Palmenpark in Salta
31 Juli 2013

Boulder Argentinia

Zwei Zillertaler zogen aus um die Felsblöcke in Argentinien zu erkunden ...

Als mich mein Freund und Trainingspartner Andreas MÖLK aus Kaltenbach fragte, ob ich nicht Lust hätte zum Klettern nach Südamerika, genauer gesagt nach Argentinien, zu fahren, war ich am Anfang noch skeptisch. Doch als er mir die Photos zeigte, war ich sofort Feuer und Flamme. Also buchten wir die Flüge nach Argentinien.

Da wir nur 25 kg Gepäck mitnehmen durften, und der Umstand, dass wir 2 Bouldermatten mitnahmen, verzichteten wir auf Seil und Karabiner – und so gings auf zum Bouldern nach Argentinien.

Am 24. März flogen wir von München nach Paris und dann weiter nach Buenos Aires. Von dort nahmen wir einen Inlandsflug nach Salta. Wir kamen am 25.03. gegen 17.00 Uhr in der Stadt Salta, welche auf ca 1350 Metern liegt und 400000 Einwohner hat, an.

Wir organisierten uns ein Mietauto und fuhren am 28.03. in das Dorf San Antonio de los Cobres, welches 180 km von Salta entfernt liegt. Dieses Dorf liegt auf ca. 3850 Metern und war nun für die nächsten 4 Wochen Ausgangspunkt unseres Vorhabens.

Das Klettergebiet, welches sich im Gebiet des Cerro Tuzgle (Vulkan) befindet, liegt etwa 40 km nordwestlich von San Antonio de los Cobres. Das Gebiet, es liegt auf einer Seehöhe von 4000 bis 4200 Metern, bietet ein schier unendliches Potential an Boulder- und Seilklettermöglichkeiten.

Unser Programm für die nächsten 4 Wochen war folgendes:

Montag und Dienstag klettern

Mittwoch Ruhetag

Donnerstag und Freitag klettern

Samstag und Sonntag Ruhetag bzw. „Party“ in Salta.

Die Umgebung von San Antonio de los Cobres gehört zu den trockensten Gegenden in Argentinien (5 Regentage pro Jahr). Trotzdem ereilte uns am Ende der 2. Kletterwoche einer dieser Tage. Diesen Umstand nutzten wir, um einen kleinen Rodad Trip nach „Salina Grandes“ (eine Art Salzwüste) und nach „Purmamarca“ (bekannt für seine verschiedenfarbigen Felsformationen) zu machen.

Am Anfang der 4. Kletterwoche trafen wir 2 „Kletter-Pärchen“ aus Frankreich und Belgien. Aufgrund der Tatsache, dass unsere „Klettermotivation“ schön langsam schwand, verbrachten wir 3 angenehme Klettertage in Gesellschaft. Anschließend machten wir noch einen kleinen „Road-Trip“ nach Salta und verbrachten dort das Wochenende.

Während unseres 4-wöchigen Kletteraufenthaltes konnten wir etliche schöne Boulder klettern. Fazit der Kletterei – 4 Wochen bouldern auf über 4000 Metern lassen die Kilos schmelzen und den Bart wachsen.

Am 26. April flogen wir nach einem Tag Aufenthalt in Buenos Aires zurück nach Hause.

Resümee:

Super Boulder- und Klettergebiet, welches sicher eine Reise wert ist. Vermutlich werden wir nicht zum letzten Mal hier gewesen sein.

Tipp: Aufgrund der Straßenverhältnisse in San Antonio de los Cobres wäre ein etwas höher gestelltes Mietfahrzeug von Vorteil. Oder man beherrscht das ortsübliche Fahrkönnen der „Chillertaler“.

Hola

Kostencheck

Am teuersten ist der Flug - wir haben von München nach Buenos Aires und weiter nach Salte ca. 1300,-€ bezahlt.

Das Leben dort ist billig

In San Antonio de los Cobres haben wir um umgerechnet 6 Euro genächtigt - wir waren Selbstverpfleger und haben pro Tag im Durchschnitt um 3 Euro gegessen - Anmerkung: Wir haben nicht viel gegessen.

Am Wochenende in Salta - in einem Youthostel - war es auch nicht teuer. ca. 12 Euro Übernachtung mit Frühstück und im Supermarkt gibt es 1 Liter Bier um 1 Euro.

Palmenpark in Salta
Andi in einem Boulder
Gerhard in seinem Boulder
Andi in einem Franzosenboulder
Andreas in seinem Boulder "Mellon collie and the infinite Sadness"
Sehenswürdigkeit von San Antonio de los Cobres - das "Viaduct"
Gerhard in einem Boulder
Es gibt auch Möglichkeiten mit Seil zu klettern
Die Strasse durch das Klettergebiet auf 4000 Metern Seehöhe
Andreas und Gerhard
Gerhard in seinem Boulder "On The Edge"
Buenos Aires mit seinem Obelisken


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