Beim Abflug nach erfolgreicher Bergung mit dem Hubschrauber.
04 April 2017

Weniger Alpinunfälle im Winter 2016/17

Ende März wird jährlich vom Kuratorium für alpine Sicherheit die Unfallstatistik für den vergangenen Winter vorgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 16% weniger Verunfallte...

Ende März wurde vom Kuratorium für alpine Sicherheit der Bericht für den Winter 2016/17 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass es, wie bereits im Jahr zuvor, weniger alpine Unfälle gab. In Prozent ausgedrückt heißt dies, dass es 16% weniger Verunfallte und Alpinunfälle gab als im Vorjahr. Der Grund für diese positive Bilanz wird vom Kuratorium vor allem in der jahrelangen Aufklärungs- und Präventionsarbeit gesehen sowie in der besseren Ausrüstung der Wintersportler.

Der schneearme Winterbeginn spiegelt sich auch in den Unfallszahlen wieder. So kam es zu Beginn des Winters vermehrt zu Wanderunfällen, da Schneesport zunächst nur auf den Pisten möglich war. Eine hohe Unfallquote gab es jedoch beim Eisklettern. Dies war beinahe den ganzen Winter über möglich und so verunfallten beim Klettern an gefrorenen Wasserfällen insgesamt 43 Personen - 4 der Unfälle waren tödlich. Einen leichten Anstieg um 1% gab es bei der Anzahl der Verunfallten durch Lawinenunfälle. Da dieser Wert relativ gering erscheint ist es umso erschreckender, dass sich die Zahl der Lawinentoten im Vergleich zum Winter 2015/16 um 9 Personen erhöhte.

Präsident Karl Gabl erläutert im Bericht die Zahlen für den Winter 2016/17 und wirft dabei ein spezielles Augenmerk auf die Unfälle auf Pisten und Skirouten. Dabei kam es im Winter 2016/17 zu 22 toten Personen - eine Zahl die beinahe um ein 1/4 niedriger ist als der Wert vom Winter 2015/16. Gut die Hälfte dieser Sportler verstab nicht an den Folgen eines Unfalls, sondern an Herz-Kreislaufversagen. Überaus erfreudlich ist die stark zurückgegange Zahl an Kopfverletzungen, die auf das vermehrte Tragen von Helmen zurückgeführt wird. 

Mit Ausblick auf die bevorstehende Tourensaison warnen das Kuratorium für alpine Sicherheit sowie die Alpinpolizei und Bergrettung eindringlich vor der Gefahr von Spaltenstürzen aufgrund der geringen Schneelage. Die Institutionen raten daher ein konsequentes Gehen am langen Seil an, um den meist tödlichen Spaltenstürzen ohne Seilsicherung vorzubeugen. 

Webtipp: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit 

Beim Abflug nach erfolgreicher Bergung mit dem Hubschrauber.
Der Hang am Jochgrubenkopf auf dem im heurigen Winter 4 Alpinisten starben.
Anzahl der Alpinunfälle Winter 2016/17 nach Bundesländern
Vergleich der Alpinunfälle Winter 2013/14 - 2016/17
Beim Einweisen eines Rettungshubschraubers.
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