25 Februar 2011

100 Tage Kletterhalle “The Rock” - Interview mit Franz Karger

Anfang Dezember hat „The Rock“, die größte Kletterhalle in Südösterreich seine Pforten geöffnet, Hallenbetreiber Franz Karger im Gespräch mit bergsteigen.at …

Die neue Infrastruktur wurde sehr gut von der Kletterszene im Großraum Oberkärnten, Osttirol und Lungau angenommen. Des weiteren erarbeitet sich „The Rock“ auch langsam touristisch einige Beachtung, was eine Kooperation mit der Tourismusabteilung des Nationalparks Hohe Tauern, „Tauern Alpin“ beweist.

Für uns Grund genug, sich mit dem Hallenchef Franz Karger zu treffen.

Franz, „The Rock“ ist nun gute zwei Monate offen, wie haben sich eure Erwartungen erfüllt?

„Im Rahmen unseres Betriebs Konzeptes haben wir uns vorgenommen, DIE Anlaufstelle im Bereich Klettern in einem festgelegten geopgrafischen Gebiet zu werden.

Ich denke sagen zu können, daß uns dies zu einem Teil bereits gelungen ist, denn wir ziehen viele regelmäßige Besucher von Lienz bis Villach, aus dem Lungau und Gasteinertal, und natürlich aus der Region der Hohen Tauern selbst an.

Dazu kommen Eiskletterer aus ganz Österreich und dem Ausland, die im Gasteinertal, Mölltal oder Maltatal unterwegs sind und dann auch mal zu uns kommen wenn das Eis oder Wetter nicht passt.

Es gibt auch eine Besucherschichte an welche wir gar nicht so gedacht. Die Skifahrer und Skitourengeher,welche die Region (Anm.: Mölltaler Gletscher, Ankogel, Heiligenblut) besuchen, kehren gerne im Treffpunkt Kletterhalle ein. Manchmal nur auf einen Cafe im Bistro, oft aber auch um alternativ einen Klettertag einzulegen.“

Also alles super, oder?

„Die Startphase ist sehr erfreulich verlaufen, und wir nehmen dies wohlwollend zur Kenntnis. Jetzt geht es daran die Hausaufgaben zu machen, und die Erfahrungen die wir in der Zwischenzeit gemacht haben in ein noch besseres Besuchererlebnis umzumünzen.

“The Rock“ wird in Zukunft ein verbreitertes Routenangebot haben, wobei wir hier auf Jugendliche und Damen ebenso mehr achten wollen, wie auf Wettkampfgruppen. Wir haben gesehen daß wir jeweils mehr und spezifischeres Routenangebot bereitstellen müssen.

Und für unsere regelmäßigen Besucher wollen wir auch in einem kleineren Zeitabstand das Routenangebot verändern, sprich wir schrauben öfters um als geplant. Auf organisatorischer Ebene gilt es zu optimieren um den Anfangsschwung in die Zukunft mitzunehmen.

Des Weiteren mussten wir aufgrund der großen Nachfrage unser Kursangebot erweitern. Es hat sich die Annahme bewahrheitet, daß eine Kletterhalle in der Region Hohe Tauern ein großes Vakuum füllt. Bereits aktive Kletterer finden in „The Rock“ die langersehnte, alternative Kletter- und Trainingsmöglichkeit , und es fangen unabhängig von Alter und Vorkenntnissen viele „Einheimische“ mit dem Klettern an.

Wie sieht denn Euer Preisschema bei den Eintritten aus?

Wir haben uns für eine übersichtliche Struktur entschieden, um ein faires Preisangebot zu schaffen. Es gibt eine Vormittagskarte bis 13.00 Uhr, dann eine Karte ab 13.00 Uhr, eine ab 17.00 Uhr, sowie eine Tageskarte. Die Preise liegen zwischen 6.- und 12.- Euro.

Bei den Dauerkarten haben wir 5er (€ 45.-) ,11er ( € 100.-) und 22er Blöcke ( € 190.-), sowie eine Jahreskarte ( € 490.-).

Der Alpenverein ist ja „Premienpartner“ der Halle, was heißt das eigentlich?

„Ja das ist richtig, und es bedeutet daß sich der ÖAV mit dem Hauptverein an den Errichtungskosten beteiligt. Alle Sektionen aus dem Raum Oberkärnten haben sich für diese Kooperation stark gemacht, und so können alle ÖAV Mitglieder aus Österreich, die Bestpreisgarantie (derzeit 20% Rabatt auf alle Eintritte) in Anspruch nehmen.

Zudem arbeiten wird im Bereich „Sicherheit“ und „Kletterregeln“ nach den Richtlinien des Alpenvereines, haben entsprechende Hinweistafeln angebracht und Flyer aufliegen.

Sämtliche Basiskurs Typen werden ebenfalls mit den vom ÖAV entwickelten „Kletterscheinen“ abgeschlossen."

Wir haben ja auf unserer website Euer Lawinenseminar angekündigt, wie passt das zu einer Kletterhalle?

„Wir wollen uns als Halle einerseits, und mit dem „Rockstore“ andererseits als alpines Kompetenzzentrum in der Region etablieren. So wurden z.B. schon Vorträge über Heli Skiing abgehalten, und nach dem Lawinenseminar sollen ein Sicherungsseminar und ein Showklettern mit kleinem Filmfestival umgesetzt werden. Somit soll sich eine Veranstaltungskultur über das gesamte Jahr hin entwickeln.

Ihr habt ja auch einen Shop in Eurer Kletterhalle, wie schaut da das Angebot aus?

„Der „Rockstore“ wird von Gerhard Schaar geführt, und in enger Abstimmung haben wir gemeinsam ein ausgewähltes sportkletterspezifisches Sortiment ausgewählt. Es gibt von der benötigten Hardware über Kletterschuhe, Gurte, Seile und Kletterbekleidung alles, bis hin zur Sicherungsbrille und dem Zubehör wie Chalkbälle, Chalkbags, Tape etc.

Wir sind ja der einzige wirklich kompetente Anbieter in diesem Segment in der ganzen Region und es wird das Sortiment auch permanent auf Anregungen und Nachfragen der Kunden hin abgestimmt."

Wir sitzen hier ja im Bistro „The Crux“ im Herzen der Anlage. Wie fügt sich ein Bistro in den Hallenbetrieb ein?

„Extrem gut! Wir haben gesehen, dass der soziale Aspekt einerseits, und das kulinarische Angebot andererseits, zwei ganz entscheidende Faktoren beim Besuch der Kletterhalle sind.

Die archetektonische Einbindung, das Faktum daß sich das Bistro exakt in der Mitte der Halle befindet und man von hier in fast alle Bereiche sehen kann, hat sich als sehr positiv herausgestellt. Das Flair welches entstanden ist, findet man laut Rückmeldung unserer Besucher sonst in keiner anderen Kletterhalle!“

Unsere Besucher setzen sich nach der Anreise zuerst oft erst mal einen Capuccino hin und stimmen sich auf das Klettern ein. Nach dem Klettern sitzen viele Gruppen dann gesellig beisammen und diskutieren den Kletterabend, oder besprechen das eine oder andere Projekt. Für die Familien die zu uns kommen ist es oftmals auch der passende Abschluss eines sportlichen Tages miteinander bei einer Pizza und einer Limo.

Abschließende Frage, was sind die nächsten Schritte und Ziele von The Rock?

„Wir wollen uns als der Kletter-Anlaufpunkt in der Region weiter etablieren und auch Wettbewerbe ins Haus holen.

Besonders wichtig ist uns, dass sich die Besucher bei uns pudelwohl fühlen und die Sicherheit 100% passt."

The Rock

www.therock.co.at

Kontakt Franz Karger: franz@therock.co.at

Telefon: 0720 445700.

Geöffnet sind wir täglich außer Dienstag (Ruhetag) von 10.00 bis 22.00 Uhr.

Kletterhallenchef Frank Karger
Außenansicht der Kletterhalle The Rock
1.200 m2 Kletterfläche und ein 16 m hoher Wettkampfbereich
Überhänge in jeder Preisklasse
Schön integrierter Klettershop, mit allem, was das Kletterherz begehrt.
Super Ambiente, in dem sich die Gäste wohlfühlen
Niedrigere Wandzonen im Obergschoß ermöglichen Klettern auf zwei Ebenen
Bistro Crux
Frank Karger - Hirn, Herz und Seele dieser Anlage - beim Klettern
The Rock


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