Der Wildfire Edge von Salewa - man sieht hinten gut das 3F Schnür-System mit Switchfit (Zusatzöse).
13 Juni 2019

Test Wildfire Edge von Salewa

Der perfekte Zustiegsschuh mit echt starken Kletterambitionen ...

Schon vor einem Jahr, im Juni 2018 konnten wir bei der Grasleitenhütte im Rosengarten einen ersten Blick auf den Wildfire Edge von Salewa werfen. Ein Zustiegsschuh mit extra Kletter-Eigenschaften, der also für leichte Zustiegsschrofen oder Klettersteige der ultimative Alleskönner sein soll. 

Neben der hohen Kantenstabilität zeichnet den Wildfire Edge vor allem ein ausgeklügeltes Schnürsystem aus, bei dem man die Ferse nach vorne und somit die Zehen bis ganz an die Fußspitze zieht. Beim Klettern ist das gute Gefühl an der Fußspitze quasi ein must have …

Ein Jahr später trudelte das Serienmodell des Wildfire Edge bei uns ein und wir machten uns sofort an die Arbeit, den Schuh ausgiebig mit viel Felskontakt zu testen. Ein langer Klettersteigtrip am Comer See war die erste Station, bei der sich der Wildfire Edge positiv bemerkbar machte. 

Sehr gute Reibung und perfektes Felsgefühl machten einige der doch etwas heiklen und meist nur mit Kette (noch dazu große Ankerabstände) abgesicherten Vertikalpassagen zum klettertechnischen Hochgenuss. Man kann wirklich durch das Schnürsystem (3F System mit Switchfit) die Passform verbessern, beim Wildfire Edge gibt es dafür sogar ein zusätzliche Öse.

Der Wildfire Edge von Salewa - man sieht hinten gut das 3F Schnür-System mit Switchfit (Zusatzöse).
An den steilen Klettersteigen am Comer See machte der Wildfire Edge eine perfekte Figur.
Beim Schrofen-Kraxeln ist der Wildfire Edge genau dir richtige Wahl.
Der Wildfire Edge von Salewa im Detail.
Beim Klettern mit dem Wildfire Edge in den Dolomiten.
Der Salewa Wildfire Edge im Einsatz.
Der Wildfire Edge hat eine top Sohle - sowohl beim Klettern als auch im oft rutschigen Gras ideal.

Der Schuh ist mit 708 g (UK 5) auch nicht wirklich schwer und findet so problemlos im Kletterrucksack oder direkt am Klettergurt bei unserer Dolomiten Klettertour Platz. Mit der eher grobstolligen Sohle (ganz vorne gibt es natürlich die obligatorische Climbing Zone) kommt man beim Abstieg auf steilem Gras auch nicht so ins Schwitzen (der Gripp ist gut!). 

An der Climbing Zone ist der Wildfire Edge etwas versteift, so braucht es auf Kanten und Tritte etwas weniger Unterschenkelpower, da sich die Sohle weniger stark wegbiegt als z.B. bei den normalen Wildfire Modellen. Auf das Abrollverhalten beim Gehen hat diese Versteifung aber nur geringen Einfluss. 

Der Wildfire Edge ist also der recht gelungene Mix aus leichtem, bei Bedarf stabilem Kletterschuh und Zustiegsschuh. Der Schuh hat keine wasserfeste Membran – was wegen der Halbschuhausführung auch nicht wirklich erforderlich ist. Der Schuh ist leicht, deshalb auch nicht ganz so robust wie hohe Vollleder-Bergstiefel.

Salewa hat mit seinen Schuhen in den letzten Jahren immer ein sehr gutes Händchen bewiesen und hat sich einen sehr guten Namen als Approach-Schuh-Hersteller gemacht. Der Wildfire Edge wir bei den Kletterern sicher bald seine Anhängerschaft finden, uns taugt der Schuh auf jeden Fall. 

Fatzi bergsteigen.com: Perfekter Zustiegs- und Schrofenkraxelschuh. Der Wildfire Edge schließt nahtlos an die anderen Erfolgsmodelle von Salewa an – Chapeou!

Webtipp: Salewa




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