Wer im Ostalpenraum etwas auf gute Musik hält, kommt an der Philharmonie Salzburg unter der Leitung von Elisabeth Fuchs kaum vorbei. Nur wenige Orchester sorgen mit abwechslungsreichen Programmen und Auftritten an außergewöhnlichen Spielorten so schnell für Furore wie das Salzburger Ensemble. Ein Konzert auf der Bergwiese bei der Schlossalm im Gasteinertal, ein gemeinsamer Auftritt mit dem Tiroler Herbert Pixner Projekt oder „Jedermann Reloaded“ mit Philipp Hochmair und der Band „Die Elektrohand Gottes“ sind nur einige der jüngsten erfolgreichen Projekte. Im Jänner 2027 wagt sich die Philharmonie Salzburg gemeinsam mit Reinhold Messner erneut an Richard Strauss’ monumentale Alpensinfonie.
Die Bergsteigerlegende Reinhold Messner sieht in dem Werk eine besondere Verbindung zur Welt der Berge: „Richard Strauss’ Alpensinfonie trifft den Geist der Berge: ihre Erhabenheit, ihre Schönheit und ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Menschen. In dieser Musik liegt dieselbe archaische Kraft, die uns im Gebirge prüft, erniedrigt und zugleich über uns hinauswachsen lässt.“
Damit trifft Messner einen wesentlichen Punkt. Umso spannender wird es sein, wie er sich mehr als fünf Jahre nach der ersten gemeinsamen Aufführung in Berlin dem Werk nun in Salzburg nähert. Wie schon 2021 dürfte ein vielschichtiger Abend entstehen, an dem sich eindrucksvolle Erzählungen und philosophische Gedanken über das Bergsteigen mit den Klängen von Richard Strauss verbinden.
Für die musikalische Interpretation zeichnet Dirigentin Elisabeth Fuchs verantwortlich. Sie versteht die Alpensinfonie auch als Spiegel des menschlichen Lebens: „In Richard Strauss’ Alpensinfonie höre ich unser eigenes Dasein. Der strahlende Sonnenaufgang wird zum Sinnbild der menschlichen Geburt, der Aufstieg auf den Berg zum Bild unseres Wachsens – getragen von Hoffnung, Kraft und Neugier. Die Hürden des Weges spiegeln die Prüfungen des Lebens. Am Gipfel stehen wir für einen Augenblick im vollen Bewusstsein unserer selbst – Klarheit, Größe, Erfüllung. Der Sturm bricht herein wie das Unvorhersehbare, das uns formt und erschüttert. Und der Abend, die Rückkehr ins Dunkel, ist kein Ende, sondern ein stilles Entschlafen – getragen von Erinnerung, Dankbarkeit und Frieden.“
Bereits 2021 wurde die Alpensinfonie gemeinsam mit Reinhold Messner und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin aufgeführt. Die Kritiken fielen positiv aus. Kultura Extra beschrieb das Ergebnis als „philosophische Bergtour“, bei der Musik und Lebenserfahrung auf unkonventionelle Weise miteinander verschmelzen.
Nun darf man gespannt sein, wie diese Verbindung aus Richard Strauss’ monumentaler Musik, Reinhold Messners Erzählkunst und der eigenständigen musikalischen Handschrift der Philharmonie Salzburg das Publikum begeistern wird. Für Bergsteiger und Alpinisten, die ihre Leidenschaft für die Berge mit kultiviertem Musikgenuss verbinden möchten, könnte dieser Abend jedenfalls zu einem besonderen Erlebnis werden.
E. ELGAR · From the Bavarian Highlands, op. 27
R. STRAUSS · Eine Alpensinfonie, op. 64
Reinhold Messner · Sprecher
Elisabeth Fuchs · Dirigentin
Chor der Philharmonie Salzburg
Würth Philharmoniker
Philharmonie Salzburg
DO · 7. Januar 2027 · 19:30
FR · 8. Januar 2027 · 17:00 · 20:30
Großes Festspielhaus, Salzburg
Voraussichtliche Konzertdauer jeweils ca. 120 Minuten, ohne Pause.
Die ungewöhnlichen Konzertzeiten am Freitag ergeben sich durch den Festspielhausumbau und die damit verbundene Hohlraumerzeugung im Mönchsberg.
Kartenpreise: 28 € bis 120 €
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Veranstalter · Karten: Philharmonie Salzburg

Eine Alpensinfonie mit Reinhold Messner (c) c_ronny und shutterstock


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