RECCO SAR Helikopter Detektoren
07 September 2020

Das RECCO-SAR Suchsytem

Ein neues Werkzeug der Bergrettung, um große Flächen freien Geländes und Lawinenkegel schnell und effektiv nach vermissten Personen abzusuchen

Abgängige Personen oder Unfallorte in unwegsamen, insbesondere alpinem Gelände zu finden ist für die Einsatzkräfte immer eine große Herausforderung.

Die Personen-Ortungstechnologie der schwedischen Firma bietet mit der Entwicklung des RECCO-Helikopter-Detektors ein neues Werkzeug, um große Flächen freien Geländes schnell und effektiv nach vermissten Personen abzusuchen. Der Helikopter Detektor ist eine Weiterentwicklung des seit 1983 existierenden RECCO-Lawinenrettungs-Systems und kann nun Sportarten-unabhängig, ganzjährig zur Vermisstensuche eingesetzt werden.

In nur 6 Minuten kann so ein Quadratkilometer genauestens abgesucht werden, bei einer terrestrischen Suche wird dafür ein Vielfaches an Zeit und Ressourcen benötigt.

  • Große Gebiete werden in 100 Meter breiten Korridoren aus einer Höhe von 100 Metern, mit einer  Geschwindigkeit von bis zu 140km/h mit dem Hubschrauber abgesucht.
  • Die RECCO-Rettungs-Reflektoren werden entweder direkt in die Ausrüstung eingearbeitet, können aber auch separat an Rucksäcken und Helmen angebracht werden.
    RECCO SAR Helikopter Detektoren
    RECCO Schulung ÖBRD/BMI in der Steiermark
    RECCO Funktionsweise
    RECCO Reflektor als Aufkleber am Helm
    RECCO Reflektor als Anhänger an der Hardshell Jacke
    RECCO ÖBERD / BMI
    Der RECCO Reflektor in der Gamasche eines Bergschuhs

    Österreichweit im Einsatz

    Seit 2019 verwendet die Österreichische Flugpolizei, in Zusammenarbeit mit dem ÖBRD, RECCO SAR Helikopter Detektoren zur großflächigen Suche von vermissten Personen im freien Gelände. Die an vier Stützpunkten der Flugpolizei verfügbaren Detektoren stehen zu bundesländerübergreifenden Einsätzen bereit. Stützpunkte: Hohenems, Innsbruck, Linz und Graz. 

    In allen 7 ÖBRD Landesorganisationen wurden dazu Bergretter speziell geschult und ausgebildet.


    Speziell dort, wo konventionelle Suchmethoden (LVS-Geräte, Handy-Ortungen usw.) keinen Erfolg liefern, kann mit dieser Technik eine zusätzliche Erfolgschance geschaffen werden. Vor allem die Suche auf großen Flächen innerhalb kurzer Zeit (rd. 5-6 Minuten pro km²) schafft neue Möglichkeiten.

    So funktioniert RECCO

    Um von den RECCO-Detektoren geortet werden zu können, muss man mit einem RECCO-Rettungs-Reflektor ausgerüstet sein. Der RECCO-Rettungs-Reflektor ist ein passiver Transponder und benötigt keine Batterie, wird in die Ausrüstung integriert oder ist auch einzeln zum Nachrüsten erhältlich. Das Suchsignal des RECCO-Detektors gleicht dem Strahl einer Taschenlampe. Der RECCO-Reflektor retourniert das Suchsignal wie ein Echo. Je näher, desto stärker ist das reflektierte Signal. 

    Die RECCO-Reflektoren finden sich insbesondere in  Winterausrüstung jeder Preisklasse, aber auch in Helmen, Rucksäcken, so manchen Hardshell-Jacken und sogar in Klettergurten. Einfach im Fachhandel nach RECCO fragen oder auf die entsprechende Markierung achten! Die Reflektoren können aber auch extra für vorahnde Outdoor-Ausrüstung gekauft werden und  sind in 3 Varianten erhältlich:

    • für Befestigung am Rucksack,
    • als Helmaufkleber, oder 
    • als Gürtel aus flexiblem und robustem Material mit Metallschnalle und zwei integrierten RECCO-Rettungs-Reflektoren

    Zum RECCO-Erklärungsvideo des ÖBRD: https://bergrettung.at/news/grosses-interesse-am-suchsystem/

    Quellen: ÖBRD u. RECCO

    "Es ist ein gutes Gefühl, von einer Idee leben zu können. Aber es ist nichts im Vergleich zu dem Gefühl, das du hast, wenn du jemanden triffst, der dir sagt, dass er wegen deiner Idee am Leben ist." – Magnus Granhed, Gründer von RECCO AB. 

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