nur mehr schwach überdeckte Gletscherspalten, welche bereits bei geringer Belastung durch einen einzelnen Bergsteiger brechen können (Foto: Hubert Gogl)
22 Juli 2015

Klettersteig- und Kletterunfälle

In letzter Zeit gab es in Österreichs Bergen leider vermehrt tödliche Unfälle zu beklagen, wovon viele auf dieselben Muster zurückzuführen sind, aber teilweise leider leicht vermeidbar gewesen wären.

      nach der Häufung an tödlichen Klettersteig- und Kletterunfällen empfiehlt das Kuratorium für alpine Sicherheit auch in vermeintlich leichtem Gelände anzuseilen
gerade bei Klettersteigen ist die zunehmende Gewittergefahr in den nächsten Tagen zu beachten

  • durch abendliche Gewitter und Regenschauer können die Felsen auch am nächsten Tag noch unangenehm rutschig seinAngesichts der in den vergangenen Tagen und Wochen oftmals tödlich verlaufenen Unfälle in Klettersteigen und bei Klettertouren erklärt Prof. Dr. Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit:Angesichts der in den vergangenen Tagen und Wochen oftmals tödlich verlaufenen Unfälle in Klettersteigen und bei Klettertouren erklärt Prof. Dr. Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit:  nach der Häufung an tödlichen Klettersteig- und Kletterunfällen empfiehlt das Kuratorium für alpine Sicherheit auch in vermeintlich leichtem Gelände anzuseilen
  • gerade bei Klettersteigen ist die zunehmende Gewittergefahr in den nächsten Tagen zu beachten
  • durch abendliche Gewitter und Regenschauer können die Felsen auch am nächsten Tag noch unangenehm rutschig sein

In letzter Zeit gab es in Österreichs Bergen leider vermehrt tödliche Unfälle zu beklagen, wovon viele auf dieselben Muster zurückzuführen sind, aber teilweise leider leicht vermeidbar gewesen wären. Karl Gabl, Präsident des österreichische Kuratoriums für alpine Sicherheit (KURASI) rät deswegen auch auf vermeidlich leichten Klettersteigen bzw. auch auf leichten Klettertouren immer nur angeseilt und mit normgerechter Ausrüstung unterwegs zu sein. Zudem sollte die nun steigende Gewittergefahr bei der Tourenplanung berücksichtigt werden.

Angesichts der in den vergangenen Tagen und Wochen oftmals tödlich verlaufenen Unfälle in Klettersteigen und bei Klettertouren erklärt Prof. Dr. Karl Gabl, der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit:

Klettersteige - auch vermeintlich leichte - sollten generell nur mit entsprechender, normgerechter Sicherheitsausrüstung begangen werden. Dazu gehören: Hüftgurt, Helm und unbedingt auch ein Klettersteigset mit Fallstoßdämpfer. Touren müssen hinsichtlich Schwierigkeit und Länge, Zu- und Abstieg, Verhältnissen und Wetter (Gewittergefahr!) sorgfältig geplant werden. Gerade bei Klettersteigen sollte bei herannahenden Gewittern nicht mehr eingestiegen werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass aufgrund von Gewittern und Niederschlägen am Vortag der Fels an manchen Stellen noch nass und deshalb sehr rutschig sein kann.

Größte Vorsicht ist aus diesem Grund auch bei alpinen Klettertouren geboten: gerade im Gneis bzw. Granit (vorwiegend am Alpenhauptkamm: Ötztaler-, Stubaier-, Zillertaler Alpen, Tauern, etc.) sollten Kletterer beachten, dass insbesondere mit Flechten und Moosen bewachsene Felsen durch Regen große Gefahren bergen und ebenfalls sehr rutschig sein können. Kletterern wird deshalb dringend empfohlen, sich auch in vermeintlich leichteren Abschnitten anzuseilen.

Wichtige Informationen und Hinweise zum Verhalten auf Klettersteigen findet man im Lehrbuch "Sicher Klettersteiggehen" aus dem Alpinverlag Jentzsch-Rabl und in der vom Österreichischen Kuratorium für alpine Sicherheit aufgelegten Klettersteigfibel.

Auf Klettersteigen immer nur gesichert und mit normgerechter Ausrüstung (Foto: KURASI-TVB Innsbruck)
nur mehr schwach überdeckte Gletscherspalten, welche bereits bei geringer Belastung durch einen einzelnen Bergsteiger brechen können (Foto: Hubert Gogl)


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