Tödliche Lawinenunfälle gesamt Österreich Winter 2015/16 (1.11.2015 - 28.3.2016) nach Disziplin bzw. Todesursachen; alpiner Skilauf gesamt Österreich Winter 2015/16 zwischen 1.11.2015 - 28.3.2016
31 März 2016

Weniger Unfälle im Winter 2015/16

Das Kuratorium für alpine Sicherheit veröffentlicht einen Zwischenbericht zur Wintersaison 2015/16

Weniger Unfälle beim alpinen Wintersport.

Ende März wurde vom Kuratorium für alpine Sicherheit der Zwischenbericht für den Winter 2015/16 vorgestellt. Daraus geht hervor, das es weniger Unfälle und ca. 700 Verunfallte weniger beim Wintersport in Österreich gab. Der schneearme Winterbeginn kann es nicht sein, zumindest hatten die Skigebiete ähnliche Beförderungszahlen bei den Seilbahnen wie im letzten Jahr. Bei den Skitourengehern hat die Saison im freinen Gelände aber sicherlich etwas später begonnen, wobei es aber ein langandauerndes Altschneeproblem gabDer Grund für die positive Belanz wird vom Kuratorium auch in der jahrelangen Aufklärungs- und Präventionsarbeit gesehen. 

Präsident Karl Gabl erläutert die Zahlen, vor allem bei den tödlich Verunglückten war ein Rückgang von ca. 15 Prozent auf Skipisten/Skirouten zu verzeichnen. Herzkreislauf-Versagen ist immer noch die Haupttodesursache. Bei den in diesem Jahr stark in die Medien geratenen Pistenskitouren waren die Unfallszahlen gering, trotzdem will man in Zukunft vermehrt auf das Kollisionsrisiko und die Gefahren der Pistenpräparierung (gespanntes Stahlseil) aufmerksam machen.

Lawinenunfälle gesamt Österreich und Tirol

Peter Veider von der Österreichischen Bergrettung nennt akutelle Zahlen, die im zweitwärmsten Winter aller Zeiten mit einem lang andauernden Altschneeproblem gesammelt wurden. Durch Lawinen starben in Österreich 13 Wintersportler, in Tirol starben 8 Personen, davon 2 Personen im Variantenbereich und 6 Personen auf einer Skitour. Allein 5 Personen starben beim Lawinenabgang in der Wattener Lizum, trotz modernster Notfallausrüstung.

Lawinentote in Österreich seit 1991
Lawinentote in Österreich seit 1991
Alpinunfälle gesamt Österreich / Bundesländer zwischen 1.11. – 28.3.
Verunfallte bzw. tödlich Verunfallte im alpinen Raum gesamt Österreich / Bundesländer zwischen 1.11. - 28.3.
Verunfallte bei Lawinenunfällen gesamt Österreich / Bundesländer zwischen 1.11. - 28.3. bzw. Lawinentote in Österreich / Bundesländer zwischen 1.11. - 28.3.
Details tödliche Lawinenunfälle gesamt Österreich / Bundesländer im Winter 2015/16 (1.11.2015 - 28.3.2016)
Verunfallte bzw. Tödlich Verunfallte auf Pisten/Skirouten gesamt Österreich / Bundesländer zwischen 1.11. - 28.3.

Norbert Zobl (Leiter der Alpinpolizei) stellt dazu fest: "Das Risiko, trotz gezogenem Airbag in der Lawine zu sterben ist nur halb so hoch als ohne. Aber gerade bei Auslösungen vom Hangfuß aus, bei Absturz über eine Felswand oder Alleingängern kommt auch der Airbag an seine Grenzen. Aufklärung, Ausbildung und Prävention bleiben deshalb auch in Zukunft die zentralen Punkte zur Reduktion des Lawinenrisikos".

Der Rückgang von Alpinunfällen mit tötlichem Ausgang liegt zwischen 1.11.2015 und 28.3.2016 bei 22 Prozent österreichweit. Bei den Lawinetoten gab sogar ein Rückgang von 52 Prozent  im  vergleich zur Vorsaision. Starben 2014/2015 noch 27 Personen in Folge eines Lawinenabgangs, waren in es 2015/2016 nur 13 (das 10-Jahresmittel liegt bei 18 Personen).

Erläuterungen zur Datengrundlage: Die Auswertungen basieren auf den erhobenen Daten der Alpinpolizei; d.h. z.B. immer wenn ein Notruf bei einer Leitstelle eingeht oder bei einem Alpinunfall Verdacht auf Fremdverschulden besteht, wird in Österreich dieser Unfall von der Alpinpolizei aufgenommen. Unfälle unbestimmten Grades, wo die Verunfallten selbständig den nächsten Arzt oder das nächste Krankenhaus aufsuchen (z.B. häufig bei Skiunfällen, weil die Unfallfolgen erst später sichtbar werden) werden nicht erfasst.

Web: Kuratorium für alpine Sicherheit



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