Bergführer - ein Traumberuf für viele...
10 Oktober 2005

Bergführer Aufnahmeprüfung 2005

Deutscher Ansturm auf österreichische Ausbildung, von 106 schaffen nur 17 den Eignungstest.

Hohe Ausfallquote

Waren es letztes Jahr noch 32 Prüflinge die die Eignungsprüfung zur österreichischen Berg- und Schiführerausbildung schafften, konnten sich dieses Jahr nur mehr 17 (davon eine Frau) über die bestandene Prüfung freuen.

Intern dürfte die steigende Zahl von "Hobby-Alpinisten" bei den zur Prüfung angemeldeten Alpinisten für eine verschärfte Gangart gesorgt haben. Für 30 Personen wäre ein Ausbildungsplatz vorhanden gewesen, jetzt starten die Ausbildner nur mit 17 in den neuen Turnus.

Kritische Stimmen über Prüfung

Die Hälfte fiel - wie schon fast jedes Jahr - beim Skifahren durch, hier wurde "Landesskilehrerniveau" eingefordert. Für viele andere war die Prüfung nach dem Fels- bzw. Eisklettern zu Ende.

Doch gibt es laut Tiroler Tageszeitung auch kritische Stimmen die anonym ansprechen, was sich wohl sehr viele bei der Prüfung gedacht haben: Die ausgeschriebenen Kriterien (siehe Kurzfassung unten) sollen mit der realen Prüfungssituation nicht übereingestimmt haben.

Deutscher Ansturm auf billige österreichische Ausbildung

Auch war der Anteil an deutschen Teilnehmern bei der Aufnahmeprüfung 2005 so groß wie noch nie. Gründe hierfür dürften vor allem die Kosten der Ausbildung sein.

So kostet z.B. nur die Erstgebühr bei der Berg- und Skiführerausbildung in Deutschland um die 10.000 Euro - bei uns im Lande hat die Sache "Schulcharakter" und wird so großteils vom Staat finanziert, einzig Quartierkosten und div. Nebengebühren müssen vom Teilnehmer selber getragen werden (in der Regel um die 5.500 Euro für die gesamte Ausbildung).

Dieses Jahr lockte der österreichische Billigtarif 28 Deutsche zur Aufnahmeprüfung nach Tirol - nur einer darf sich aber über die bestandene Prüfung freuen.

Die Kandidaten müssen in 3 Disziplinen ihr Eigenkönnen unter Beweis stellen

Felsklettern

sicheres Felsklettern bis einschließlich Schwierigkeitsgrad VI (mit Spezialkletterschuhen).

Kletterstellen bis zum V Schwierigkeitsgrad müssen mit Kletterschuhen mit Profilsohle, Kletterrouten bis zum III Schwierigkeitsgrad mit steigeisenfesten Eisschuhen.

Eisgehen und Eisklettern

Bewältigung verschiedener Aufgaben wie Auf- und Abstieg im 40 Grad geneigten Gelände.

Querungen in Allzackentechnik

Frontalzackentechnik bis 90 Grad Eisneigung

Alpiner Schilauf nach dem Österr. Skilehrplan

Parallelschwung, Stemmschwung, Bewältigung gestellter Aufgaben wie z.B. Schrägrutschen, lange oder kurze Schwünge, Rhythmuswechsel usw. in unterschiedlichen und gegebenen Schneearten.

Webtipp:

bergführer.at - die Page der Österr. Berg- und Skiführer mit allen Infos zur Aufnahmeprüfung.

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