Siegerehrung U18 Burschen: 1. Alberto Gines Lopez (ESP) 2. Luka Potocar (SLO) 3. Louis Gundolf (AUT). (Foto: Moritz Liebhaber)
28 Mai 2018

Vierfaches Edelmetall für KVÖ-Nachwuchs

Bei der Jugend- und Junioren-EM in Imst überzeugten die Österreichischen NachwuchskletterInnen in den Disziplinen Lead und Speed...

Die Österreichischen NachwuchskletterInnen überzeugten bei der Jugend- und Junioren-EM in den Disziplinen Lead und Speed an diesem Wochenende (25.-27.5) in Imst (Tirol). Gleich vier Medaillen gab es im Lead: Sandra Lettner holte sich den Titel der U18. Thomas Podolan (U16) und Mathias Posch (Junioren) sicherten sich Silber. Louis Gundolf (U18) kletterte zu Bronze. Das KVÖ-Aufgebot war in jedem Lead-Finale vertreten und sicherte sich die Lead-Mannschaftswertung vor Frankreich und Slowenien.

Imst: Nach der Jugend- und Junioren-WM in Innsbruck letztes Jahr stand heuer das nächste Nachwuchs-Großereignis an. Ein sehr erfahrenes Organisationsteam der Alpenvereinssektion Imst-Oberland rund um Andreas Knabl organisierte die Jugend- und Junioren-EM 2018 in Imst. Bei strahlend schönem Wetter ging der Bewerb trotz über 500 StarterInnen reibungslos über die Bühne.

Österreich als einzige Nation in jedem Lead-Finale vertreten
Am Freitag (25.5.) standen die Qualifikationen im Vorstieg an. Von 22 KVÖ-AthletInnen erreichten 17 das Halbfinale. Mehr als die Hälfte von ihnen (4 Burschen und 5 Mädchen) sicherten sich am Samstag ihr Finalticket: Thomas Podolan (NFÖ Salzburg) und Julia Lotz (ÖAV Hohe Munde) in der U16, Stefan Scherz (NFÖ Neunkirchen), Louis Gundolf (ÖAV Imst-Oberland), Chiara Schafferer (ÖAV Innsbruck) und Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck) in der U18, sowie Laura Stöckler, Eva Hammelmüller (beide ÖAV Haag) und Mathias Posch (ÖAV Hohe Munde) bei den JuniorInnen. Österreich war damit als einzige Nation in jedem Finale vertreten.

Siegerehrung U18 Burschen: 1. Alberto Gines Lopez (ESP) 2. Luka Potocar (SLO) 3. Louis Gundolf (AUT). (Foto:  Moritz Liebhaber)
Siegerehrung U18 Mädchen: 1. Sandra Lettner (AUT) 2. Laura Rogora (ITA) 3. Vanda Michalkova (SVK). (Foto: Moritz Liebhaber)
Mathias Posch (ÖAV Hohe Munde / TIR) im Semifinale. (Foto: Moritz Liebhaber)
Sandra Lettner (ÖAV Vöcklabruck / OÖ) in der Sppe-Qualifikation. (Foto: Moritz Liebhaber)

4-faches Edelmetall im Vorstieg für KVÖ-Youngster: Gold für Sandra Lettner, Silber für Thomas Podolan und Mathias Posch, Bronze für Louis Gundolf
Samstag Nachmittag machte die U16 den Auftakt. Julia Lotz kam als erste Österreicherin aus der Isolationszone und kletterte auf den 8. Rang. Der 15-Jährige Salzburger Thomas Podolan zeigte nur 2 Wochen nach seiner Knie-Operation, was in ihm steckt und kletterte zu Silber. Gold verpasste er nur aufgrund des Halbfinalergebnisses.
In der U18 hatten gleich vier ÖsterreicherInnen das Finalticket gelöst: Sandra Lettner hatte schon die Vorrunden dominiert und sicherte sich souverän den Europameistertitel der U18. Die aktuelle Kombinationsweltmeisterin untermauerte nach zwei Europacup-Siegen im Bouldern in den letzten Wochen ihre Vielseitigkeit. Der Pitztaler Louis Gundolf sicherte sich mit einem starken Auftritt im Finale seinen ersten internationalen Podestplatz und holte die Bronzemedaille. Stefan Scherz kletterte auf Rang 5; Chiara Schafferer wurde 8.
Bei den Juniorinnen verpasste Laura Stöckler mit Platz 4 nur knapp das Podest. Ihre Teamkollegin Eva Hammelmüller wurde 6. Der Tiroler Lead-Spezialist Mathias Posch, der zuletzt 2014 eine EM-Medaille geholt hatte, zeigte eine starke Leistung, die mit Silber belohnt wurde. Darüber hinaus sorgte Platz 1 in der Nationenwertung im Lead im KVÖ-Lager für zufriedene Gesichter.

Jugend-Nationaltrainer Hannes Brunner zeigte sich sehr zufrieden: "Mannschaftlich war das eine sehr gute Leistung! Wir hatten sehr viele AthletInnen im Halbfinale und im Finale. Mit vier Lead-Medaillen bei der Heim-EM wurden die Erwartungen übertroffen, obwohl einzelnen AthletInnen das Quäntchen Glück fehlte und sie sich unter ihrem Wert geschlagen haben"

Im Speed konnte Tobias Plangger (ÖAV Innsbruck) nach einem Fehlstart nicht an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Der Tiroler, der aufgrund seiner persönlichen Bestzeit zu den Favoriten gehörte, verpasste das Achtelfinale. Sandra Lettner (14.), Celina Schoibl (16.) und Laura Stöckler (10.) schufen sich im Speed sehr Ausgangspositionen für die Kombination.

Text: Ben Lepesant

Webtipp: Austria Climbing



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