Bergwelten: Die Riesen um den Wolfgangsee

Datum: 03 Mai 2021
Ort:
Servus TV 20:15

Zahlreiche Erzählungen drehen sich um die Berge rund um den sagenhaften Wolfgangsee. Besonders märchenhaft ist jene Sage über die drei Brüder: Sie sollen für eine Königstochter den schönsten Platz der Welt gesucht haben. Als sie an den Wolfgangsee kamen, erstarrten sie ob seiner Schönheit. Heute findet man diese drei Brüder zu Stein geworden als Plombergstein, Obenauerstein und Mittersteig. Wer von dort oben einen Blick auf den Wolfgangsee wirft, kann sofort nachempfinden, wie es den Brüdern in der Sage ergangen sein muss.


Der Berg der vielen Möglichkeiten

Gerade der Plombergstein ist sehr vielseitig und sowohl für Anfänger als auch für Profis ein optimales Klettergebiet. Der junge Extrem-Sportler Jakob Kronberger hat hier gemeinsam mit seinem Vater die Leidenschaft zum Klettern entdeckt. Mittlerweile ist der 19-Jährige eine internationale Klettergröße. Bereits im zarten Alter von 14 Jahren hat er die schwierigste Route am Berg erfolgreich absolviert. „Ist eine Route bezwungen, sucht man sich gleich die nächste Herausforderung“, erklärt Jakob mit einem Lächeln im Gesicht. Und diese weitere Challenge steht für den Sportkletterer bereits fest: Er möchte die schwerste Mehrlängen-Route am Plombergstein bezwingen.


Die höchst gefährliche Schönheit

Ebenfalls am Wolfgangsee, in der Nähe der Falkensteinwand, befindet sich Europas höchster und gefährlichster, aber zugleich wahrscheinlich schönster Klippensprung-Spot. Alain Kohl hat zu diesem Ort eine besondere Verbindung – er hat hier mit dem Springen begonnen. „Über die drei Sekunden des Sprungs könnte ich einen Roman schreiben“, erzählt der Luxemburger. Es ist ein außergewöhnlicher Zustand, in dem er sich in dieser Zeit befindet. In dieser Bergwelten-Dokumentation berichtet er, wie er jene Sprünge meistert, die für einen Laien tödlich wären.


Hoch hinaus und tief hinunter am Schafberg

Den Kampf „Mensch gegen Maschine“ bestreiten die beiden Bergläufer Wolfgang Eisl und Claudia Wimmer. Sie laufen von St. Wolfgang 1.200 Höhenmeter bei einer Steigung von 26 Prozent auf den Schafberg hinauf. Ziel ist es, die Zahnradbahn, welche rund 50 Minuten auf den Berg benötigt, zu schlagen. Ob es gelingt, bleibt noch offen, denn die neuen Dieselloks sind wesentlich schneller als die alte Dampflokomotive.


Unterdessen geht es Hartmut Gföllner etwas langsamer an. Er wandert gemütlich den Schafberg hinauf, um sich im Anschluss mit seinem Paragleiter hoch in die Lüfte zu begeben. Hike and Fly ist das neue Motto. Wenn Hartmut über den See mit traumhafter Aussicht schwebt, kann er verstehen, wie es einst den drei Brüdern aus der Sage ergangen sein muss. Auch er blickt ganz ehrfürchtig auf die schöne Gegend, die er mit Stolz als seine Heimat bezeichnen darf.



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