19 April 2006

Everest-Update 2 Laserer Alpin

Zwangsruhepause wegen Schlechtwetters und Vorstoß in den Khumbu-Eisfall...

Erstmals in den Khumbu-Eisfall

Seit unserem letzten Bericht sind wir durch die Erholungstage nach dem Island Peak im Basecamp etwas heimischer geworden.

Am Karsamstag haben wir uns bei herrlichem Wetter um 5.00 Uhr morgens erstmals in den Khumbu-Eisfall gewagt und haben vor dem wirklich gefährlichen Bereich wieder umgedreht. Für uns war es noch zu früh, ins Camp 1 auf zusteigen.

Durch die bizarren Eisgebilde und die dazwischen liegenden zugefrorenen Gletscherseen fühlt man sich richtiggehend in eine futuristische Welt versetzt.

Obwohl der Khumbu-Eisfall noch im unteren Bereich des Berges liegt, ist er bis heute aufgrund seiner Fließgeschwindigkeit einer der gefährlichsten Abschnitte bei einer Everest - Besteigung. Insbesondere das Überqueren der tiefen und breiten Gletscherspalten auf den Aluleitern mit klobigen Schuhen und Steigeisen an den Füßen war für Karl sehr gewöhnungsbedürftig.

Kurioserweise folgte uns vom Basislager ein kleiner Hund, den wir spontan "Mallory" tauften. Sogar auf die erste Leiter folgte er Karl.

Am Ostersonntag haben wir uns nach eingehendem Osterfrühstück mit geräuchertem Osterschinken aus Weilheim eine 7-stündige Trainingswanderung auf den Kala Patar (5545m) unternommen.

Egiebige Schneefälle im Basecamp

Der jetzige Wintereinbruch kündigte sich durch eisige Windböen bereits an. Den für Dienstag in der Früh geplanten Aufstieg ins Camp 1 (6000 m) mussten wir aufgrund ergiebiger Schneefälle heute Nacht verschieben.

Noch ist nicht abschätzbar, wann wir in das Camp 1 endgültig aufsteigen werden. Wenn wir im Camp 1 sind, werden wir einige Tage zwischen 6000 und 6400 m verbringen und uns erst danach wieder melden.

Im Basecamp sind wir durch den anhaltenden Schneefall neben weiterer Akklimatisation zur Erholung gezwungen. Von der orthopädischen Seite gibt es dafür etwas mehr zu tun.

Unter anderem hat sich Dave Hahn, einer der erfahren internationalen Everest -Experten, bei einem Sturz im Geröll des Basecamps eine mittelschwere Verletzung seines rechten Knies zugezogen.

Dave Hahn gehört nicht nur unserem Team als Coach an, er hat auch bereits 6 mal den Everest bestiegen (von Nord und Süd) und mehrfach Gäste zum Everestgipfel geführt. Darüber hinaus war er führend an der erfolgreichen Suchexpedition nach dem Leichnam von George Mallory auf der Nordseite des Everest beteiligt. (Buch: "Ghosts of Everest ").

Wie man sieht, wird es uns trotz Zwangsruhepause nicht langweilig.

Liebe Grüße aus einem tief verschneiten Base-Camp

Walter, Karl und Markus

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