Beim Start - Tag 2
08 April 2013

Team aus den USA gewinnt am Dachstein

Wegen Nebels wurde die Waymaker-Challenge frühzeitig beendet - das Team USA hatte hauchdünn die Nase vorn.

Nach ihren Ambitionen beim Atomic Waymaker befragt, antwortete das Team „United States of Canada“ am Start in mit einer Mischung aus Pathos und Augenzwinkern: „In 20 Jahren sagen zu können, dass wir beim Debüt dieser weltweit erfolgreichen Veranstaltung dabei waren.“ Nun können die drei Top-Athleten aus den USA und Kanada ihrer Erzählung eine besondere Pointe verleihen: den ersten Atomic Waymaker nicht nur bestritten, sondern gleich gewonnen zu haben.

Der Sieg des aus Marc Smiley, Andrew McNab und Reiner Thoni bestehenden Weltklasse-Trios gibt symbolträchtig die Richtung vor, die dieser Event schon bei seiner ersten Austragung eingeschlagen hat: Diese Skitouren-Challenge, die Kondition und Kreativität verlangt, Orientierungsvermögen und Freeski-Können, Verantwortungsbewusstsein und Team-Spirit, hat internationales Potenzial.

Zwei Tage lang beobachtete die aus Head-Judge und Veranstalter Heli Putz, Hannes Arch, Matthias Haunholder, Beat Kammerlander, und Andreas Ringhofer bestehende Jury jeden Schritt der Athleten – direkt vor Ort, via Live-Tracking, durch Auswertung der Navigationsgeräte und mit Hilfe der Videos aus den mitgeführten Helmkameras.

„Die Performance der Teams hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Hannes Arch, „alle acht haben das Gebiet völlig individuell interpretiert und ihren Stärken entsprechend genützt – und genau darum ist es uns gegangen.“ Jede Passage wurde von der Jury mit Punkten bewertet, bis zum Schluss trugen die Nordamerikaner, das österreichisch-spanische Team um Weltcupsieger und WM-Medaillengewinner Kilian Jornet sowie die zähen heimischen Lokalmatadoren ein Kopf-an-Kopf-Rennen aus.

„Wir sind wahnsinnig stolz, diesen Titel gewonnen zu haben“, sagt Marc Smiley, der bis 2014 gemeinsam mit Frau Janelle als Erster alle 50 klassischen Gipfel Nordamerikas besteigen will, „Und wir hatten zwei großartige Tage am Dachstein. Eine unserer heutigen Abfahrten führte durch ein mehr als 50 Grad steiles Couloir (Anm.: enge Rinne) mit genialem Schnee – dieser Ride hat alles in den Schatten gestellt, was wir bisher in Europa gefahren sind.“

Nach dem dichten Nebel zwischen Ödensee und Krippenstein am Samstag wurden die Bedingungen am Sonntag noch extremer: Ab dem Start am Krippenstein um 5 Uhr hatten die Athleten im dichten Nebel selten mehr als ein paar Meter Sicht. Darum stellte die Jury um 11 Uhr ihre Bewertungstätigkeit ein und ließ die Teams neutralisiert ins Ziel absteigen. „Sicherheit“, so Putz, „hat für uns oberste Priorität.“

Webtipp:www.atomicwaymaker.com

Beim Start - Tag 2
In der engen Rinne (Team USA)
Das Preber-Team beim Aufstieg
Im Gipfelbereich
Zielbereich (Team USA)
Die Gewinner aus den USA


Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.