Michaela an der Tragepassage; Bild Alfred Ruff
21 Dezember 2009

Weltcup-Auftakt für Österr. Skibergsteiger

Weltcup-Auftakt für Österreichs Skibergsteiger in Italien

Während auch in Österreich die ersten Tourenskirennen über die Bühne gingen, war die Nationalmannschaft beim ersten Weltcup- Einsatz unterwegs.

Zwar ein bisschen wie bei den 10 kleinen Negerlein, aber zuletzt doch ganz erfolgreich. Nach dem kurzfristigen Ausfall des Tirolers Alexander Fasser nach einem Leistenbruch war es nur eine kleine Mannschaft, die ins italienische Aostatal in den Wintersportort Pila reiste. Der Kärntner Teamkapitän Alexander Lugger entschloss sich, außer ihm selbst nur Lydia Prugger (Steiermark) und Michaela Essl (Salzburg) ins Rennen zu schicken.

Das Rennen in Pila wartete heuer mit einer Besonderheit auf: am Tag vor dem Rennen wurde eine Qualifikation gelaufen. Auf einem kurzen und technischen Parcours am Freitag nachmittag wurde die Startaufstellung für das am Samstag stattfindende eigentliche Rennen erkämpft.

Bei diesem Prolog hatte Alexander Lugger großes Pech: schon beim Aufwärmen brach sein Skischuh, er bekam Probleme mit dem Zeitnehmungs-Chip und durfte daraufhin nicht antreten. Da dies für das Hauptrennen am Samstag einen Rückstand von 2 Minuten bedeutet hätte, entschloss Lugger sich, seine Kräfte lieber in den Rennverlauf der beiden verbliebenen Damen zu stellen und als Betreuer zu fungieren.

Die Bedingungen beim eigentlichen Rennen am Samstag waren dann zwar gut, aber zum Start um 18:00 Uhr herrschten klirrende minus 22 Grad vor. Die Rennleitung reagierte, verkürzte das Rennen und brachte es von den ausgesetzten Graten in tiefere Lagen. Dennoch war das Rennen eine Tortur.

Nicht nur körperlich für die Athleten, sondern auch für das Material. Der Beanspruchung hielt schließlich leider das Material von Lydia Prugger nicht stand. Sie verlor im zweiten Anstieg an 6. Stelle liegend ein Fell. Trotz intensiver Bemühungen konnte sie keines Ihrer Ersatzfelle mehr zum kleben auf dem eiskalten Ski bringen und musste schließlich entnervt aufgeben.

Die einzige im Rennen verbliebene Österreichische Athletin und Nachwuchshoffnung Michaela Essl konnte schließlich trotz der brutalen Kälte einen gesamt 7. Platz erreichen und damit die Ehre der Alpenrepublik einmal mehr retten.

Gewonnen wurde das Rennen in der Damenwertung übrigens von der Spanierin Miro Mireia, bei den Herren dominierte mit Kilian Jornet ebenfalls ein Spanier.

Webtipp:ASTC

Michaela an der Tragepassage; Bild Alfred Ruff
Lydia Prugger im Anstieg; Bild Alfred Ruff
Lydia Prugger bei der Abfahrt; Bild Alfred Ruff
Michaela Essl bei der Abfahrt; Bild Alfred Ruff


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