12 Juni 2013

Anna Stöhr schon wieder auf Rang 1

Mit Nerven aus Stahl und einer beeindruckende Performance setzte Boulder-Ass Anna Stöhr ihren Erfolgslauf auch im vorletzten Weltcup-Bewerb der Saison fort

Saisonsieg Nummer Sechs für die vorzeitige Weltcup-Gesamtsiegerin, Kilian Fischhuber kletterte nach einem überragendem Semifinale auf den 5. Gesamtrang.

„Wenn’s läuft, dann läuft’s!“ – wie viel Wahrheit in der alten Sportlerweisheit steckt, bewies Anna Stöhr einmal mehr am vergangenen Samstag in Vail, Colorado: Nach einem Durchmarsch ganz nach dem Geschmack der zweifachen Weltmeisterin in der Qualifikation (fünf Flashs an allen fünf Boulder-Problemen) und der besten Leistung im mehr als anspruchsvollen Damen-Halbfinale (insgesamt gelang es nur drei Athletinnen, Top zu gehen) entpuppte sich der amerikanische Finaldurchgang als wahrer Nervenkrimi.

Akyio Noguchi, ihres Zeichens Dauerrivalin der OewK-Seriensiegerin, führte nach den ersten drei Bouldern souverän mit drei Flahs, erst am letzten Problem gelang es Anna Stöhr und Alex Puccio, zur Japanerin aufzuschließen. Schlussendlich waren es zwei Bonus-Versuche weniger, die Stöhr Gold in Vail sicherten!

O-Ton Anna Stöhr: „Ich weiß nicht, was im Moment los ist – der sechste Sieg im siebten Weltcup-Bewerb, ich bin überglücklich! Die Entscheidung war so knapp zwischen Akyio, Alex und mir, da war heute auch eine gehörige Portion Glück dabei.“

Stark präsentierte sich erneut Katharina Saurwein. Die Tirolerin verpasste auf Platz 7 hauchdünn den Einzug ins Finale und festigte mit der siebten Top-Ten Platzierungen im siebten Saisonbewerb ihren starken achten Platz im Boulder-Gesamtweltcup 2013. 

Weltcup-Gesamtsieg für Dmitrii Sharafutdinov, Rennen um Platz zwei für Österreichs Herren

Eine Entscheidung mit Gewicht fiel in Colorado auch im Bewerb der Herren: Kilian Fischhuber, Sieger des BWC Toronto eine Woche zuvor, startete nach einem starken Auftritt im Semifinale als Führender des Feldes in die finale Runde. Doch hier kam der Angriff der russischen Athleten: Dmitrii Sharafudtinov und sein Landsmann Rustam Gelmanov gingen als einzige Finalstarter an drei von vier Problemen Top, ersterer mit zwei Versuchen weniger – Gold für Dmitrii Sharafutdinov, der sich unter Berücksichtigung eines Streichresultats damit auch den Sieg im Boulder-Gesamtweltcup 2013 sicherte.

Kilian Fischhuber beendete den vorletzten Bewerb der Saison auf Rang 5 und findet sich somit gemeinsam mit Teamkollege Jakob Schubert (Platz 9 in Vail) in Poleposition im Rennen um Platz zwei im Boulder-Gesamtweltcup 2013. Der finale Showdown erfolgt nach einer kurzen „Boulder-Sommerpause“ am 24.-25. August im Olympiastadion München.

Web: www.oewk.at

Anna Stöhr setzt ihren Erfolgslauf auch in Vail fort


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