Die Nineteen G Expressschlingen
27 April 2018

Nineteen G - die 45 Gramm Expressschlingen

Nineteen G - eine ultraleichte Expressschlinge von Edelrid mit nur 45 Gramm

Lange alpine Klettertouren, Hochtouren bei denen man ab und zu Passagen sichern muss oder einfach nur die Gletscher-Skitour bei der man eine Expressschlinge bei der Gletscherausrüstung dabei haben sollte – diese Touren haben eines gemeinsam, man ist oft sehr lange unterwegs und sollte deshalb das Gewicht seiner Ausrüstung auf das nötigste minimieren. Bei den Expressschlingen – also der Verbindung zwischen Fixpunkt (Haken, Bohrhaken, Klemmkeil oder Eisschraube) mit dem Seil – gibt es mit der Edelrid Nineteen G Expressschlinge ein superleichtes Tool auf dem Markt.

Wir sind vor Jahren durch einen Kletterkollegen auf diese leichten Expressschlingen aufmerksam gemacht worden. Als wir sie dann das erste Mal in einem der Klettershops in Arco in der Hand hatten, stand uns anfangs der Mund offen. Hält dieser – eher einem Materialkarabiner ähnlich schauende – Nineteen G auch wirklich das, was er verspricht? Von den Werten her reicht es natürlich: Bruchlast längs: 20 kN, quer: 7 kN und offen: 7 kN, aber wie sieht es mit dem Handling dieser putzigen Dinger mit Drahtschnapper und 8 mm Dyneema aus? Wie gut lässt sich das Seil in die 17 mm weite Schnapperöffnung einhängen, wie liegen sie in der Hand etc.?

Die Nineteen G Expressschlingen
Links die 10 cm Nineteen G und rechts die 18 cm Nineteen G Expressschlinge.
Der Größenvergleich zu "normalen" Expressschlingen.
Auf der Waage - unsere waren um 3 g schwerer als angegeben.
In der zweiten Seillänge des Gigalitz Südostgrates.
In der Südwand-Route am Loser.
Wilder Kontrast, große Camelots und die Nineteen G Expressschlingen (Pumprisse - Foto: Gerhard Mössmer)
Auf dem Nordgrat des Großvenedigers.
Diese leichten Schlingen sind perfekt!

Nach ungefähr zwei Jahren Alpinklettern mit den Nineteen G Expressen haben wir uns ein ganz gutes Bild machen können. An die Größe und das damit verbundene etwas andere Handling beim Einhängen in den Sicherungspunkt gewöhnt man sich recht schnell - selbst wenn man größere Hände hat. Auch gestandene Sportkletterer meinten von in der ersten Seillänge „Was für ein Scheiß“ dann spätestens in der fünften Seillänge „Für das geringe Gewicht und die Größe funktionieren die kleinen Dinger wirklich gut“. Soll heißen, nach einer kleinen Eingewöhnungsphase kommt man sehr gut mit den kleinen Schlingen zurecht und setzt diese genau so sicher ein wie die großen Expressschlingen, die man in der Regel beim Sportklettern im Klettergarten am Klettergurt hat.

Man muss sich wirklich mal vor Augen halten, dass man fast die Hälfte des Gewichtes spart, wenn man die kleinen Nineteen G Expresschlingen anstatt der großen in den Rucksack packt. Ganz eindrucksvoll sieht das dann aus, wenn ein Profikletterer dann die mini Nineteen G Expressen mit den ultra großen Chamalots in den Pumprissen kombiniert - auf den ersten Blick denkt man da gleich, dass da etwas nicht stimmt. Aber auch bei alpinen Eiswänden oder anspruchsvollen Hochtouren, zu denen man sehr lange zusteigt, sind die Nineteen G ein super gewichtsreduzierender Faktor. Wenn man sich an die Dinger einmal gewöhnt hat, lassen sie sich auch mit Handschuhen bedienen. Bei der Skihochtour hängt die Nineteen G bei uns mit einer Eisschraube am Leichthüftgurt.

Fazit bergsteigen.com: Kurz und bündig - wer gerne mit extrem leichter Ausrüstung Alpintouren klettert wird um die Edelrid Nineteen G Expressschlingen nicht herumkommen!

Edelride Nineteen G
10 cm Schlingenlänge, Farbe night, 45 g (nachgewogen 3 g mehr)
18 cm Schlingenlänge, Farbe oasis, 47 g (nachgewogen 3 g mehr)
Gewicht für die komplette Expressschlinge!
Preis: 22 Euro

Webtipp: Edelrid



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