Die neu Iko Core Stirnlampe von PetzlDie neu Iko Core Stirnlampe von Petzl
05 Oktober 2020

Test Petzl Iko Core Stirnlampe

Die Iko Stirnlampenserie von Petzl bietet ein komplett neues Tragegefühl - wir haben uns die Iko Core genauer angeschaut....

Stirnlampen gibt es fast wie Sand am Meer und so staunten wir nicht schlecht, als wir im Juli 2020 ein Päckchen mit der neuen Petzl Iko Core Stirnlampe bekamen, mit der Bitte, uns diese mal anzuschauen. Gleich beim Auspacken waren wir etwas verdutzt – anstatt des bei Stirnlampen üblichen Gummibandes war ein fixes, rundes Gummi-Element verbaut und der Akku war hinten.

Spätestens beim ersten Aufsetzen merkt man den Unterschied zu anderen, leichten Stirnlampen, bei denen der Akku meist vorne, bei einigen Modellen aber auch hinten verbaut ist. Durch die tiefe Lage des Akkus spürt man die Petzl Iko Core kaum auf dem Kopf. Eine gewisse Leichtigkeit macht sich breit, schon nach wenigen Minuten will man dieses perfekte Tragegefühl nicht mehr missen.

Die Iko Core hat eine „one click“ Bedienung, man drückt also auf den einzigen orangen Schalter, die Lampe geht an. Mit weiteren Clicks kommt man in die 3 Leuchtstufen, mit dem vierten Click schaltet man die Lampe wieder aus. Verriegelt (damit die Lampe im Rucksack oder Tasche nicht von selber angeht) wird die Iko Core mit 4 sec Schalter-Drücken, entriegelt mit 2 sec. Schalter gedrückt halten bzw. 4 x hintereinander drücken. Eine kleine LED zeigt den Ladezustand (grün > 30%, rot <30%) an.

Akku (Core) oder AAA Batterie

Die Iko Core sitzt fest am Kopf, man kann die Lampe – besser gesagt den fixen Gummi – durch einen flexiblen Gummizug noch etwas fixieren, so dass die Lampe sehr gut hält. Das vordere LED-Element hat 7 LED‘s, die bei Bedarf bis zu 500 Lumen von sich geben. Durch einen kleinen, aber sehr gut bedienbaren Schalter lassen sich 3 Helligkeitsstufen einstellen - Max burn time mit 6 lm, 100 Stunden, Standard mit 100 lm, 9:30 Stunden und Max power mit 500 lm, 2:30 Stunden.

Betreibt man die Iko Stirnlampe mit 3 AAA Batterien, reduziert sich die Leuchtkraft und Leuchtdauer auf nur 350 Lumen Maximum (Max burn time 6 lm, 100 Stunden, Standard  100 lm, 8 Stunden und Max power mit 350 lm, 2 Stunden). Man sieht also gleich die Vorteile des Petzl Core Akkus (Lithium-Ionen-Akku mit 1250 mAh), neben der Wiederauflademöglichkeit mit USB (ca. 3 Stunden Ladedauer) bringt dieser auch deutlich mehr Leistung als die drei AAA Batterien.

Die neu Iko Core Stirnlampe von Petzl
Der Akku sitzt bei der Iko Core hinten tief unten, deshalb trägt sich diese Stirnlampe auch so fantastisch.
Die Iko Core auf einem Kletterhelm.
Mit der Iko Core beim Schlechtwetterprogramm (in einem Kriegsstollen) am Falzarego Pass in den Dolomiten
Die Iko Core bringt in der höchsten Stufe 500 Lumen.
Sieben LED's sorgen bei der Iko Core für mächtig Power.
Wenn man die Iko Core in den Tranportbeutel steckt und an lässt, ist es quasi eine kleine Zelt/Tischlampe.
Der Akkupack der Iko Core - die Lampe kann auch mit AAA/LR03-Batterien betrieben werden.
Die Iko Core mit der Hülle - das Verpacken erinnert ein bisschen an das Falten eines Wurfzeltes.
Das Tragegefühl ist einfach ein Hit - deshalb auch bergsteigen.com Top-Gear!
Geht auch auf z.B. große Black Diamond Helme - ideal ist diese Lösung aber nicht (besser hinten mit zwei Petzl Uni Adapt Klebeclips fixieren).
Unterwegs mit der  Iko Core - bei vollen 500 Lumen ein sehr helles Vergnügen ; -  )

Die Iko Core leuchtet mit unterschiedlichen Lichtkegeln gleichzeitig, so muss man nicht mehr zwischen Fernlicht und Gehlicht umstellen. Bei langsamen Gehen reicht die Standard-Stufe mit 100 Lumen mehr als aus, wenn man aber nach der Tour flotter mit dem MTB auf nicht so gutem Untergrund ins Tal fährt, schaltet man besser auf Max power und nützt die vollen 500 Lumen der Lampe aus. Die Ausleuchtung des Geländes ist in beiden Stufen sehr gut!

Petzl Iko Core und der Helm – das ist so eine Geschichte für sich. Da wir uns nicht wirklich mit der Gebrauchsanweisung beschäftigt haben, hatten wir einige Probleme, die Core in der Dunkelheit auf unseren M/L Black Diamond Kletterhelm zu montieren. Die Iko Core passt perfekt auf Petzl Helme aller Größen und auch gut auf kleine Kletterhelme (mit unserem Black Diamond S/M Helm gab es überhaupt kein Problem). Bei größeren Kletterhelmen oder futuristischen Helmformen muss man die Iko Core mit dem orangen Gummi hinten in der Lampenaufnahme am Helm fixieren – aber da sind wir leider erst etwas später drauf gekommen. Für Helme, auf die die Iko Core partout nicht drauf passen will, gibt es von Petzl den "Uni Adapt" Klebeclip (das ist quasi eine Stirnlampenhalterung zum Aufkleben auf den Helm).

Einpacken - System wie beim Wurfzelt

Die Iko Core wird zuerst zusammengesteckt (Clip bei LED und Akku-Element) und dann gefaltet – und eines vor ab, es ist nicht so kompliziert wie bei einem Wurfzelt – dann kommt die Lampe in den kleinen, transparenten Transportbeutel. Diesen kann man mit eingeschalteter Core auch als Tisch/Zeltlampe verwenden.

Die Iko Core gibt es wie gesagt in zwei Varianten – einmal die mit dem Petzl Core Akku und einmal die Variante mit 3 AAA Batterien. Da die Batterie Version abgesehen von der vermutlich schlechteren Umweltbilanz auch schwerer ist und weniger stark leuchtet (350 Lumen/90 g), werden die meisten Bergsteiger vermutlich zur Iko Core Akku Version der Lampe greifen (500 Lumen/79 g). Preisunterschied sind 20 Euro, das ist auch ungefähr der Preis des Petzl Core Akkus. Wir können nur jedem empfehlen, sich die Petzl Iko Core einfach mal selbst aufzusetzen, man merkt gleich, dass man etwas anderes, vom Tragegefühl her deutlich besseres auf dem Haupt hat.

Fazit bergsteigen.com: Petzl hat mit der Iko Core ein neues Zeitalter der Stirnlampen eingeläutet, wir kennen keine Stirnlampe, welche sich so angenehm am Kopf trägt! Der Rest – 500 Lumen Leuchtkraft, leichte Bedienbarkeit und geringes Gewicht runden die Sache gekonnt ab.

Webtipp: Petzl



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