Start des Dachstein Xtreme 2009; Bild Markus Kreiner
31 März 2009

Dachstein Xtreme - die Sieger

Grandioses Saisonfinale für die Skibergsteiger-Elite am Dachstein ...

Die Weltelite der Skitourengeher traf sich am Samstag, dem 28.3.2009 am Dachstein, um den Besten ihrer Sportart zu ermitteln. Das Dachstein Xtreme erfreute sich heuer eines riesigen Ansturms an Teilnehmern: sowohl das Weltcupfinale der internationalen Rennszene, als auch das Abschlussrennen des nationalen ASTC-Cups wurde innerhalb dieser Veranstaltung ausgetragen.

Das Dachstein Xtreme ist das österreichische Aushängeschild der Wettkämpfe im Skibergsteigen, es hat den Ruf als das härteste Tourenski-Rennen der Ostalpen. Knapp 200 Athleten und Athletinnen aus 16 Nationen stellten sich der Herausforderung, die insgesamt 1650 Höhenmeter zu bewältigen. Ursprünglich hätte die Strecke über den 3000m hohen Dachsteingipfel führen sollen, aufgrund der Schneemengen der letzten Wochen - am Gletscher oben fielen während der letzten Schlechtwetterperiode 4 Meter Schnee - musste die Strecke auf das Ramsauer Plateau verlegt werden.

In einer vorbildlichen Leistung konnten die Organisatoren in Zusammenarbeit mit den örtlichen Tourismusverantwortlichen innerhalb von nur 3 Tagen eine Ersatzstrecke für die lawinengefährdete Gletscherregion aus dem Hut zaubern. Zum Rennzeitpunkt selber zeigte sich der Wettergott dann gnädig und strahlender Sonnenschein mit frühlingshaften Temperaturen dominierte die gesamte Veranstaltung.

Die selektive Streckenführung am Fuße der mächtigen Dachstein-Südwand erwies sich schließlich als eine würdige Weltcupstrecke, welche mit ihren 4 Aufstiegen, 4 Abfahrten und einer Tragepassage auch nahezu komplett von den zahlreichen Zuschauern vom Start-Ziel Bereich auf der Türlwandhütte aus live mitverfolgt werden konnte. Lob für die Strecke und die rasche und sichere Verlegung kam nicht nur von Athleten und Zuschauern, sondern auch von den internationalen Funktionären. Die Dachsteinregion hat wieder einmal bewiesen, dass man hier mit Großveranstaltungen umgehen kann.

Nach einer Gesamtlaufzeit von 1:37:51 entschied der Südtiroler Manfred Reichegger mit nur einer Sekunde Vorsprung das Rennen für sich, vor seinem italienischen Teamkollegen Dennis Trento, der durch einen Sturz vor der Zieleinfahrt den Sieg vergab. Der dritte Gesamtrang mit nur 50 Sekunden Rückstand ging an den Franzosen Yannick Buffet.

Hervorragend auch die Leistungen der österreichischen Nationalmannschaft bei ihrem Heimrennen. Der amtierende österreichische Meister Alexander Lugger erreichte als Gesamt 10. das Ziel, gefolgt von Alexander Fasser (Tirol) an 13. Stelle und Markus Stock (Salzburg) auf Rang 17. „Ich bin mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden bei dieser großen internationalen Konkurrenz. Der Druck der Konkurrenz war enorm, aber es hat heute alles super gepasst.“, so der Kärntner Alex Lugger.

Bei den Damen entschied die Favoritin aus Frankreich, Laetitia Roux, das Rennen für sich, hinten nach zwei Italienischen Damen, Roberta Pedranzini und Francesca Martinelli. An 5. Stelle bereits die Ramsauerin und Lokalmatadorin Lydia Prugger. Auch eine Goldmedaille blieb in österreichischer Hand: Michaela Essl aus Abtenau, gewann unangefochten dieses Weltcup Rennen in ihrer Altersklasse (Espoir).

Mit dabei beim Dachstein Xtreme auch Prominenz aus andern Sportarten: Radprofi Gerrit Glomser und die Judoka Sabrina Filzmoser nahmen am Bewerb teil.

Das Dachstein Xtreme, das letzte nationale Rennen erwies sich auch als würdiger Abschlussbewerb der internationalen Weltcupserie der ISMF, wobei Österreich zeigte, dass es im Skibergsteigen zu den Top Nationen zählt, sowohl mit seinen Athleten, als auch mit seinen Bewerben.

Weiter Informationen und Bilder über das Dachstein Xtreme finden Sie unter www.astc.at

Start des Dachstein Xtreme 2009; Bild Markus Kreiner
In Richtung Dachstein Südwand; Bild Alfred Ruff
Die besten Österreicher: Markus Stock, Alex Lugger und Alex Fasser;  Bild Markus Kreiner
So gut sieht die spätere Siegerin Laetitia Roux im Rennen aus – keine Spur von Müdigkeit; Bild Andi Tekautz
Radprofi Gerrit Glomser macht auch auf den Tourenski gute Figur; Bild: Andi Tekautz
Rund 180 Starter aus 167 Nationen kämpften sich die Strecke des Weltcup Rennens hinauf hinauf; Bild: Markus Kreiner
Die Besten der Hennen: Dennis Trento (ITA), Manfred Reichegger (ITA), Yannik Buffet (FRA); Bild: Markus Kreiner
Alex Lugger bewies wieder mal seine Stärke als bester Österreicher; Bild Alfred Ruff


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