheit in Kletterhallen - Unfallmuster & Risikokultur

Wann und wo treten Verhaltensfehler auf, welche sind am häufigsten und führen diese dann auch zu Unfällen? mit Julia Janotte, Trainerin & Mitarbeiterin in der DAV Sicherheitsforschung

Schnittfestigkeit von Kletterseilen

Wie scharf muss die Kante, wie weit muss der Sturz und wie groß muss das Gewicht sein, damit ein Seil reißt? mit Daniel Gebel, EDELRID Leitung Forschung & Entwicklung und Philippe Westenberger, EDELRID Leitung Produktabteilung

Neues in der Lawinenkunde?

Die Konsequenzen der Rissausbreitung gilt es auch in der Tourenplanung zu berücksichtigen. Dazu gibt es neue Tools und Herangehensweisen, die helfen, das Lawinenrisiko besser einzuschätzen. mit Dr. Jürg Schweizer, Leiter des SLF und Sachverständiger

Wie können Bergkameraden Leben retten? Lebenswichtige Erkenntnisse in der Lawinenmedizin

Wird ein Skitourengeher von einer Lawine verschüttet, hängt sein Überleben entscheidend von den Kameraden ab. Doch wie effizient ist diese Laienrettung? mit Dr. Bernd Wallner, Alpin- und Höhenmediziner, Expeditionsarzt

Infos: Alpinmesse Innsbruck

Die beiden Abendvorträge kommen dieses Jahr von Fabian Buhl (Samstag 19.00 Uhr) und Kilian Fischbuhber (Sonntag 17.00 Uhr).



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