Die Dyon Expressschlingen gehören derzeit zu den besten am Markt - deshalb bergsteigen.com Top Gear.
03 August 2017

Test: Camp Dyon Express-Set

Der italienische Hardware-Spezialist brachte ein ultraleichtes und stylisches Express-Set auf den Markt und wir haben dieses vier Monate lang getestet.

Der italienische Hardware-Spezialist bringt ein ultraleichtes und stylisches Express-Set auf den Markt.

Irgendwann braucht man wieder neue Expressen, bei uns war es nach fast 10 Jahren soweit und natürlich haben wir den Markt nach den besten und leichtesten Exen gescannt. Karabiner mit Drahtschnapper müssen es sein, die gibt’s ja schon seit geraumer Zeit und sie haben auch den Vorteil, dass der Whiplash-Effekt schwächer ausgeprägt ist als beim normalen Schnapper - wenn ein Karabiner mit dem Rücken (der schnapperabgewandten Seite) schwungvoll gegen den Fels schlägt, öffnet sich der Schnapper kurzzeitig auf Grund der Massenträgheit.

Doch die meisten von ihnen haben einen Haken bzw. eine Nase, die beim Aushängen in den Bolts regelmäßig hängen bleibt. Vor einigen Jahren brachte Petzl mit dem Ange einen Monodrahtschnapper mit Keylock (ohne Nase) auf den Markt und danach entwickelte Black Diamond die HoodWire-Technologie, bei der die Nase mit einem extra Draht außen abgedeckt wird.

Seit einem Jahr ist auch Camp mit einem nasenlosen Drahtkarabiner - dem Dyon - auf dem Markt vertreten. Camp löst das Nasenproblem unserer Ansicht nach mit dem patentierten SphereLock Verschluss am elegantesten, indem die dünne Nase von einem kugelförmigen Gusselement am Ende der beiden Drähte umschlungen wird. Der Vorteil: Die Nase beim Dyon ist im Vergleich zu den anderen beiden Karabinern super schmal, was sich positiv beim Einhängen von alten alpinen Haken - bei denen die Öse oft tief im Riss steckt - bemerkbar macht. Der Dyon lässt sich durch den breiten Doppeldraht-Schnapper auch angenehm öffnen.

Klar, dass der Dyon auch ein Superleichtgewicht unter den Drahtschnappern ist und gerade mal 33 g auf die Waage bringt. Die pitzligen Vergleicher werden sofort feststellen, dass der OZ und der Ange S noch leichter sind, doch diese sind auch wesentlich kleiner als der DYON, der von der Anmutung her eher zu den größeren Schnappern gehört und dadurch auch sehr angenehm in der Hand liegt.

Den Dyon Karabiner gibt es in drei Farben und für die Fans von ultraleichtem Material und Alpinisten als Expressset mit einer 11 oder 20 cm langen Dyneema Schlinge bzw. für die klassischen Sportkletterer mit einer Bandschlinge aus Polyester zu 25 mm (Länge 11 und 18 cm).

Bildergalerie: Camp Dyon Express KS Dyneema

Camp Dyon mit dem patentierten SphereLock Verschluss und der schmalen Nase.
Die Dyon Expressschlingen gehören derzeit zu den besten am Markt - deshalb bergsteigen.com Top Gear.
Camp Dyon Express KS Dyneema in zwei Längen (11 u. 20 cm).
Camp Dyon - stylisch und ultraleicht.
Camp Dyon im alpinen Einsatz mit Normalhaken unschlagbar.
Camp Dyon Express KS Dyneema.

Technische Daten Camp Dyon

Bruchlast längs:  21 kN

Bruchlast quer:  7 kN

Bruchlast offen: 11 kN

Material: Aluminium

Schapper Verschluss: SphereLock

Schnapperöffnung 26 mm

Gewicht:  33 g

Schlingenlänge: 11 cm bzw. 20 cm

Farben: 8 Farben

UVP: ab ca. 15,- bis ca. 25,- Euro für das komplette Set (je nach Ausführung der Schlinge)

Fazit bergsteigen.com: Leichtes und extrem gutaussehendes Expressschlingen-Set zum Sportklettern und für lange alpine Touren. Der riesen Vorteil liegt beim Alpinklettern in der fehlenden Hakennase und der vergleichsweisen hohen Bruchlast bei geöffneten Karabiner.

Webtipp: Camp



Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.
Nach oben