Survival Shelter (Foto: Lifesystems)
09 Juli 2018

Biwakieren – Die Kunst zu Überleben

Eine Nacht im Freien kann ein unvergessliches Erlebnis oder ein Kampf ums Überleben sein. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld gut darauf vorbereitet - Bergführer Günter Durner gibt Tipps dazu...

Eine Nacht im Freien kann ein unvergessliches Erlebnis oder ein Kampf ums Überleben sein. Ob geplant oder ungeplant: Beim Biwakieren spielen der Zeitfaktor und die Ausrüstung eine wesentliche Rolle.


Während man bei der bewusst geplanten Nacht im Freien vorab sehr viele Unsicherheitsfaktoren ausschließen kann (und sollte) sieht es im Notfall etwas anders aus. Für den Garmisch-Partenkirchener Bergführer Günter Durner gibt es auch hier zwei Szenarien. „Bei vielen schweren Bergtouren wird ein Biwak zumindest als Möglichkeit nicht ausgeschlossen, was im Falle des Falles eine andere mentale Einstellung zum Biwak bedingt“, so Durner. „Wohingegen ein Biwak, das völlig unerwartet auf Grund von Wetter, Erschöpfung oder Verletzung droht, eine gänzlich andere Situation darstellt.“


Sowohl für das (Not-)Biwak als auch das geplante Biwak gibt es Verhaltensregeln, die helfen, in der Situation richtig zu handeln.

Experten-Tipps von Günter Durner, Bergführer

Auf das sollte man beim ungeplanten Biwak grundsätzlich achten:

• Frühzeitige Entscheidung, um genügen Zeitpuffer und Energiereserven zu haben, um einen geeigneten Platz zu finden. Dunkelheit und Erschöpfung reduzieren die Handlungsfähigkeit

• Der Biwakplatz sollte in jedem Fall gegen Wind, Regen, Steinschlag und Absturz schützen (Höhle, Leeseite des Berges oder Felsens, Biwaksack, beim Klettern evtl. Selbstsicherung)

• Im Biwaksack gegenseitig wärmen

• Evtl. Notruf absetzen

• Smartphone trocken aufbewahren, Akku sparen

• Proviant einteilen

• Bei langen Touren Isolationsbekleidung und Wechselbekleidung in wasserdichten Beuteln mitnehmen

• Immer ein Stück Isomatte als Sitzkissen mitnehmen; oder herausnehmbares Rückenpad des Rucksack zum sitzen verwendenBeim geplanten Biwak sollte man darauf achten:

• Platzwahl: Rechtliche Bestimmungen beachten: Österreich: Geplantes Biwakieren (auch im Biwaksack) ist generell verboten; Deutschland und Schweiz: Geplantes Biwakieren in kleinen Gruppen oberhalb der Baumgrenze für eine Nacht erlaubt (außer in Schutzgebieten; Übersicht über Schutzgebiete: www.alparc.org); italien: Regelung je nach Gemeinde unterschiedlich

• Lagerplatz schon zu Hause auf Karte bestimmen; evtl. tagsüber anschauen

• Evtl. Kocher und Topf mitnehmen

• Isomatte und Schlafsack

• Stirnlampe


Unbedingt bei allen Biwaks beachten

• Kein Lärm (Musik aus Smartphone, lautes Reden ect.)

• Kein Offenes Feuer

• So wenig Licht wie möglich

• Platz so wählen, das Tiere nicht gestört werden

• Müll mitnehmen

Heatshield Thermal Bag (Foto: Lifesystems)
Heatshield Double Blanket (Foto: Lifesystems)
Survival Shelter (Foto: Lifesystems)
Survival Shelter (Foto: Lifesystems)
Survival Bag (Foto: Lifesystems)

Nie ohne Biwaksack

Der Biwaksack kann Leben retten und gehört daher bei mehrtägigen Touren im Gebirge und Fernwanderungen als Standardausrüstung ins Gepäck. Er schützt bei weitem effektiver als die beste Isolationsbekleidung vor Auskühlen durch Wind und

Nässe. Manchmal macht es auch Sinn, sich während der Rast in den Biwaksack zu setzen.


Lifesystems hat eine Reihe hochwertiger und sehr leichter Biwaksäcke im Programm. Hier eine kleine Auswahl:


Heatshield Bag

Sehr leichter, robuster und klein verpackbarer Biwaksack, der rund 90% der Körperwärme ins Innere reflektiert. Die Länge ist so bemessen, das man ihn oben wie eine Kapuze über den Kopf ziehen kann und ein leichter Schlafsack darin Platz findet. Der Sack ist wieder verwendbar.

• Gewicht: 110 Gramm

• Material: Polyethylene

• Reflektiert Radar; gut sichtbar

• Getapte Nähte

• Wind- und wasserdicht

• Wiederverwendbar

• Packsack

• Auch in 2-Personen-Variante erhältlich

• VK: 7,99€ / 9,99€

Survival Shelter 2/4

Schutzhüle für 2 bzw. 4 Personen mit Sitzbereichen an beiden Enden, Diese ermöglichen es, den Survival Shelter am Boden zu fixieren und ihn so zu einem kleinen Zelt mit Innenraum machen. Im „Dach“ befindet sich ein Ventilationssystem. Das Material ist wasserdicht.

• Platz für 2 oder 4 Personen

• Gewicht: 345 / 510 Gramm

• Material: Beschichtetes Polyurethan

• Air-Vent System

• 5000 mm Wassersäule

• Wasserdichte Sitzbereiche

• Reflektierende Streifen für bessere Sichtbarkeit

• Packsack

• VK: 34,99€ / 44,99€

Ultralight Survival Shelter 2

Superleichter 2-Personen-Biwaksack. Er ist aus noch leichterem Material wie der Survival Shelter 2 / 4 hergestellt. Mit 215 Gramm ist er als 2-Personen-Variante extrem leicht.

• Platz für 2 Personen

• Gewicht: 215 Gramm

• 20D siliconisiertes Nylon

• Air-Vent System

• 5000 mm Wassersäule

• Wasserdichte Sitzbereiche

• Reflektierende Streifen für bessere Sichtbarkeit

• Packsack

• VK: 74,99€

Einen kompletten Überblick über die Produkte von Lifesystems gibt es hier: www.lifesystems.co.uk



Kommentare

Neuer Kommentar
Zum Verfassen von Kommentaren bitte anmelden oder registrieren.