Wer in hochalpinen Regionen oder abseits von Hütten unterwegs ist und nur mit einem Biwak auskommt, macht sich zwangsläufig Gedanken über das Wichtigste im Leben: das Essen. Da jedoch alles, was man unterwegs braucht, selbst hinaufgetragen werden muss, beschränkt man sich in der Regel auf Fertiggerichte – genauer gesagt auf gefriergetrocknete Nahrung, die sich mit heißem Wasser schnell und unkompliziert zubereiten lässt. Es gibt zwar im Supermarkt einige Gerichte, die man einfach mit Wasser zubereiten kann, für die solide Hauptspeise kommt man aber an Travellunch fast nicht vorbei.
Wir kennen die Travellunch-Fertiggerichte schon seit vielen Jahren und greifen immer wieder gerne auf die Produkte zurück. Die Zubereitung ist denkbar einfach und beginnt mit einem kurzen Blick auf die Rückseite der Verpackung. Dort wird in wenigen, leicht verständlichen Worten erklärt, wie das jeweilige Gericht zubereitet wird.
Während der Jetboil-Kocher das Wasser zum Kochen bringt, zieht man zunächst die unteren Ecken der Travellunch-Tüte etwas auseinander. Dadurch erreicht das Wasser später auch die Ecken der Verpackung, und gleichzeitig erhält die Tüte mehr Standfestigkeit, wenn man sie zum Ziehen oder Essen abstellt.
Anschließend wird die Tüte oben an der markierten Stelle geöffnet und die angegebene Menge kochendes Wasser eingefüllt. Praktisch: Auf der Innenseite befinden sich gut sichtbare Markierungen, sodass sofort erkennbar ist, wie viel Wasser für das jeweilige Gericht benötigt wird. Einfacher kann die Zubereitung unterwegs kaum sein.
Jetzt kommt der eigentliche „Kochvorgang“: Je nach Gericht muss die Speise nach dem Aufgießen noch einige Minuten ziehen. Dafür lässt sich die Tüte oben mit einem speziellen Verschluss wieder verschließen. Die genaue Ziehzeit ist auf der Rückseite angegeben.
Ist die entsprechende Zeit verstrichen, kann man das Gericht in der Regel direkt aus der Tüte essen. Am besten funktioniert das mit einem Löffel, denn durch die Zugabe des Wassers bleibt natürlich immer etwas Flüssigkeit im Gericht. Außerdem sind die Zutaten bereits schön klein und mundgerecht portioniert – umständliches Schneiden oder Zerkleinern ist nicht nötig. Bei den Doppelmenüs wird die Tüte bei uns einfach herumgereicht. Das funktioniert erstaunlich gut, und sollte die Verpackung noch sehr heiß sein, kann man sie problemlos am oberen Tütenrand anfassen.
Wir haben uns natürlich auch genauer angeschaut, was Travellunch überhaupt auf der Speisekarte zu bieten hat – und waren von der Auswahl wirklich positiv überrascht. Das Sortiment umfasst eine große Anzahl an Frühstücksgerichten, Suppen, Hauptspeisen und Desserts. Ein klassisches Mittagessen fällt bei unseren Bergtouren meist aus, dafür darf es morgens und abends gerne etwas Abwechslung geben.
Bei vielen Gerichten kann man zwischen Einzel- und Doppelportionen wählen. Bei den Hauptgerichten haben wir meistens zur Doppelportion gegriffen, während uns beim Frühstück die Einzelportion völlig ausgereicht hat. Unser absoluter Favorit am Morgen war das Porridge. Bei den Hauptgerichten stand dagegen das Huhn in Curryrahm ganz oben auf unserer persönlichen Hitliste.
Auf unserer Andenreise hatten wir Travellunch-Portionen sehr oft dabei. Natürlich lässt sich ein solches Fertiggericht nicht mit einem Restaurantbesuch in Huaraz und einem Teller „Pollo con Papas Fritas“ oder mit dem hervorragenden Essen in der Dschungelregion rund um Tarapoto vergleichen. Aber die braunen Tüten waren unterwegs einfach immer zur Hand – unkompliziert, leicht und jederzeit einsatzbereit.
Zu Beginn konnten wir sogar ein wenig wie aus einer Speisekarte auswählen, denn unser Vorratssack war noch gut gefüllt. Jeder von uns hatte schon bald seinen persönlichen Favoriten. Als diese Favoriten irgendwann aufgebraucht waren, lernten wir zwangsläufig auch andere, teilweise überraschend spannende Gerichte kennen. In den ersten Tagen kombinierten wir die Mahlzeiten gerne noch mit etwas Brot, später gönnten wir uns dazu einfach ein paar Kekse.
Was uns bei der Zubereitung besonders gut gefallen hat, war die Einfachheit. Unten die Ecken der Tüte etwas auseinanderziehen, damit das kochende Wasser auch wirklich bis zu den Trockennahrungsstücken in den Ecken gelangt, und oben die Tüte an der vorgesehenen Markierung aufschneiden – mehr gibt es eigentlich nicht zu beachten. Da sich die Tüten nach dem Aufgießen meist auch mit dem praktischen, dichten Kunststoff-Klemmverschluss wieder gut verschließen lassen, war selbst das Warten auf die richtige Ziehzeit problemlos. Und auch bei der Entsorgung gibt es nichts weiter zu überlegen: Die leeren Tüten wandern wieder in den Rucksack und natürlich mit ins Tal.
Überhaupt ist die Verpackung in ihrem dezenten Braunton ausgesprochen gut durchdacht. Sie ist stabil, lässt sich einfach handhaben und erfüllt genau das, was man unterwegs braucht.
Natürlich gibt es inzwischen auch andere Hersteller von Fertignahrung für Bergsteiger. Travellunch kann jedoch auf eine sehr lange Erfahrung zurückblicken. Wir selbst waren bereits vor mehr als 30 Jahren mit Travellunch-Tüten an den 7000ern des Pamirs unterwegs. Diese Erfahrung merkt man den Produkten durchaus an.
Dazu kommt, dass Travellunch ein deutscher Hersteller ist und geschmacklich offensichtlich sehr genau den Nerv mitteleuropäischer Bergsteiger trifft. Über die Jahre ist eine wirklich große Auswahl an leichten und handlichen Mahlzeiten entstanden, die sich unkompliziert im Rucksack verstauen und unterwegs zubereiten lassen.
Und natürlich ist Fertignahrung nicht nur beim Bergsteigen praktisch. Auch auf Trekkingtouren, Expeditionen, Reisen oder anderen Outdoor-Abenteuern kann sie eine unkomplizierte Lösung sein. Für uns könnte man deshalb fast sagen: Travellunch ist nicht nur Trekkingfood – man könnte ebenso gut „Mountainlunch“ dazu sagen. Das würde es für uns ziemlich genau auf den Punkt bringen.
Fazit bergsteigen.com: Travellunch ist wirklich sehr gut durchdachte Fertignahrung, die sehr funktionell verpackt ist. Man kann sie schnell und einfach zubereiten und sie schmeckt auch noch lecker – was will man noch mehr!
Travellunch - kleine Auswahl an Gerichten:
Frühstück
- Beerenmüsli
- Porridge mit Früchten
- Proteinmüsli
- Schokomüsli
- Instantrüherei mit Zwiebeln
Hauptspeise
- Huhn in Curryrahm
- Bratkartoffeln mit Schinken
- Chili con Carne
- Beef Stroganoff mit Reis
- Couscous vegan laktosefrei
- Pasta Bolognese mit Rindfleisch
Dessert
- Instantdessert Erdbeercreme
- Milchreis mit Äpfeln und Zimt
- Instantdessert Mousse au Chocolat
- Pudding mit Vanillegeschmack
- Veganes Fruchtdessert
Webinformation: Travellunch
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Die Travellunch-Gerichte isst man in der Regel direkt aus der Packung


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