Philipp Brugger aus Sistrans/Tirol; Bild: Christian Gamsjäger
22 Januar 2011

Weltcup der Skibergsteiger in Gavarnie

Sportler aus Oberösterreich, Salzburg und Tirol arbeiten sich an die Spitze heran, sogar eine Bronzene war drin ...

Der 2. Weltcupbewerb der Saison (von insgesamt 5 Stationen) wurde am Sonntag, 23.1.2011 im französischen Gavarnie abgehalten. Das rot-weiß-rote Nationalteam war mit 6 Sportlern vertreten, die sich allesamt gut schlugen.

Auf pickelharter Strecke und wenig Schnee, aber bei strahlendem Sonnenschein kämpften 150 der besten Skibergsteiger der Welt um Platzierungen. Das Österreichische Team konnte sich gegenüber dem ersten Weltcupbewerb verbessern und arbeitet sich an die Spitze heran.

Die Ergebnisse sind jedoch auf dem Weg zur WM im Februar in Italien durchwegs noch nicht ideal, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Altersklasse Seniors (männlich 43 gewertete)

Alexander Fasser (Lermoos/Tirol) hatte beim Sprint am Samstag in der Qualifikation gepatzt und durfte beim Start nach der Gundersen- Methode erst mit 2 Minuten Verspätung starten. Zusätzlich verlor er zwar nur 5 Minuten auf den späteren Sieger, aber im dichten Feld bedeutete dies gleich den 19. Platz; der Fehler vom Samstag rächte sich bitter…schade, denn die aufgebrummten 2 Minuten wären in der derzeitigen guten Form von Fasser Goldes wert gewesen und hätten zumindest 5 Plätze ausgemacht.

Altersklasse Espoir (weiblich 6 gewertete, männlich 14 gewertete)

Das einzige weibliche Mannschaftsmitglied Michaela Essl (Abtenau/Salzburg) brachte zwar mit einem 3. Rang in der Espoir-Klasse das beste Ergebnis des Tages und holte eine Bronzemedaille nach Österreich, schlug sich aber weit unter Wert. „Es ist mir nicht gut gegangen heute, kann sein, dass mir noch die Grippe etwas nachhängt, die ich im Dezember hatte“, sagte sie im Ziel. Daniel Rohringer (Gosau/Oberösterreich) konnte mit Platz 11 zwar ein gutes Zeitergebnis abliefern, sein Ziel Top Ten in der Klasse der Espoirs aber nicht erreichen.

Altersklasse Junioren (männlich 18 gewertete)

Hervorragend lief es zunächst für Martin Islitzer (Prägraten/Tirol). Ein Fehler nach einem Fellwechsel – Islitzer fuhr einige Meter in die falsche Abfahrt ein – kostete aber mindestens 30 Sekunden und vor allem viel Nerven. Nach dem Verhau war nur mehr Platz 10 drin – nur 2 Minuten schneller hätte schon Rang 6 bedeutet.

Philipp Brugger (Sistrans/Tirol) lief ein konstantes Rennen, ein Spitzenplatz blieb jedoch mit Platz 12 außer Reichweite.

Altersklasse Cadett (männlich 10 gewertete)

Mathias Lechner (Kirchdorf/Tirol) lieferte zum wiederholten Mal ein solides Rennen ab, und konnte schließlich mit Platz 7 ein achtbares Ergebnis abliefern.

Bundestrainer Alexander Lugger analysiert

„Nach den Zeiten bin ich zufrieden, die Platzierungen sind allerdings nicht nach Wunsch, mehrfacher Top Ten war erklärtes und durchaus erreichbares Ziel, das leider nur teilweise erreicht wurde. Die ärgerlichen Patzer müssen bis zur WM in einem Monat weg sein, und das Leistungshoch einiger Sportler muss auch noch erreicht werden. Die Zeit bis zur WM werden wir jedenfalls sinnvoll nutzen.“

Weitere Informationen auf www.askimo.at

Philipp Brugger aus Sistrans/Tirol; Bild: Christian Gamsjäger
Daniel Rohringer aus Gosau/Oberösterreich; Bild: Christian Gamsjäger
Martin Islitzer aus Prägraten/Tirol; Bild: Christian Gamsjäger
Michaela Essl aus Abtenau/Salzburg; Bild: Christian Gamsjäger
Martin Islitzer aus Prägraten/Tirol; Bild: Christian Gamsjäger


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