Via ferrata Marino Bianchi - Cristallo

Klettersteig
Mittel
(2)

Toureninfo

Diff.
Schwierigkeit C/D
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 290 Hm  /  350 Hm
1:30 Std.  /  6:35 Std.
Absicherung
AbsicherungSehr gut
AusrichtungNord
AusrichtungNord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 2:35 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:30 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Gebirge:
Berg:
Cristallo di Mezzo  (3154 m)
Charakter:

Die Via ferrata Marino Bianchi ist ein sportlicher Gratklettersteig auf den Cristallo. Der Anstieg hat einen sehr kurzen Zustieg (Gondelbahn), fordernde Einzelstellen, einen tollen Ausblick auf den Talkessel von Cortina d‘Ampezzo und ein fantastisches Panorama auf die umliegende Bergwelt. Die Sicht reicht bei gutem Wetter vom eisigen Gletscher der Marmolada über die Pragser und Ampezzaner Dolomiten bis zu den berühmten Gipfeln der Sextener Dolomiten. Als Tüpfelchen auf dem „i“ steht man obendrein noch auf einem der bekanntesten Dolomitengipfel, der noch dazu die magische Dreitausendermarke um 154 Höhenmeter überragt! Der Gratklettersteig muss sowohl im Auf- als auch im Abstieg begangen werden, wobei einige sportliche Passagen in beide Richtungen etwa gleich schwierig zu bewältigen sind - ganz oben wurde für den schweren Teil eine Abstiegsumgehung eingerichtet. Der Steig lässt sich gut mit der landschaftlich beeindruckenden und geschichtlich interessanten Via ferrata Ivano Dibona kombinieren.

Einen schönen Film vom Steig findet ihr hier

Genaue Routenbeschreibung:

Vom Rifugio auf dem leicht ansteigenden Grat (A) auf den ersten Gratturm (bis B). Von diesem steil in einer Rinne (B) hinunter in eine vor allem am Morgen schattige Scharte (evtl. Schneereste). Von der Scharte über mehrere Felsstufen (B) zur ersten Leiter (A/B). Nach der Leiter muss eine kurze Stufe (B/C) geklettert werden, dann gelangt man wieder in leichteres, gestuftes Schrofengelände (bis B). Man erreicht ein markantes Schutt-Plateau und geht zu Fuß bis unter den sogenannten Roten Turm. Eine kurze, steile Wandstelle (B/C) führt zu einer leichten Leiter (A/B). Danach erreicht man steil (B/C) die zweite Leiter (A/B). Am Ende der Leiter folgt die erste Schlüsselstelle, eine steile Wandstufe (C/D). Anschließend folgt man dem wieder leichteren Grat (A/B) bis zu einem engen Spalt mit Trittstiften (C/D), von dem man zur zweiten Schlüsselstelle gelangt. Im Anschluss daran klingt die Tour auf dem Grat (A/B) aus. Die letzten Meter zum Gipfel des Cristallo di Mezzo (3154 m) geht man zu Fuß.

Ausrüstung:

Kompl. Klettersteigausrüstung, Helm; für Schwächere ein Sicherungsseil. Der Steig liegt sehr hoch - warme Kleidung sollte man nicht vergessen!

Zustieg zur Wand:

Mit der Seilbahn in zwei Sektionen zur Forcella Staunies (2918 m) - die Fahrt mit der bunten, alten „Eiergondel-Bahn“ hinauf zur Forcella Staunies ist bereits das erste kleine Abenteuer. Unmittelbar hinter dem Rif. Lorenzi - dieses befindet sich gleich neben der Bergstation der Seilbahn - beginnt der Klettersteig, direkt neben der Sonnenterrasse der Hütte. Der mühsame Zustieg zu Fuß über oben recht steiles Geröll dauert etwa 3 Stunden und ist nicht zu empfehlen.

ACHTUNG: Die Seilbahn ist seit 22.7.2016 und die Lorenzi Hütte seit 30.7.2016 bis auf Weiteres geschlossen!!!! Man fährt mit dem Sessellift Son Forca (1698 m) – Cristallo. Mit dem Sessellift bis zum Rifugio Son Forca auf 2225 m und muss von hier entlang des der Geschlossenen Seillbahn 700 Hm über eine Geröllhalde zur Focella Staunies auf 2918 m aufsteigen. Hier beginnt dann der Steig! 

Höhe Einstieg: 

1680 m

Abstieg:

Wie Aufstieg - auf dem Klettersteig zurück zur Forcella Staunies. Gleich beim Gipfel weist die rote Schrift „Discesa“ auf dem Fels zur neuen Abstiegsvariante nach links. Man umgeht damit den oberen schweren Teil mit dem Roten Turm und behindert so nicht die entgegenkommenden Klettersteiggeher. 
Vom der Forcella Staunies weiter über den Zustiegsweg ins Tal.

Kartenmaterial:

Tabacco Nr. 03, Cortina d‘Ampezzo; Kompass WK 55

Bemerkungen:

Tipp: Auffahrt mit der bunten Eiergondelbahn zur Forcella Staunies, dann die Ferrata Marino Bianchi auf den Cristallo di Mezzo, 3154 m. Danach Nächtigung in der urigen Lorenzi Hütte und am Folgetag Abstieg über die Ferrata Ivano Dibona.

Infostand: 

08.04.2011

Autor: 

A + A Jentzsch

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

Von Norden: Von Toblach nach Süden abbiegen und auf der Staatsstraße 51 nach Schluderbach. Weiter (SS48b) über den Passo Tre Croci zur Capanna Rio Gere. Bei der Talstation befi ndet sich ein großer Parkplatz. Von Süden: Von Cortina in Richtung Passo Tre Croci bis zur Capanna Rio Gere.

Talort / Höhe:

Cortina d‘Ampezzo  - 1211 m

Bilder (40)

Übersicht der Via ferrata Marino Bianchi

Übersicht der Via ferrata Marino Bianchi , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Mit der Eiergondel-Bahn fährt man zur Forcella Staunies (2918 m)

Mit der Eiergondel-Bahn fährt man zur Forcella Staunies (2918 m) , Foto: Dieter Wisseka

Unmittelbar hinter dem Rif. Lorenzi beginnt der Steig

Unmittelbar hinter dem Rif. Lorenzi beginnt der Steig , Foto: Dieter Wissekal

Eine Gruppe auf dem Grat kurz nach der Hütte

Eine Gruppe auf dem Grat kurz nach der Hütte , Foto: Dieter Wissekal

Die erste tiefe Scharte

Die erste tiefe Scharte , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Die erste Eisenleiter - im Hintergrund die Tofana

Die erste Eisenleiter - im Hintergrund die Tofana , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Steilstufe am Beginn des Roten Turmes

Steilstufe am Beginn des Roten Turmes , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Die Querung an der steilen Nordseite

Die Querung an der steilen Nordseite , Foto: Dieter Wissekal

Auf dem Grat im oberen Teil

Auf dem Grat im oberen Teil , Foto: Dieter Wissekal

Der schwere Spalt vor dem Gipfel

Der schwere Spalt vor dem Gipfel , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Der Gipfel des Cristallo di Mezzo, 3154 m

Der Gipfel des Cristallo di Mezzo, 3154 m , Foto: Axel Jentzsch-Rabl

Der neue Abstieg im oberen Teil

Der neue Abstieg im oberen Teil , Foto: Dieter Wissekal

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Foto: Andreas Koller

Ponte Cristallo

Ponte Cristallo, Bei der Hinauffahrt sieht man die Hängebrücke der Ferrata Ivano Dibona, Foto: Alois Moosmann

Der Einstieg

Der Einstieg, Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Das Wetter ließ zu wünschen übrig

Das Wetter ließ zu wünschen übrig, Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Blick zurück zur Hütte und Bergstation

Blick zurück zur Hütte und Bergstation, Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Es kam immer mehr Nebel

Es kam immer mehr Nebel, Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Schneemann

Schneemann, Gleich neben dem Gipfel des Mt. Cristallo, Foto: Alois Moosmann

Das Gipfelkreuz

Das Gipfelkreuz, Foto: Alois Moosmann

Rückweg

Rückweg, Der neue Rückweg, Foto: Alois Moosmann

Foto: Alois Moosmann

Der Blick hinüber zur Ferrata Ivano Dibona

Der Blick hinüber zur Ferrata Ivano Dibona, Foto: Alois Moosmann

Ausgangs- und Endpunkt

Ausgangs- und Endpunkt, Foto: Alois Moosmann

Hier sieht man den Großteil des Steigs beim Abstieg.

Hier sieht man den Großteil des Steigs beim Abstieg., Foto: Peter

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