Foto: Christian Schneider
18 März 2009

Erfolgreiches Mixed-Geräteturnen

Christoph Gotschke klettert einige der schwersten Mixedrouten Deutschlands...

Nach einem guten Kletterherbst mit knackigen Bouldern, Sportkletterrouten im zehnten Grad und der Erstbegehung von „Wall-E“ (200m, 9) in den Dolomiten kann Christoph Gotschke auf einen bisher doch recht erfolgreichen Winter zurückschauen.

Neben einer arbeitsreichen Wintersaison als Profiberg- und vor allem Skiführer (was ja weithin nicht gerade als Top-Training gilt), gelangen dem ehemaligen Mitglied des DAV Expeditionskaders, quasi als Ausgleichssport, gleich mehrere der schwersten Mixedrouten Deutschlands.

Papi´s kleiner Liebling in der Starzlachklamm

Den Anfang machte nach einigen längeren Eisfällen im sechsten Eisgrat und leichteren Mixedrouten im Bereich M8 und M9 zwischen Bregenz und Garmisch die Route „Papi´s kleiner Liebling“ (etwa M11) in der Starzlachklamm. Nach zwei Tagen Ausbouldern und etwas zu zögerlichen Anläufen im doch etwas einschüchternden, acht Meter ausladenden Negativdach genügten dann am dritten Tag ein ernsthafter Versuch mit etwas mehr Mumm zum Durchstieg.

Wilde Mixedlinien im Lechtal

Im Anschluss war wieder alpineres Gelände angesagt, denn im Lechtal, genauer gesagt im Amphitheater in Hinterhornbach warteten zwei wilde Mixedlinien auf eine Erstbegehung. Gemeinsam mit Johannes Jähn und Michael Stacheder gings an die Arbeit und an zwei Tagen entstanden „Rala“ (100m/ M7,WI6) und „Rumo“(120m/ M9, WI6).

Nach diesen wunderschönen aber doch ziemlich frostigen Tagen suchten sich die drei mit der Hochalm in Garmisch ein etwas sonnigeres Ambiente. „Leider“ ergab sich das dortige Testpiece „The show must go on“ (M10) dem Doktor schon im ersten Versuch nach einmaligem Auschecken, so dass sich keine weiteren Ausflüge dorthin ergaben.

Nach der Hochalm wieder in die Starzlachklamm

Deutlich mehr Widerstand leistete eine neue bisher namenlose Route wiederum in der Starzlachklamm von Daniel Gebel. Zwar waren die allermeisten Züge relativ schnell überlistet, bei den Durchstiegsversuchen am zweiten und dritten Tag zeigte sich aber eine Minileiste als ziemlich hinterhältig und so endeten gefühlte 30 Versuche (gezählte 5) kopfüber im Seil baumelnd. Als eigentlich fast der Frust über die Hartnäckigkeit gesiegt hatte hielt die Leist dann doch einmal und eine weitere M11 war in der Tasche.

Soweit der Stand Anfang März. Momentan schwimmen die meisten talnahen Herausforderungen Iller, Lech, Isar und Inn hinunter Richtung Donau und die außerberuflichen Tätigkeiten werden wieder mehr Richtung Fels und Hochgebirge verlegt.

Webtipp: Die Page von Christoph Gotschke

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