Unter den großen Dächern Foto: Arch. Kojzek
05 Februar 2008

Neutour am Jabal Misht / Oman

Die Slowenen Pavle Kozjek und Dejan Miskovic eröffnen eine 1000 m Tour im Oman

Am 20.1. 08 klettern Pavle und Dejan auf einer neuen Route durch die Südostwand der Jabel Misht (2090 m). Sie nennen ihr Werk „Yel-la sadik“ (Schnell, mein Freund) und stufen ihre Tour mit UIAA 7- (schwerste Länge), wobei der Großteil der 1000 m im 6ten Grad liegt. Sie brauchten 9 ½ Stunden für die Tour , 4 Stunden für den Abstieg und weitere 5 Stunden, um wieder um den Berg herum zu kommen. Die Tour wurde im Alpinstil gemacht und mit Friends, Keilen u. einigen wenigen Normalhaken abgesichert.

Begehung der Yel-al sadik

„Am ersten Tag brachten wir die Ausrüstung und Wasser zum Wandfuß. Das Wetter war gut, windig aber nicht zu heiß. Am nächsten Morgen hatten wir ein kleines Problem. Wir stellten unsere Handywecker auf 3 Uhr, wurden aber erst um 6 Uhr geweckt, da wir noch immer die Mitteleuropäische Zeit eingestellt hatten. Wir rannten daher zur Wand und stiegen um 8.30 ein, wobei wir die ersten 100 m im 5ten Grad solo kletterten. Der Fels war perfekt, mit vielen unerwarteten Griffen. Dann ging es drei 80 m Längen (wir hatten ein 80 m Seil dabei) gerade hinauf bis zu den großen Dächern, wo wir uns für eine Rechtsquerung entschieden die „Gelbe Seillänge“, da der weiße Fels links sehr schlecht war. Am Ende der Querung folgte eine exzellente Länge in braunem Kalk und nach einer steilen (VII-) Länge, hielten wir uns leicht links und fanden einige wunderbare Längen. Ab dem großen Band rd. 250 m unter dem Ende der Wand, kletterten wir wieder solo, wobei wir wahrscheinlich einige Längen der „Empty Quarter (Ramsden-Eestwood, 2000) kletterten bis wir gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit den Ausstieg erreichten.

Nach etwas ermüdenden 1300 Abstiegsmetern, landeten wir auf der anderen Seite des Berges. Da wir kein Auto hatten, begannen wir den 25 km Fußmarsch um den Berg und wurden glücklicher Weise von einem Local ein Stück in seinem Wagen mitgenommen, so dass wir mitten in der Nacht noch unser Basislager erreichen konnten.

Unsere Route verläuft zwischen den Routen „Make love not war (7b, Bolts) und „Shurkan (VII). Das Klettern am Jebel Misht war dank dem guten Wetter und dem perfekten Fels eine echte Freude für uns.

In den restlichen Tage meiner Omanwoche erforschte ich gemeinsam mit Freunden einige Sportkletter- und Deep Water Soloing Gebiete. „

Webtipps

Solo-Erstbegehung am Cho Oyo (8201 m)

Trapecio in Peru

Stonehenge (7+/VI, 70/50°, 600 m) an der Puscantrupa Este (5410 m)-Peru

Hompage von Pavle Kojzek

Sponsoren:

Grivel

Millet

Unter den großen Dächern Foto: Arch. Kojzek
Die 'Gelbe Länge' Foto: Arch. Kojzek
Im oberen Teil der Ostwand. Foto: Arch. Kojzek
Zentral SO-Wand (1000 m) der Jabal Misht mit der neuen Slowenenroute (weiß). Links 'Make love not war' (Sportklettertour/7b;  Richter, Wünsche, T.Kohbach, P.Kohbach, Fischer 2003) , rechts Shukran (VII, 1000 m, Gargitter-Trenkwalder 2006)
Auf dem Gipfel des Jabal Misht. Foto: Arch. Kojzek
Solo im unteren Teil der Wand. Foto: Arch. Kojzek


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