Hochwildstelle Südgrat

Klettersteig
Mittel
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit B/C , 1+
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 100 Hm  /  1700 Hm
0:30 Min.  /  10:00 Std.
Absicherung
AbsicherungSchlecht
AusrichtungSüd
AusrichtungSüd
Zustiegszeit
Zustiegszeit 5:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 4:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Hochwildstelle  (2747 m)
Charakter:

Die Überschreitung der Hochwildstelle über den Südgrat und der anschließende Abstieg über den Normalweg zählen zu den schwersten und längsten Bergfahrten, die man in den Schladminger Tauern unternehmen kann, soferne man markierte Wege nicht verlassen will. An schönen Wochenenden ist die Hochwildstelle ein beliebtes Tourenziel. Der Tiefblick ist fantastisch, der Dachstein zum Greifen nahe und der grandiose Rückblick auf alle namhaften Gipfel der Schladminger Tauern belohnt für die Aufstiegsmühen.

Genaue Routenbeschreibung:

Vom Einstieg über leichte Kletterei (1) und ausgesetztes Gehgelände zu den ersten Versicherungen. Die folgende, mit Eisenklammern versicherte und sehr ausgesetzte Wandstufe (B/C) stellt die Schlüsselstelle dar. Über Gehgelände (Grat stellenweise sehr schmal) geht es zur nächsten Wandstufe. Diese ist mit einigen Eisenklammern versichert (B, dann A/B). Direkt am Grat geht es in leichter Kletterei (1) weiter hinauf. Nach einem Stück Gehgelände folgen noch einige Kletterstellen (1+) bevor der Gipfel erreicht wird.

Ausrüstung:

Helm, evtl. Sicherungsseil

Bemerkung zu den Versicherungen:

Nur wenige Versicherungen in Form von Eisenklammern, kein Stahlseil. Eine Selbstsicherung ist nur ganz vereinzelt möglich.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Der Südgrat der Hochwildstelle ist kein Klettersteig im herkömmlichen Sinn. Da er jedoch von der einschlägigen Literatur zu den Klettersteigen gezählt wird, wollen auch wir ihn hier vorstellen.

Aufgrund der großen Ausgesetztheit und Exponiertheit ist der Südgrat trotz der relativ geringen technischen Schwierigkeiten ein sehr ernstes Unternehmen und sollte nur bei beständigem Wetter von absolut trittsicheren und schwindelfreien Bergsteigern gemacht werden.

Zustieg zur Wand:

Vom Parkplatz über eine Forststraße (immer wieder Abkürzungen durch den Wald möglich) zum Riesachsee (1.338 m) aufsteigen. Über die Straße entlang zahlreicher Almen eben weiter zur Kotalm. Ab hier über einen Wanderweg ansteigend zur Preintalerhütte.

Gleich nach der Hütte links abzweigen und den Bach übersetzen. Nach wenigen Minuten rechts Richtung Trattenkar abzweigen und in der Folge durch dieses linkshaltend zur Wildlochscharte aufsteigen. Von der Scharte über einen kurzen Schotterhang zum Einstieg.

Höhe Einstieg: 

2660 m

Abstieg:

Vom Gipfel über den gerölligen Normalweg (mit Schutt versehene Steilrinnen, Stelle 2-) in die Scharte zwischen Hochwildstelle und Kleiner Wildstelle absteigen. Mit Hilfe einiger Eisenklammern (A/B) und leichter Kletterei (1) wieder hinauf auf den Grat und Richtung Kleiner Wildstelle. Kurz vor dem Gipfel verlässt der Weg den Grat nach links um in die Neualmscharte (2.347 m) zu führen.

Dort links halten und bis zu einer Bachquerung vor einer Gegensteigung absteigen. Am anderen Ufer kurz hinauf und dort rechts schlechten Markierungen folgend zur verlassenen Neualm (1.849 m) absteigen. Dort dem Wegweiser Richtung Riesachsee folgen und bei der Kerschbaumeralm (1.356 m) auf den Aufstiegsweg treffen. Weiterer Abstieg über diesen.

Stützpunkt:
Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 45/3 Niedere Tauern III, 1:50.000
BEV ÖK 127 Schladming, 1:50.000
Kompass WK 31 Radstadt-Schladming, 1:50.000, ISBN: 3-85491-034-7
Freytag & Berndt WK 201 Schladminger Tauern, 1:50.000

Bemerkungen:

Als Tagestour sehr lang.

Infostand: 

19.09.2004

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

A9 bis Knoten Selzthal oder A10 bis Ausfahrt Ennstal, dann die B146 nach Schladming. Richtung Rohrmoos und im Untertal bis zum Ende der Fahrmöglichkeit beim Parkplatz Riesachfälle.

Mit Öffis: Mit der Bahn nach Schladming. Weiter mit dem Tälerbus (Linie 974) bis Riesachfall.

Talort / Höhe:

Schladming  - 750 m

Bilder (32)

Foto: Dieter Wissekal

Abendstimmung

Abendstimmung , Foto: Sebastian Haboeck

Karte mit Tour

Karte mit Tour

Preintaler Hütte

Preintaler Hütte, Die 1.657 m hoch gelegene Preintaler Hütte ist der Ausgangspunkt., Foto: Dieter Wissekal

Zustieg

Zustieg, Am Zustieg im Bereich Windlegerscharte. Im Hintergrund ist der Südgrat schon gut zu sehen., Foto: Dieter Wissekal

Auf dem Grat

Auf dem Grat, Meist direkt auf dem Grat aufwärts., Foto: Dieter Wissekal

Ausgesetzt

Ausgesetzt, Auch die Gehstrecken sind teilweise mit großer Ausgesetztheit verbunden., Foto: Dieter Wissekal

Schlüsselstelle

Schlüsselstelle, Die Schlüsselstelle ist mit Klammern versichert (B/C)., Foto: Dieter Wissekal

Ausgesetzte Platte

Ausgesetzte Platte, Nach kurzem Gehgelände über den schmalen Grat folgt eine ausgesetzte Platte., Foto: Dieter Wissekal

Ausgesetzte Platte

Ausgesetzte Platte, Auch diese Platte weist nur wenige Versicherungen auf (B)., Foto: Dieter Wissekal

Grat

Grat, Hier verläuft die Route ohne Versicherungen direkt am Grat (1)., Foto: Dieter Wissekal

Ausstieg

Ausstieg, Der Ausstieg unmittelbar vor dem 2.747 m hohen Gipfel der Hochwildstelle., Foto: Irene Werner

Schlüsselstelle

Schlüsselstelle, Nicht so schwer, aber ausgesetzt!, Foto: Harald Köstenbauer

Blick zurück

Blick zurück, Vom Gipfel ein Blick zurück auf den Südgrat., Foto: Dieter Wissekal

Nordseite

Nordseite, Blick in die steile Nordseite, Foto: Dieter Wissekal

Riesachsee

Riesachsee, Kerschbaumeralm und dahinter der Riesachsee beim Abstieg, Foto: Dieter Wissekal

Südgrat vom Gipfel 24.02.08

Südgrat vom Gipfel 24.02.08 , Foto: Johannes Eschlböck

11.08.2010: Als Alternative zur "faden" Forststraße als Aufstiegsweg zum Riesachsee bietet sich der Höllsteig (Wilde Wasser) direkt an den Riesachfällen an. Sehr sehenswert!

11.08.2010: Als Alternative zur "faden" Forststraße als Aufstiegsweg zum Riesachsee bietet sich der Höllsteig (Wilde Wasser) direkt an den Riesachfällen an. Sehr sehenswert!, Foto: Günter Siegl/friend/brother

Höhepunkt ist die hohe und lange und schwingende Brücke über der Klamm mit dem tosenden Bach.

Höhepunkt ist die hohe und lange und schwingende Brücke über der Klamm mit dem tosenden Bach., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Ah, so romantisch! Aber, auch die romantischsten Augenblicke sind nicht umsonst. 6 EUR Parkgebühr.

Ah, so romantisch! Aber, auch die romantischsten Augenblicke sind nicht umsonst. 6 EUR Parkgebühr., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Von den ekstatischen Riesachfällen kommt man unmittelbar zum verzückendem Riesachsee.

Von den ekstatischen Riesachfällen kommt man unmittelbar zum verzückendem Riesachsee., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Herrliche Landschaft! Blick vom Trattenkar zum Sonntagskar mit Kieseck und Waldhorn.

Herrliche Landschaft! Blick vom Trattenkar zum Sonntagskar mit Kieseck und Waldhorn., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Am Beginn des Südgrates.

Am Beginn des Südgrates., Foto: Günter Siegl/friend/brother

An der ausgesetzten Platte - ein paar Eisenklammern machen aber noch keinen Klettersteig. Ein etwaiges Klettersteigset braucht bei dieser alpinen Unternehmung gar nicht mitgenommen werden.

An der ausgesetzten Platte - ein paar Eisenklammern machen aber noch keinen Klettersteig. Ein etwaiges Klettersteigset braucht bei dieser alpinen Unternehmung gar nicht mitgenommen werden., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Immer wieder schöne Tiefblicke vom Südgrat...

Immer wieder schöne Tiefblicke vom Südgrat..., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Ein guter Orientierungssinn ist kaum gefragt - der Steig verläuft meist direkt am Grat.

Ein guter Orientierungssinn ist kaum gefragt - der Steig verläuft meist direkt am Grat., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Nach anregendem Klettervergnügen steht man auch schon am Gipfel. Und - Achtung - Superlative! Die Hochwildstelle ist der höchste Berg der Steiermark, dessen Gipfel zur Gänze auf steirischem Landesgebiet steht. Nichts wie hin...

Nach anregendem Klettervergnügen steht man auch schon am Gipfel. Und - Achtung - Superlative! Die Hochwildstelle ist der höchste Berg der Steiermark, dessen Gipfel zur Gänze auf steirischem Landesgebiet steht. Nichts wie hin..., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Jetzt wartet nur mehr der lange Abstiegsweg über den Nordgrat. Puh!

Jetzt wartet nur mehr der lange Abstiegsweg über den Nordgrat. Puh!, Foto: Günter Siegl/friend/brother

Auf dem Gratverlauf zur kleinen Wildstelle helfen auch noch ein paar Klammern über die schwierigsten Stellen hinweg.

Auf dem Gratverlauf zur kleinen Wildstelle helfen auch noch ein paar Klammern über die schwierigsten Stellen hinweg., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Rückblick Abstiegsweg über den Nordgrat der Hochwildstelle. Gar nicht so einfach. Bei Nässe, wie in diesem Fall, durchaus anspruchsvoll und etwas heikel.

Rückblick Abstiegsweg über den Nordgrat der Hochwildstelle. Gar nicht so einfach. Bei Nässe, wie in diesem Fall, durchaus anspruchsvoll und etwas heikel., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Rückblick vom Abstiegsweg Richtung Neualm.

Rückblick vom Abstiegsweg Richtung Neualm., Foto: Günter Siegl/friend/brother

Rückblick vom Riesachsee auf die Hochwildstelle (die linke Spitze). Eine lange und einsame Genusstour.

Rückblick vom Riesachsee auf die Hochwildstelle (die linke Spitze). Eine lange und einsame Genusstour., Foto: Günter Siegl/friend/brother

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