Ines Papert mit den X-Dream Eisgeräten im Langental (Zauberflöte; M9/W6)
20 Dezember 2022

Eisklettern - die Kunst den Moment zu leben

Die Geschichte und Faszination des Eiskletterns ...

Eine Felsroute ist immer gleich, sofern es keine größeren Ausbrüche in der Wand gibt, bleiben Griffe und Tritte unverändert an ihrem Platz. Eine Eisroute hingegen ist immer extrem im Wandel. Sie kann sich in nur wenig Zeit verändern, komplett verschwinden und vielleicht erst nach zig Jahren unter den richtigen Bedingungen wiederbilden. Eisklettern ist also die Kunst, den Moment zu nutzen, es gilt auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, um den Wasserfall, die Wand oder die Wasserrinne zu erklimmen, die sich plötzlich „bildet“ und zu einer natürlichen Aufstiegsmöglichkeit wird.

Zur Zeit der Pioniere

Eisklettern ist so alt wie das Bergsteigen, d.h. eigentlich wurde anfangs und für lange Zeit eher auf hartem Schnee geklettert als auf Eis. Die damaligen Pioniere, in der Regel Bergführer, hatten nicht einmal Steigeisen und konnten nur Stufen erklimmen. Ein Schlag nach dem anderen, mit primitiven Eispickeln, galt es unendlich viele Stufen zu hauen und die weißen Hänge an der Grenze des Möglichen zu bezwingen. Ein Beispiel? Die Nordwand des Pizzo Roseg in den Rhätischen Alpen wurde 1890, genau ein Jahr nach der Gründung von C.A.M.P., vom legendären Engadiner Christian Klucker zusammen mit Ludwig Norman-Neruda bestiegen.

Ines Papert mit den X-Dream Eisgeräten im Langental (Zauberflöte; M9/W6)
Luka Lindic in Godzilla (M9+/WI5+)

Die schnelle Entwicklung im Eis

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchten Steigeisen auf, erst Zehnzacker und dann Zwölfzacker mit zwei Vorderzacken, aber die eigentliche Revolution kam erst viel später und eröffnete neue Horizonte. Die Rede ist natürlich von der Piolet-Traktion, die es ermöglichte, bisher unwahrscheinliche Kunststücke zu konzipieren und auszuführen. Wir denken da an die berühmte Supercouloir des Mont Blanc du Tacul, die 1975 von Patrick Gabarrou und Jean-Marc Boivin bezwungen wurde. Und natürlich konnten so die klassischen Routen in viel weniger Zeit bewältigt werden. Das Geheimnis dieser Veränderung? Das Aufkommen neuer Werkzeuge wie Eispickel und Steigeisen, einschließlich unseres Hummingbirds mit modularem Kopf und unserer Footfang mit vertikaler Struktur. Alpinisten entdecken ein plötzliches Interesse an tiefer gelegenen Zielen, wo sich Wasserläufe im Winter in Eissäulen und Eiswände zum Klettern verwandeln. Hier gibt es echtes, senkrechtes Eis, Lichtjahre von den um 50 oder maximal 60 Grad geneigten Schneehängen entfernt. In den letzten Jahren wurde die Ausrüstung immer weiter verbessert, Eisfälle, an denen einst nur eine kleine Elite kletterte, heißen heute dank echter Sensationen wie dem X-Dream-Eispickel oder dem Blade Runner-Steigeisen immer mehr Eiskletterer willkommen. Mit Begeisterung warten sie auf den Gefrierpunkt, den richtigen Moment, um sich an ihre kurzlebigen Träume zu wagen. Egal wo, ob Alpen, Norwegen oder Kanada, stets für unvergessliche Emotionen in einer surrealen Umgebung bereit.

X-Dream Eispickel

• Ultraleicht und extrem ausbalanciert: das optimale Gerät für Eisklettern, Mixedklettern und Dry-tooling

• 4 austauschbaren Hauen, Mixte und Ice sind für eine besondere Vielseitigkeit mit Schaufel oder Hammer kombinierbar

• Serienmäßig montierte Mixte-Haue, die Hauen Ice, Race und Total Dry können zusätzlich gekauft werden

• Ergonomischer Griff mit regelbarer Neigung, aus ultraresistentem Material auch bei sehr niedrigen Temperaturen und mit oberer Stütze in reduzierter Größe für weniger Platzbedarf und höhere Leistungen

• 2 austauschbare Einsätze (X-Finger Small und X-Finger Large) zur Feineinstellung des Griffs im Zeigefingerbereich

• Einsatz X-Rest, um die Grifflänge um 5 mm zu reduzieren

• Dritte fakultative Stütze am Schaft

• Spezialband X-Grip 2 inklusive

Rocket Eisschraube

• Hochwertige Eisschraube, ideal zum Bergsteigen und für Eisfälle

• Leichte und strapazierfähige Konstruktion aus Chrom-Molybdän-Stahl

• Umgekehrtes Gewinde für besten Halt in allen Eisarten

• Die Frontalzacken garantieren eine schnelle und einfache Positionierung auch im kältesten und kompaktesten Eis

• Gebogene und an der Schraube ausgerichtete Stahllasche, um eine optimale Lastübertragung und einen einfachen Transport des Werkzeugs an beiden Gurtseiten zu gewährleisten

• leicht konische Konstruktion erleichtert das eindrehen ins Eis

• Drehknopf in verschiedenen Farben zur sofortigen Identifizierung der Länge

• Entspricht der Norm EN 568

Webtipp: Camp



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