Im Mittelteil kommt zum ersten Mal die Sonne raus – unten die Coburgerhütte und der Drachensee.
01 August 2018

Test Pala Jacket M von Ortovox

Wir haben uns die Pala Jacke M von Ortovox bei einer soliden Mehrseillängen-Tour genauer angeschaut.

6 Uhr morgens, wegen der vorhergesagten Gewitter starten wir etwas früher zu unserem Mehrseillängen-Ziel an der Westwand des Vorderen Tajakopfes. Am Einstieg ist es kühl, für Hochsommer fast einen Tick zu kühl. Was soll`s, klettern wir halt mit Jacke, heute ist das Pala Jacket M von Ortovox mit dabei.

Der erste Eindruck ist etwas ungewohnt, das Pala Jacket ist dünn, fast schon hauchdünn im Vergleich zu den anderen Jacken, die ich im Regelfall für längere Touren in den Alpen mit habe. Doch schon bei den ersten Arbeiten vor dem Wegklettern fällt das Stretchmaterial positiv auf, man hat nur eine dünne Schicht zusätzlich über dem T-Shirt, die überhaupt nicht einengt.

Die erste von 22 Seillängen ist gleich der erste Test, ob die Jacke auch dem rauen Felsen stand hält – ich wurstle mich – vermutlich noch etwas steif gefroren – die Kaminverschneidung hinauf. Ellbogeneinsatz ist angesagt, recht oft komme ich mit den Armen an die Kaminwand. Oben an der Standkette, der erste Blick nach dem Bauen der Selbstsicherung gilt sofort der Jacke – überhaupt nichts passiert, das Teil hat meine tollpatschigen Moves wirklich schadlos überlebt.

Kurz vor der Kaminverschneidung in der ersten Seillänge.
Die Schlüsselseillänge (7-) der Route Drachentanz.
Im unteren Teil der Route.
Im Mittelteil kommt zum ersten Mal die Sonne raus – unten die Coburgerhütte und der Drachensee.
Das Pala Jacket lässt sich sehr klein zusammenpacken.
Die Jacke ist stretch – also ideal zum Klettern.
Merino Inside – auch die Österreichischen Schaf-Kollegen interessiert das Pala Jacket M.
Unser Merino Jacket M (größe L) wiegt 384 Gramm.
Das Pala Jacket in den Farben Orange und Blau (gibt es auch noch in Schwarz).
Für Klettertouren perfekt – deshalb bergsteigen.com Top-Gear

Die zweite Seillängen läuft dann besser – in keinster Weise eingeschränkt wird der 7- Quergang abgehakt und auch die weiteren 5-6 Seillängen lassen mich - da man das Pala Jacket nicht wirklich spürt – nicht mehr an die Jacke denken. Irgendwann merkt man aber dann doch, dass Merino Wolle mit verarbeitet wurde und so lasse ich das Pala Jacket bei angenehmen, sonnigen Außentemperaturen im Rucksack verschwinden.

Oben am Ende der Drachentanz Tour angekommen beginnt es leicht zu tröpfeln, flugs ist das Pala Jacket wieder aus dem Rucksack geholt und wir steigen über den Normalweg zurück ins Tal ab. Sicher ist das Pala Jacket kein komplett dichter Regenschutz, aber den leichten Niederschlag steckt es problemlos weg – ein guter Kompromiss, der das Jacket dafür viel atmungsaktiver macht.

Mein erster Eindruck vom Pala Jacket war sehr positiv und ich werde es in Zukunft auch statt der dünnen Fleece/Primaloft Jacke mit zu den Klettertouren nehmen. Mit Fachausdrücken über die Jacke will ich euch nicht belasten, die findet ihr auf der Ortovox-Homepage. Das Ding ist gut, leicht und tut was es soll – man hat vollste Bewegungsfreiheit und am besten gefallen hat mir: man spürt es kaum!

Fazit bergsteigen.com: Das Pala Jacket von Ortovox ist eine überaus gut gelungene Kletter-Jacke, es wärmt, schützt etwas gegen Niederschlag, ist robust und trotzdem elastisch und vor allem leicht.

Pala Jacket M

  • 1 Brusttasche
  • Weitenregulierbarer Saum
  • Athletic fit
  • Elastische Ärmelabschlüsse
  • Schützende Shell aus Cordura®
  • Verstärkter Schulter-, Unterarm- und Hüftbereich
  • 4-Wege-Stretchmaterial
  • Wasserabweisend durch DWR-Behandlung
  • Atmungsaktiv
  • Hohe Abriebsfestigkeit durch Cordura®: (˃ 50.000 Scheuerzyklen im Martindale Test)
  • Leicht (360 g)
  • Merino inside
  • Farben: Blau, Orange Schwarz

Preis: 200 Euro

Webtipp: Ortovox

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