Ilmspitze Klettersteig

Klettersteig
Mittel
(1)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit C/D , 1-
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 300 Hm  /  1650 Hm
1:45 Std.  /  9:15 Std.
Absicherung
AbsicherungGut
AusrichtungSüdwest
AusrichtungSüdwest
Zustiegszeit
Zustiegszeit 3:45 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 3:45 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Berg:
Innere Ilmspitze  (2690 m)
Charakter:

Die Ilmspitze ist das schroffe Wahrzeichen schlechthin – fast unbezwingbar ragt sie formschön am Talschluss des Pinnistales empor. An ihrer Südwestkante zieht sich der 1986 errichtete Klettersteig durch ein Labyrinth aus steilen Platten, Türmen und Scharten direkt zum Gipfel hinauf. Aber auch der Spreizschritt über eine tiefe Rinne, der Klemmblock-Kamin und der Ausstiegsgrat lassen keine Wünsche offen. Vom Gipfel hat man - wie könnte es anders sein - ein wunderbares Panorama in dolomitenartiger Umgebung.

Genaue Routenbeschreibung:

1. Teil: Zuerst über steiles Plattengelände (mit Klammern gut versichert) aufwärts (C/D), nun wird das Gelände etwas gestufter (B/C bis C) und man kommt zu einer leichten Linksquerung (A). An deren Ende führt ein steiler Aufschwung (C) wieder in gestufte Abschnitte (B). Teils rechts- oder linksquerend, oder direkt am Grat gewinnt man an Höhe (A bis B). Nach einem rinnenartigen Kamin (B) folgt ein schweres Steilstück (C), das dann in eine Scharte führt. Hier markant absteigen (A/B) und dann über eine tiefe Spalte (Spreizschritt, B) zu einer steilen Wandstelle (C), die in leichteres, etwas brüchiges Gelände (A/B) mündet. Man erreicht die Abzweigung zum „Abstieg“ – rot markiert, der Abstieg verläuft nach rechts.


2. Teil: Man überwindet eine steile Wandstelle (B/C) um dann in leichterem Gelände nach links absteigend (B) in eine schluchtartige Rinne (A) zu gelangen. Das Ende der Rinne ist steil (B/C) und wird von einem großen Klemmblock bedeckt. Nach dem Steilstück erreicht man über kurze Aufschwünge (B) das kleine Gipfelplateau.

Erhalter:

Oesterreichischer Alpenverein, Sektion Touristenklub Innsbruck

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung, unbedingt Helm, evtl. Klettersteighandschuhe

Bemerkung zu den Versicherungen:

Bis auf einige Passagen fast durchgehend versichert – meist mit Stahlseil und Eisenklammern bzw. Eisenstiften.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Stellenweise sehr ausgesetzt. Das letzte Steigdrittel muss wieder abgestiegen werden (max. B/C). Auch der weitere Abstieg ist anspruchsvoll und ausgesetzt.

Zustieg zur Wand:

Vom Gschnitztal: Vom Gasthof Feuerstein in Gschnitz-Obertal ein paar Schritte taleinwärts zur Materialseilbahn (Rucksacktransport möglich). Hier zweigt der neue, bequeme Weg zur Hütte ab. Er wurde erst 1997/1998 neu errichtet und führt in angenehmer Steigung zur Innsbrucker Hütte.


Vom Pinnistal: Von Neder auf der Forststraße zur Pinnisalm (evtl. mit Jeeptaxi) und weiter zur Karalm aufsteigen (bis hierher auch mit MTB möglich). Nun den Steig bis zur Innsbruckerhütte weiter aufsteigen (etwa 45 Min. länger als angegeben).


Von der Innsbruckerhütte: über den Falkenstein zum Fuß der Ilmspitze – auf und absteigender Weg, kurze steile Passagen z.T. versichert (1- und A). Der Einstieg des Klettersteiges befindet sich bei einer markanten Materialhütte und ist markiert.

Höhe Einstieg: 

2450 m

Abstieg:

Über das obere Steigdrittel wieder absteigen und dann nach rechts kurz den Versicherungen (A) folgen. Ab deren Ende auf Steigspuren der Wand entlang. Eine kleine Schlucht ist dann wieder versichert (A). Nun weiter um eine Geländekante herum und über gestuftes, brüchiges Gelände (A/B) in die große Schutthalde absteigen. Kurz in der Schutthalde linkshaltend abwärts bis zu einem Pfeiler, der den Schutt „aufstaut“ (Markierung). Hier beginnt eine Klammerreihe (B), über die man steil den Pfeiler hinuntersteigt. An deren Schluss sind statt Klammern sogar nur Stifte (B). Nun weiter (Markierung und Versicherungen) kurz aufsteigen, um eine Kante und in das parallele Schuttfeld mit Hilfe zahlreicher Versicherungen (A/B) absteigen. Den Markierungen zuerst absteigend, später aufsteigend zurück zum Einstieg folgen.

Stützpunkt:
Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 31/3 Brennerberge, 1:50.0000


BEV ÖK 147 Axams, 1:50.000


Kompass WK 83 Stubaier Alpen, 1:50.000, ISBN: 3-85491-092-4


Freytag & Berndt WK 241 Stubai, 1:50.000, ISBN: 3-85084-753-5

Bemerkungen:

Große Steinschlaggefahr im Klemmblock-Kamin. Abstieg durch unangenehm brüchiges Gelände. Im Frühsommer besteht die Gefahr von Altschneefeldern, welche vom Zustieg aus nicht zu sehen sind. Bei Regen ist der Klettersteig nicht anzuraten (erdige und grasige Wandstellen in den Gehpassagen beim Abstieg).

Infostand: 

22.09.2006

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Zustieg vom Gschnitztal: Auf der B 182 oder auf der mautpflichtigen A 13 bis Matrei. Weiter ins Gschnitztal und bis zum kostenpflichtigen Parkplatz beim Ghf. Feuerstein.


Zustieg vom Pinnistal: Auf der B 182 oder auf der mautpflichtigen A 13 ins Stubaital. Über die B 183 nach Neder.


Mit Öffis: Mit der Bahn bis Steinach. Von dort mit dem Bus (Linie 4146) nach Gschnitz Gh Feuerstein.

Talort / Höhe:

Gschnitz, Ortsteil Obertal  - 1281 m

Bilder (31)

Übersicht Ilmspitze

Übersicht Ilmspitze , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Innsbrucker Hütte

Innsbrucker Hütte, Die hervorragend geführte Innsbrucker Hütte auf 2.370 m ist der ideale Stützpunkt., Foto: Dieter Wissekal

Innsbrucker Hütte

Innsbrucker Hütte, Blick vom Einstieg zur Innsbruckerhütte., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Materialhütte

Materialhütte, Die Materialhütte am Einstieg., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Einstiegswand

Einstiegswand, In der steilen, plattigen Einstiegswand (C/D)., Foto: Dieter Wissekal

Kante

Kante, Dieser steile Aufschwung (C) verläuft direkt an der Kante., Foto: Dieter Wissekal

Steiler Aufschwung

Steiler Aufschwung, Das oberen Ende des steilen Aufschwungs (C)., Foto: Dieter Wissekal

Gestuftes Gelände

Gestuftes Gelände, Über gestuftes Gelände (A) gewinnt man an Höhe., Foto: Dieter Wissekal

Rinnenartiger Kamin

Rinnenartiger Kamin, Im rinnenartigen Kamin (B)., Foto: Dieter Wissekal

Steile Wandstelle

Steile Wandstelle, In der steilen Wandstelle (C) vor der Scharte., Foto: Dieter Wissekal

Spreizschritt

Spreizschritt, Der Spreizschritt im oberen Wandteil, Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Steilwand

Steilwand, Die Steilwand danach, Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Spreizschritt

Spreizschritt, Der Spreizschritt (B) über einer tiefen Spalte., Foto: Dieter Wissekal

Spreizschritt 2

Spreizschritt 2, Blick hinunter zum Spreizschritt., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Abstiegsband

Abstiegsband, Auf dem Abstiegsband., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Abzweigung

Abzweigung, Die steile Wandstelle (B/C) nach der Abzweigung des Abstiegsweges., Foto: Dieter Wissekal

Klemmblock

Klemmblock, Der Klemmblock am Ende der steilen Gipfelschlucht (B/C)., Foto: Dieter Wissekal

Gipfelschlucht

Gipfelschlucht, In der steilen Gipfelschlucht, Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Schlusswand

Schlusswand, Die letzten Klettermeter (B) zum Gipfel., Foto: Dieter Wissekal

Gipfel

Gipfel, Auf dem Gipfel - das Wetter war ja nicht so toll., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Abstiegsbänder

Abstiegsbänder, Am Beginn des anspruchsvollen Abstieges., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Steilpassage im Abstieg

Steilpassage im Abstieg, Die steile Passage vor dem Schuttfeld., Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Ilmspitz von Elferkamm aus

Ilmspitz von Elferkamm aus, toller Blick auf den Ilmspitz aufgenommen Juli 2008, Foto: Oliver Spehr

Ilmspitz

Ilmspitz, der Ilmspitz in voller Pracht, Foto: Oliver Spehr

Ilmspitz

Ilmspitz, Aug. 2007, Foto: Oliver Spehr

Ilmspitz vom Habichtsteig aus

Ilmspitz vom Habichtsteig aus, oben links der Ilmspitz, unten die Innsbrucker Hütte, Foto: Oliver Spehr

Ilmspitz über Pinistal

Ilmspitz über Pinistal , Foto: Oliver Spehr

Abstieg zu Kamin (B)

Abstieg zu Kamin (B)

im Kamin (B)

im Kamin (B)

steil nach dem Spreizschritt (C)

steil nach dem Spreizschritt (C)

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